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Kategorie: Anwalt Strafrecht , 29.06.2016

Randale im Fußballstadium und die rechtlichen Konsequenzen

Ob auf dem Weg zum Stadion oder nach dem Abpfiff: Nicht nur im Rahmen der EM 2016 machen sogenannte Fußballfans Schlagzeilen wegen Schlägereien, Körperverletzungen oder Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Mit welchen rechtlichen Konsequenzen diese Hooligans rechnen müssen, lesen Sie hier.

Bundesweites Stadionverbot wegen Randale auf dem Weg zum Stadion?


Bundesligavereine können randalierenden Fußballfans ein bundesweites befristetes Stadionverbot verhängen. Dafür muss dem jeweiligen Randalierer aber seine Tat nachgewiesen sein. Lediglich ein auffälliges Verhalten, was man zur Begründung einer Gefährlichkeit heranziehen könnte, reicht für ein bundesweites Stadionverbot nicht aus. Dies entschied das Amtsgericht München (Aktenzeichen 242 C 31003/13) im Fall eines Fußballfans, der in einer Gruppe von Fans auf dem Weg zum Stadion war. Dabei kam es zu Gewaltigkeiten mit den Fans des gegnerischen Vereins. Es folgen Steine und Flaschen gegen Polizeibeamte. Der Münchner Fußballverein verhängte gegen den Fan ein bundesweites Stadionverbot. Die Tat konnte dem Fußballfan aber nicht nachgewiesen werden. Daher war das Stadionverbot nach Ansicht des Münchner Amtsgerichts unberechtigt. Der Fußballfan sei zwar durch sein aggressives Verhalten aufgefallen, dies begründe aber keinen Anfangsverdacht für eine Straftat. Beruft man sich bei dem bundesweiten Stadionverbot auf die Gefährlichkeit des Fans, müsse diese konkret definiert werden.

Bengalos und Knallkörper gezündet – Freiheitsstrafe?


Ein Fußball-Fan der in Deutschland nicht zugelassenes Sprengmaterial in eine Zuschauermenge eines Fußballstadions wirft, muss mit einer Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz rechnen. Da drohen schnell mindestens sechs Monate Freiheitsstrafe!

erstmals veröffentlicht am 24.06.2016, letzte Aktualisierung am 29.06.2016

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