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Strafrecht , 11.04.2018

Freiheitsstrafe nach Randale bei der Essensausgabe einer Tafel

Freiheitsstrafe nach Randale bei der Essensausgabe einer Tafel © svetlana67 - fotolia.com

Ein Sozialleistungsempfänger wurde zu einer fünfmonatigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt, nachdem er bei der Essensausgabe einen ehrenamtlichen Helfer tätlich angriff und ihn beleidigte.

Mann schlägt Tafel-Helfer und bespuckt Lebensmittel


Der Mann hatte sich an der Lebensmittelausgabe der Tafel in Höxter am Brotkorb selbstbedient und darin rumgewühlt. Ein ehrenamtlicher Helfer bat den Mann dies zu unterlassen. Daraufhin schlug er diesem zweimal ins Gericht und spuckte ihn an. Die Brille des Helfers wurde dabei beschädigt. Beim rausgehen spuckte der Sozialleistungsempfänger dann auch noch auf die Lebensmittel.

Gericht würdigt Taten als besonders ehrverletzend für Ehrenamtler


Das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 4 RVs 19/18) verurteilte den Randalierer wegen Körperverletzung und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung. Im vorliegenden Fall sei der Angriff gegen einen Mitarbeiter einer Hilfsorganisation als Strafschärfung zu bewerten. Der Verurteilte habe sich gegenüber dem ehrenamtlichen Helfer besonders ehrverletzend verhalten.



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