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Steuerrecht , 16.11.2011

Pfändungsschutzkonten: Handeln bevor es zu spät ist!

Bankguthaben sind ab dem 1. Januar 2012 nur noch dann vor Pfändungen geschützt, wenn sie sich auf einem eigens hierfür eingerichteten Konto, dem so genannten Pfändungsschutzkonto, befinden.

Bankguthaben sind ab dem 1. Januar 2012 nur noch dann vor Pfändungen geschützt, wenn sie sich auf einem eigens hierfür eingerichteten Konto, dem so genannten Pfändungsschutzkonto, befinden.

Darauf machte heute Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk aufmerksam. "Wer sich Forderungen seiner Gläubiger ausgesetzt sieht und sein Konto jetzt nicht umstellt, riskiert, im neuen Jahr am Geldautomaten mit leeren Händen dazustehen", so Merk. "Gerade wer schon jetzt durch einen Beschluss des Vollstreckungsgerichts einen bestimmten Betrag auf seinem Konto gegen Pfändungen gesichert hat, muss aktiv werden! Er sollte möglichst rasch mit seiner Bank vereinbaren, dass sein Konto ab dem neuen Jahr als so genanntes Pfändungsschutzkonto weitergeführt wird."

Hintergrund ist, dass Konten innerhalb gewisser Grenzen Pfändungsschutz genießen. Bisher wurde dieser Schutz durch Beschlüsse des Vollstreckungsgerichts gewährt. Seit dem 1. Juli 2010 ist daneben auch die Einrichtung eines besonderen Pfändungsschutzkontos möglich, bei dem gewisse Beträge automatisch von der Pfändung freigestellt werden. Ab dem 1. Januar 2012 wird der Schutz dann in der Regel nur noch über das Pfändungsschutzkonto möglich sein. Es ist deshalb wichtig, ein solches Pfändungsschutzkonto rechtzeitig vor dem Jahreswechsel einzurichten. Dabei gilt: Grundsätzlich hat jedermann einen Anspruch darauf, dass seine Bank ihm ein Pfändungsschutzkonto zur Verfügung stellt.

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Kategorie: Anwalt Insolvenzrecht 03.12.2015
Die häufigste Form der Zwangsvollstreckung ist die Kontopfändung. Sie ist dann möglich, wenn der Vollstreckungsbescheid rechtskräftig ist und der oder die Gläubiger dadurch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten darf.
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht 01.07.2010 (94 mal gelesen)

Ab 01. Juli 2010 besteht die gesetzliche Möglichkeit für jeden Schuldner, sich ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) bei seiner Bank einrichten zu lassen. Jeder Bankkunde, der ein Girokonto führt, kann von seiner Bank nun verlangen, dass dieses Konto als Pfändungsschutzkonto geführt wird.

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Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht 21.08.2013 (425 mal gelesen)

Ein Pfändungsschutzkonto, kurz: P-Konto, gibt Schuldnern die Möglichkeit während einer Kontopfändung über die unpfändbaren Einkünfte weiter frei verfügen zu können. Inhaber eines Girokontos können seit Mitte 2010 von ihrer Bank verlangen, ihr Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln.

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