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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht , 04.05.2018 (Lesedauer ca. 1 Minute)

WEG: Maibaum muss weg!

WEG: Maibaum muss weg! © gornist - Fotolia

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft kann die Beseitigung eines Maibaums aus vernünftigen Gründen verlangen, auch wenn sie vorher jahrelange das unentgeltliche Aufstellen des Maibaums auf ihrem Grundstück erlaubte. Dies entschied aktuell das Amtsgericht München.

Im zugrundeliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümergemeinschaft einem Verein das Aufstellen eines Maibaums auf ihrem Grundstück erlaubt. Im Jahr 2015 musste die Feuerwehr den 30 Meter hohen Maibaum aufgrund eines Sturms in der Nacht umlegen. An dem Maibaum waren 20 Motivtafeln angebracht. Daraufhin stellte der Verein den Maibaum zunächst ohne Motivtafeln wieder auf. Im Jahr 2017 waren dann aber wieder 10 Motivtafeln und zwei Kränze am Maibaum befestigt. Die WEG verlangte daraufhin, dass der Maibaum entfernt werde. Man sah sich als Grundstückseigentümer einem hohen Haftungsrisiko ausgesetzt.

Nach Ansicht des Amtsgerichts München (Aktenzeichen 155 C 20108/17) konnte die WEG das Gefälligkeitsverhältnis beenden. Das Aufstellen eines Maibaum begründe eine hohe Gefahrenquelle für die Umgebung. Auch das Haftungsrisiko für die Personen, die den Maibaum aufstellten könne nicht beseitigt werden. Ein Gutachten, aus dem sich die Standsicherheit des Maibaums ergibt, habe der Verein nicht vorgelegt. Er ist daher verpflichtet, den Maibaum vom Grundstück der WEG zu entfernen.

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