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Kategorie: Anwalt Verkehrsrecht , 18.08.2015 (Lesedauer ca. 2 Minuten)

Verkehrsverstöße im europäischen Ausland – zur Kasse bitte!

Zur Urlaubszeit sind wieder viele deutsche Autofahrer mit ihrem Fahrzeug im europäischen Ausland unterwegs. Gut, wer sich mit den jeweiligen Verkehrsregeln des Landes auskennt, ansonsten können bei Verkehrsverstößen empfindliche Geldbußen drohen …

Verkehrsverstoß: Falschparken


„Falsch Parken“ ist ein vergleichweise harmloser Verkehrsverstoß, der im europäischen Ausland allerdings für Autofahrer teuer werden kann. In Ungarn kann ein Parkverstoß zu einem Bußgeld von bis zu 165 Euro führen. In Spanien müssen Autofahrer sogar mit einem Strafzettel von bis zu 200 Euro rechnen. Humaner geht es in Frankreich zu, hier fangen die Bußgelder für Parkverstöße bei 10 Euro an. In Österreich beginnen sie ab 20 Euro, in Dänemark ab 65 Euro, in Italien ab 40 Euro und in den Niederlande ab 85 Euro.

Verkehrsverstoß: Alkohol am Steuer


Alkohol am Steuer wird im europäischen Ausland sehr unterschiedlich geahndet. Bußgelder reichen hier von ab 45 Euro in Serbien, ab 90 Euro in Griechenland über ab 530 Euro in Italien, ab 500 Euro in Spanien bis zu ab 1.200 Euro in Malta. Die Promillegrenze liegt bei den meisten europäischen Ländern hingegen recht homogen bei 0,5 Promille. Wichtig zu wissen: In Ungarn, Tschechien und Rumänien sollten Autofahrer komplett auf Alkohol verzichten, hier gilt die 0,0 Promillegrenze.

Verkehrsverstoß: Rotlicht missachtet!


Autofahrer, die in Belgien ein Rotlicht überfahren, riskieren ein Bußgeld ab 165 Euro. Wer in Italien über eine rote Ampel fährt, muss mindestens 170 Euro zahlen, in Frankreich wird ein Bußgeld ab 135 Euro fällig. Kroatien verlangt vom Autofahrer 260 Euro für ein missachtetes Rotlicht, Mazedonien ab 300 Euro. In Griechenland müssen Autofahrer für einen Rotlichtverstoß sogar 350 Euro berappen. In Polen fällt hingegen nur ein Bußgeld von ab 75 Euro für den Autofahrer an.

Verkehrsverstoß: Handy am Steuer!


Das Telefonieren am Autosteuer wird in den europäischen Nachbarländern auch sehr unterschiedlich geahndet. In Österreich riskieren Autofahrer mit einem Handy am Ohr ein Bußgeld von 50 Euro. In Frankreich kostet telefonieren am Steuer beim ersten Mal 150 Euro. In der Schweiz werden 85 Euro für den telefonierenden Autofahrer fällig. Die Niederlande verlangen beim Handy am Steuer sogar ein Bußgeld von 220 Euro. In Lettland müssen Autofahrer bei diesem Verkehrsverstoß nur 15 Euro zahlen.

Verkehrsverstoß: Gurt nicht angelegt!


Wer in Italien ohne Sicherheitsgurt Auto fährt, muss mit einem Bußgeld von ab 80 Euro rechnen. Der nicht angelegte Sicherheitsgurt kostet Autofahrer in Dänemark 65 Euro und im benachbarten Frankreich ab 135 Euro. Die Niederlande bittet Autofahrer für diesen Verkehrsverstoß mit 120 Euro zur Kasse. Griechenland verlangt für den nicht angelegten Sicherheitsgurt ein Bußgeld von 350 Euro und Spanien von 200 Euro.

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