anwaltssuche
Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 08.12.2015 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Arbeit: Resturlaub kann vererbt werden!

Was geschieht mit dem Resturlaub, wenn ein Arbeitnehmer stirbt? Bislang war es in Deutschland so, dass mit dem Tod des Arbeitnehmers auch sein Urlaubsanspruch erlischt. Jetzt hat ein Gericht entschieden, dass der Urlaubsanspruch eines verstorbenen Arbeitnehmers vererbbar ist.

Erben können sich Resturlaub auszahlen lassen!


Das Arbeitsgericht Berlin (Aktenzeichen: 56 Ca 10968/15) hat aktuell entschieden, dass ein Anspruch auf Resturlaub nach dem Tod eines Arbeitnehmers nicht einfach untergeht, sondern sich in einen Urlaubsabgeltungsanspruch der Erben umwandelt. Dies bedeutet, dass die Erben sich den Urlaubsanspruch auszahlen lassen können. Damit widerspricht das Gericht der bisherigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und folgt dem Europäischen Gerichtshof (Aktenzeichen C-118/13) sowie der EU- Richtlinie 2003/88/EG. Danach ist Urlaub, der wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, in Geld auszugleichen. Nach Ansicht des Berliner Arbeitsgerichts gilt das auch im Todesfall.

Lesen Sie hier weitere Fachartikel im Themenbereich Arbeitsrecht
Hier finden Sie bundesweit Rechtsanwälte für Arbeitsrecht

War dieser Expertentipp für Sie hilfreich?
Eigene Bewertung abgeben: stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.0 / 5 (15 Bewertungen)
Diese Beiträge könnten Sie interessieren:
Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht 21.11.2018
Eine arbeitsrechtliche Abmahnung hat eine Hinweis- und Warnfunktion für den Arbeitnehmer. Bei einem erneuten Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigen. Für Arbeitnehmer ist es daher wichtig schnell Klarheit über die Rechtmäßigkeit der Abmahnung zu erhalten. Ebenso wichtig ist es für Arbeitgeber alle rechtlichen Voraussetzungen bei einer Abmahnung zu beachten, damit diese auch wirksam wird. Podcast
Expertentipp vom 23.03.2012 (1128 mal gelesen)

Laut Zeitungsberichten verkauft Vodafone sein vorrangig für Festnetzkunden zuständiges Callcenter (ca. 500 Mitarbeiter) an die Bertelsmann-Tochter Arvato. Mitarbeiter, die einen Übergang zur Arvato ablehnen, sollen Abfindungen in Höhe von deutlich mehr als einem Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr erhalten. Beschäftigungszeiten bei den Firmen Arcor und Otelo sollen hierbei angerechnet werden. Außerdem soll den Mitarbeitern, die auf Arvato übergehen wollen, für mindestens zwei Jahre das bisherige Gehalt garantiert werden. Dazu eine kurze Einschätzung vom Fachanwalt.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.8620689655172415 / 5 (58 Bewertungen)
Burnout: Was als Arbeitnehmer, was als Arbeitgeber tun? © Brian Jackson - Fotolia
Expertentipp vom 26.04.2017 (574 mal gelesen)

Stressbedingte Erkrankungen bis zum totalen Burnout nehmen laut Marktforschungsstudien stetig zu. Und so beschäftigt das Thema Burnout auch immer mehr Gerichte: Kann ein Arbeitnehmer etwa auf Schadensersatz wegen Burnout klagen? Muss ein Chef es dulden, wenn ein wegen Burnout krankgeschriebener Arbeitnehmer eine Segelreise unternimmt?

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.321428571428571 / 5 (28 Bewertungen)


Alle Expertentipps zum Thema Arbeitsrecht

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung