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Kategorie: Anwalt Strafrecht , 06.12.2016 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Bundesgerichtshof bestätigt so genanntes Auschwitz-Urteil

Bundesgerichtshof bestätigt so genanntes Auschwitz-Urteil © Andrey Popov - Fotolia

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts Lüneburg, wonach ein damals junger SS-Angehöriger wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen verurteilt wurde, bestätigt.

Das Landgericht Lüneburg war während des Prozesses zu der Erkenntnis gekommen, dass der Angeklagte ehemalige SS-Angehörige an der systematischen Tötung von in Ungarn lebenden Juden im Jahr 1944 beteiligt war. Bei der sogenannten Ungarn-Aktion im Jahr 1944 wurden mindestens 300.000 Juden nach Auschwitz deportiert und in Gaskammern ermordet. Der Angeklagte war an diesen Morden durch unterschiedliche Tätigkeiten eingebunden. Es war beispielsweise seine Aufgabe, wenn die Züge mit den Deportierten in Auschwitz ankamen, auf das Gepäck aufzupassen. Mit dieser Tätigkeit sollte Normalität vorgespielt werden, um Unruhen zu vermeiden. Weiterhin überwachte er die Deportierten und verhinderte ihre Flucht. Auch war er an der Verwertung der Vermögensgegenstände der getöteten Menschen zugunsten der SS beteiligt. Dies führte zu seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen Beihilfe zum Mord, die nun letztinstanzlich vom Bundesgerichtshof (Aktenzeichen 3 StR 49/16) bestätigt wurde.

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