anwaltssuche
Kategorie: Anwalt Mietrecht , 27.05.2013

Mietrecht: Satellitenschüsseln auf Balkonen können verboten werden

Mietrecht: Satellitenschüsseln auf Balkonen können verboten werden Rechtsanwalt Oliver Schöning

Parabolantennen, die von Mietern auf den Balkonen der Mietwohnungen angebracht werden, um beispielsweise ausländische Fernsehkanäle zu empfangen, können vom Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen verboten werden.

Dies hat das Amtsgericht München durch ein Urteil entschieden (Az: 473 C 12502/12).

Set-top-Box als Alternative
Laut der Münchener Entscheidung besteht für Vermieter sogar ein einklagbares Recht, entsprechende Parabolantennen beseitigen zu lassen, wenn diese optisch störend wirken. Zwar stehe diesem Recht stets das Recht des Mieters auf Information entgegen, sodass die Rechte gegeneinander abgewogen werden müssten. Allerdings überwiege das Interesse des Vermieters an einer optisch ungestörten Fassade nach Ansicht der Richter zumindest dann, wenn der Mieter die gewünschten Programme mittels eines speziellen Decoders auch über den Kabelanschluss erhalten könne.

Mieter muss die Kosten tragen
In der Entscheidung ging es zudem darum, wer die Kosten für den Erwerb und den Unterhalt des Decoders bzw. der Set-top-Box tragen müsse. Die Richter urteilten, dass es den Mietern zuzumuten sei, den Anschaffungspreis für das Gerät und die monatlichen Mehrkosten von 60-150 Euro für die Freischaltung der entsprechenden Programme durch den Provider zu tragen. Sei ihnen dies finanziell nicht möglich, so könnten die Sozialbehörden einspringen.
Vermieter sollten nach dem Urteil die Möglichkeit prüfen, durch das Verbot von Parabolantennen ihre Mietshäuser optisch attraktiver zu gestalten.



Lesen Sie hier weitere Fachartikel im Themenbereich Mieten & Vermieten
Hier finden Sie bundesweit Rechtsanwälte für Mietrecht

War dieser Expertentipp für Sie hilfreich?
Eigene Bewertung abgeben: stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.166666666666667 / 5 (6 Bewertungen)
Diese Beiträge könnten Sie interessieren:
Kategorie: Anwalt Mietrecht 12.09.2016
Die Miete für Wohnungen und Häuser ist ein viel diskutiertes Thema, das einen großen Teil der deutschen Bürger betrifft. Hierzulande gelten, im Vergleich zu andern Ländern, ausgedehnte Mieterschutzrechte, die es zu kennen bzw. zu beachten gilt.
Kategorie: Anwalt Mietrecht 19.07.2016
Wenn Mieter und Vermieter einen Mietvertrag unterschreiben, ist für Juristen automatisch ein Mietverhältnis zustande gekommen. Daraus ergeben sich für beide Seiten Rechte und Pflichten, die im Mietvertrag stehen, aber auch anders begründet sein können.
Kategorie: Anwalt Mietrecht 19.09.2007 (2182 mal gelesen)

Baulärm, Heizungsprobleme oder ein defekter Badewannenabfluss: Mängel in und an der Wohnung, die eine Nutzung erheblich beeinträchtigen, berechtigen den Mieter zur Senkung der Miete. Doch hier ist Vorsicht geboten: Bevor der Mieter die Miete senken darf, muss der Mieter zunächst den Mangel melden, damit der Vermieter die Möglichkeit hat, diesen in einem angemessenen Zeitraum zu beheben.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.9448275862068964 / 5 (145 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Mietrecht 29.05.2008 (2523 mal gelesen)

57 Prozent der Deutschen wohnen zur Miete. Täglich werden bundesweit tausende Mietverträge neu abgeschlossen - viele von ihnen enthalten unwirksame Klauseln oder sind sogar insgesamt unwirksam. Gerade private Vermieter sind oft unsicher, welche Pflichten wie im Mietvertrag geregelt werden sollten und welche Klauseln grundsätzlich unwirksam sind.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.932926829268293 / 5 (164 Bewertungen)


Alle Expertentipps zum Thema Mieten & Vermieten

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung