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Arztrecht , 09.02.2016

Pfusch beim Zahnarzt – Ihre Rechte!

Ob Kronen, Implantate oder Prothesen- Zahnersatz ist in Deutschland ein teueres Vergnügen. Umso ärgerlicher wenn die Zahnprothetik dann Probleme macht. Neben den Torturen, die der Patient erleiden muss, stellt sich die Frage, wer die Kosten für den mangelhaften Zahnersatz tragen muss.

Zahnbrücke mit Mängel- Zahnarzt muss neue Brücke anfertigen


Ein Zahnarzt muss seinem Patienten eine neue Zahnbrücke anfertigen, wenn die von ihm eingesetzte Brücke große Mängel aufweist. Weigert er sich dies zu tun, hat der Patient das Recht den Behandlungsvertrag zu kündigen und das zahnärztliche Honorar nicht zu begleichen. Darüber hinaus kann der Patient vom behandelnden Zahnarzt Schmerzensgeld für die mit der fehlerhaften Behandlung verbundenen Torturen verlangen. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 26 U 21/13).

Zahnarzt muss über Behandlungsalternativen aufklären


Zahnprothetik ist in unterschiedlichen Preisklassen zu haben. Ein Zahnarzt muss seinen Patienten daher vor der Behandlung über die unterschiedlichen Alternativen der Zahnprothetik und deren Kosten aufklären. Entscheidet sich der Patient dann für eine kostengünstigere Behandlungsalternative, muss der Zahnarzt sich an diese Entscheidung halten. Unterlässt der Zahnarzt ein entsprechendes Aufklärungsgespräch und klärt er seinen Patienten auch nicht über die Kosten der Behandlung auf, muss der Patient für diese Kosten auch nicht aufkommen, entschied das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 26 U 35/13).

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