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Kategorie: Anwalt Steuerrecht , 22.12.2016

Steuer: Wichtige Urteile aus 2014!

Steuer: Wichtige Urteile aus 2014! © Bernd Leitner - Fotolia

Auch im Jahr 2014 sind wieder zahlreiche interessante Gerichtsentscheidungen rund um das Thema „Steuer“ getroffen worden. Lesen Sie mehr …

Erhebliche Steuerschulden können Passentziehung rechtfertigen



Einem Steuerpflichtigen mit erheblichen Steuerschulden kann der Reisepass entzogen werden, um zu verhindern, dass er sich seinen finanziellen Verpflichtungen entzieht. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin in diesem Jahr (Aktenzeichen VG 23 L 410.14) entschieden.

Steuerhinterziehung kann Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen



Wer sein Nettoeinkommen durch eine rechtswidrige Abrechnungspraxis steigert, kann mit einer ordentlichen Kündigung rechnen. Dies gilt auch, wenn er in Kenntnis oder sogar mit Zustimmung des Vorgesetzten handelt, entschied das Arbeitsgericht Kiel, Aktenzeichen 2 Ca 1793 a/13).

eBay-Umsätze sind vom Kontoinhaber zu versteuern!



Generieren mehrere Personen bei Internetauktionen unter Verwendung eines gemeinsamen „Nickname“ Umsätze, sind alle erzielten Umsätze vom Inhaber des Nutzerkontos zu versteuern. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg (Aktenzeichen 1 K 1939/12) hervor.

Winterdienst als haushaltsnahe Dienstleistung



Ein Hauseigentümer, der ein Unternehmen mit der Durchführung des Winterdienstes beauftragt hat, kann dies als haushaltsnahe Dienstleistung bei seiner Einkommenssteuererklärung geltend machen, entschied der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen VI R 55/12) und führte aus, dass auch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, die jenseits der Grundstücksgrenze auf fremdem, beispielsweise öffentlichem Grund erbracht werden, als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a des Einkommensteuergesetzes (EStG) begünstigt sein können

Keine Steuerersparnis bei Schönheitsoperationen



Einige Krankheitskosten können als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Das gilt nicht für die Kosten für eine Schönheitsoperation, entschied in diesem Jahr das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen 5 K 1753/13) und führte aus, dass Operationskosten für eine Bruststraffung und Brustverkleinerung keine sogenannten außergewöhnlichen Belastungen darstellen und daher auch nicht steuerlich berücksichtigt werden können.

Sportbekleidung und Personal-Trainer sind keine Werbungskosten

Profisportler können Aufwendungen für Sportbekleidung, den Personal-Trainer oder ein Abonnement eines zahlungspflichtigen Fernsehsenders nicht als Werbungskosten bei der Steuer geltend machen, entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen 1 K 1490/12) im Fall eines Profifußballspielers, der aus seiner Tätigkeit folgende Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in seiner Einkommensteuererklärungen geltend machte: Aufwendungen für ein Abonnement des Pay-TV-Senders Premiere (jährlich 120,00 Euro), für „Arbeitskleidung“ (jährlich 137,00 Euro) und für einen privaten Personal Trainer (nur 2008: 300,00 Euro).



erstmals veröffentlicht am 31.12.2014, letzte Aktualisierung am 22.12.2016

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