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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 15.11.2016 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Arbeit: Hitlergruß rechtfertigt fristlose Kündigung!

Arbeit: Hitlergruß rechtfertigt fristlose Kündigung! © Marco2811 - Fotolia

Ein Arbeitnehmer der gegenüber einem Betriebsratsvorsitzenden seinen ausgestreckten Arm zum Hitlergruß erhebt und ruft: "Du bist ein Heil, du Nazi!" kassiert zu Recht eine fristlose Kündigung seines Arbeitsverhältnisses, entschied das Arbeitsgericht Hamburg.

Der Transportfahrer von Patiententransporten geriet während einer Betriebsversammlung in eine Auseinandersetzung mit dem Betriebsratsvorsitzenden. Als er diesen kurze Zeit später wieder traf hob er seinen Arm zum Hitlergruß und rief "Du bist ein Heil, du Nazi!". Sein Arbeitgeber kündigte ihm daraufhin fristlos.

Urteil: Fristlose Kündigung bestätigt


Zu Recht, entschied das Arbeitsgericht Hamburg (Aktenzeichen 12 Ca 348/15). Der Hitlergruß sei ein wichtiger Kündigungsgrund, da es sich hier um eine nationalsozialistische Geste handele, die kein Unternehmen dulden müsse. Die grobe Beleidigung durch den zitierten Satz bekräftigte den Kündigungsgrund noch zudem. Die Einwende des Transportfahrers, er sei Türke und könne den Vorfall nur beleidigend, nicht aber mit nationalsozialistischer Gesinnung begangen haben, greift laut Arbeitsgericht Hamburg nicht. Die Herkunft sage nichts über die Gesinnung aus, so die Hamburger Richter.

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