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Kategorie: Anwalt Internetrecht , 10.06.2009 (Lesedauer ca. 2 Minuten)

Risiko Handy und Computer im Urlaub

Risiken und Kostenfallen in der elektronischen Welt halten sich nicht an Urlaubszeiten. Aus diesem Grund folgende Tipps:

Risiken und Kostenfallen in der elektronischen Welt halten sich nicht an Urlaubszeiten. Aus diesem Grund folgende Tipps:

Risiko Internetcafe und Hotelcomputer:
Internetcafes und frei zugängliche Computer im Hotel erlauben das Surfen im Internet, den Zugriff auf E-Mails und das Erledigen von Geldgeschäften. Virenschutzsoftware und Firewall müssen nicht auf dem neuesten Stand sein und ein Spionageprogramme kann Aktivitäten verfolgen. Mit etwas Geschick können auch vertraulichen Daten, wie Passwörter und Codes herausgefunden werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher keine vertraulichen Daten in öffentlich zugängliche Computer einzugeben, hier auf Online-Banking und Online-Einkäufe zu verzichten und eigene USB-Sticks, externe Festplatten etc. nur dann anzuschließen, wenn der PC über ein aktuelles Virenschutzprogramm verfügt.

Risiko Handy und Internettelefonie
Mobiltelefone und Internettelefonie ermöglichen es zwar auch im Urlaub, wie gewohnt erreichbar zu sein, hier lauern jedoch Kostenfallen. Roaming-Gebühren verursachen bei Handy-Telefonaten aus dem Urlaub, aber auch bei Anrufen aus der Heimat hohe Zusatzkosten und Gespräche per Internettelefonie können besonders leicht mitgehört werden. Ein Anruf von zu Hause auf eine vorher per SMS mitgeteilte Festnetznummer am Urlaubsort ist eine preiswerte Alternative, um Urlaubserlebnisse auszutauschen. Zudem sollte die Mailbox deaktiviert werden, da sie im Urlaub Zusatzkosten verursacht. Alle Tipps zum richtigen Umgang mit dem Handy im Urlaub können von der Internetseite der Verbraucherzentrale www.verbraucherzentrale-sh.de bei Eingage des Wortes Roaming in die Suchmaschine abgerufen werden. Wer die Internettelefonie nutzt, sollte eine Verschlüsselungssoftware nutzen. Wichtige Informationen u.a. zum sicheren Umgang mit dem Computer im Internet bietet die Homepage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik unter www.bsi-fuer-buerger.de.

Amtsgericht Elmshorn: Kunde muss bei Telefonaten aus dem Ausland kein Roamingentgelt zahlen
Wer sich nach der Rückkehr aus dem Urlaub dennoch über hohe Roaming-Kosten in der Handyrechnung ärgert, sollte seine Vertragsunterlagen daraufhin überprüfen, ob dort vereinbart ist, dass und in welcher Höhe Roaming-Kosten vom Kunden bezahlt werden müssen.
In einem aktuell entschiedenen Fall hat das Amtsgericht Elmshorn per Urteil vom 13.08.2008 (Az. 52 C 64/08) entschieden, dass einem Mobilfunkkunden mit einem 2-Jahresvertrag die berechneten Roaming-Kosten in Höhe von 277,88 € vom Mobilfunkanbieter Talkline GmbH & Co. KG erstattet werden müssen. Begründung: weder in dem Mobilfunkvertrag noch in den allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Preisliste des Anbieters ist vereinbart worden, dass der Kunde Roaming-Kosten bezahlen muss.


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