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Kategorie: Anwalt Internetrecht , 18.07.2018 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Prada, Gucci & Co.: Vertriebsverbot für Luxusprodukte auf Amazon.de?

Prada, Gucci & Co.: Vertriebsverbot für Luxusprodukte auf Amazon.de? © sma - topopt

Vertriebspartner eines Anbieters von Luxusparfüms dürfen diese nicht über die Online-Plattform Amazon.de bewerben oder vertreiben, entschied jüngst das Oberlandesgericht Frankfurt/Main.

Kein Vertrieb von Luxusparfüms auf Amazon.de?


Im zugrundeliegenden Fall vereinbarte ein Anbieter für Markenkosmetik mit seinen Vertriebspartner, dass diese Produkte im Internet bewerben und vertreiben dürfen, sofren der Luxuscharakter des Produkts gewahrt bleibt. Nicht autorisierte Drittunternehmer dürften beim Vertrieb nicht eingeschaltet werden. Aus diesem Grund wollte der Anbieter für Markenkosmetik den Vertrieb seiner Produkte auf Amazon.de gerichtlich verbieten lassen. Er war der Ansicht, dass es sich bei Amazon.de um einen nicht autorisierten Drittanbieter handelt.


Drittanbieter können Luxusimage eines Produkts schaden


Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main (Aktenzeichen 11 U 96/14 (Kart)) kam zum Ergebnis, dass der Anbieter von Markenkosmetik von seinen Vertriebspartner verlangen könne, die Luxusparfüms nicht über Amazon.de zu vertreiben. Reine Werbeaktionen, bei denen der User auf die Homepage des Vertriebspartners geleitet wird, seien allerdings weiterhin zulässig.
Ein selektives Vertriebssystem bei Luxusprodukten sei kartellrechtlich nicht bedenklich. Um das Luxusimage eines Produkts zu wahren, sei auch die Art der Darbietung wichtig. Eine freie Zulassung von Drittunternehmen wie Amazon.de gefährde das Luxusimage eines Produkts.


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