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Kategorie: Anwalt Versicherungsrecht , 13.08.2018 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Zuschauer müssen bei Speedwayrennen ausreichend geschützt werden

Zuschauer müssen bei Speedwayrennen ausreichend geschützt werden © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com

Die Veranstalter von Speedway- oder Sandbahnrennen müssen ihre Zuschauer mit ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen schützen. Ansonsten drohen bei Verletzungen der Zuschauer hohe Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderungen. Dies zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg.

Im zugrundeliegenden Fall waren die Zuschauer eines Speedwayrennens vom Rundkurs der Motorräder mit einer 1,2 Meter hohen Betonmauer getrennt. Unmittelbar nach dem Start kollidierten drei Motorräder und eins wurde dabei über die Betonwand in den Zuschauerraum katapultiert. Ein Zuschauer erlitt einen Bruch am Oberschenkel. Seine Krankenkasse verlangte vom Veranstalter des Speedwayrennens die Behandlungskosten in Höhe von rund 6.000 Euro erstattet, da er seine Verkehrssicherungspflichten verletzt habe.

Dies sah das Oberlandesgericht Oldenburg (Aktenzeichen 2 U 105/17) auch so. Der Veranstalter des Speedwayrennens habe alle Sicherheitsmaßnahmen treffen müssen, die ein verständiger und umsichtiger Mensch in Anbetracht der Gefahr getroffen hätte. Konkret seien Fangzäune notwendig gewesen, da dieser Unfallverlauf bei dieser Art von Rennen nicht ungewöhnlich sei. Beim Zusammenstoß von zwei Motorrädern entstehe erfahrungsgemäß eine Katapultwirkung, wodurch die Motorräder zu einem Geschoss würden. Der Veranstalter habe seine Verkehrssicherungspflichten gegenüber den Zuschauern verletzt und sei daher zu Schadensersatzzahlungen verpflichtet.


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