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Familienrecht , 25.02.2016

Namensänderung nach der Scheidung - kann Ex-Partner gezwungen werden?

Nach einer Scheidung haben viele Ex-Eheleute den Wunsch ihren angeheirateten Namen abzulegen und ihre Geburtsnamen wieder anzunehmen. Diese Namensänderung ist in Deutschland auch problemlos möglich – den Ex-Partner zu zwingen, den Namen abzulegen geht aber nicht!

Namensänderung – diese Varianten sind möglich


Nach dem Bürgerlichen Gesetz gibt es nach einer Scheidung mehrere Varianten eine Namensänderung durch zu führen. Zum einen kann der Geburtsname nach der Scheidung wieder angenommen werden. Es können aber auch Geburtsname und Nachname, der bis zur Namensänderung bei der Ehe geführt wurde, als Doppelnamen geführt werden. Auch der Nachname einer vorherigen Eheschließung kann wieder angenommen werden.

Standesamt ist für Namensänderung zuständig


In Deutschland ist das Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Heirat erfolgte, für Namensänderungen zuständig. Der Antrag auch Namensänderung kann aber auch beim Standesamt des aktuellen Wohnsitzes gestellt werden, er wird dann an das zuständige Standesamt weitergeleitet.

Voraussetzung für eine Namensänderung


Wichtigste Voraussetzung für eine Namensänderung ist, dass die Ehe rechtskräftig geschieden wurde. Es dürfen also keine Rechtsmittel mehr gegen die Scheidung eingelegt werden können. Der Rechtskraftvermerk wird auf dem Scheidungsbeschluss gerichtlich dokumentiert. Ansonsten wird beim Standesamt die Vorlage von Personalausweis / Reisepass verlangt.

Ex-Partner kann nicht zur Namensänderung gezwungen werden


Auch wenn viele geschiedene Ehepartner sich das wünschen, der Ex-Partner kann nicht zu einer Namensänderung gezwungen werden. Er hat das Recht zu entscheiden, welchen Namen er in Zukunft tragen will.

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