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MPU: Inhalte und rechtliche Möglichkeiten

Letzte Aktualisierung am 17.05.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Anwalt Anordnung MPU Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) kennen viele eher unter den Begriffen "Idiotentest" oder "Seelen-TÜV". Sie wird von den Behörden meist bei vermuteter Drogenabhängigkeit angeordnet. Manchmal kann man sich aber gegen sie wehren.

MPU bei Drogenfahrten

Die Untersuchung zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit besteht aus einem medizinischen und einem psychologischen Teil. Medizinisch findet zum einen eine allgemeine Untersuchung des Körpers statt. Andererseits wird mittels spezieller Laborwerte eine mögliche Drogenabhängigkeit (Tabletten, "weiche" oder "harte" Drogen, Alkohol) bestimmt. Der psychologische Part besteht aus einem umfangreichen Fragebogen und dem Gespräch mit einem Psychologen. Bei der MPU geht es nicht darum, nur anwesend zu sein. Vielmehr muss die Untersuchung tatsächlich erfolgreich bestanden werden, d.h. die Gutachter müssen zum Schluss kommen, dass der Verkehrssünder wieder oder doch fahrtauglich ist.

Sonstige Gründe für die Anordnung MPU

Die häufigste Ursache für die Anordnung einer MPU ist eine vermutete Drogenabhängigkeit. Allerdings können die Behörden auch andere Verkehrsdelikte dazu veranlassen, eine MPU anzuordnen. So in einem Fall vor dem Verwaltungsgericht Neustadt (Az.: 3 L 441/13.NW). Neben Drängeln und Auffahren fiel ein Verkehrsteilnehmer hier auch durch unnötiges und sehr gefährliches Ausbremsen (von 70 km/h auf 20 km/h) auf. Neben einer Geldstrafe und Fahrverbot wurde ihm auch eine MPU aufgebrummt. (Dieser kam er übrigens nicht nach und die Behörden reagierten mit dem Führerscheinentzug.)

Abwendung einer MPU möglich?

Wurde Ihnen der Führerschein entzogen, muss die Fahrerlaubnis in den meisten Fällen neu erworben werden; sprich: Der Führerschein muss mitsamt theoretischer und praktischer Prüfung komplett neu gemacht werden. Zusätzlich (oder ersatzweise) kann die Behörde hierfür eine MPU verlangen oder auf eine solche weiter bestehen. Auch bei Verstößen gegen das Arzneimittel- oder Betäubungsmittelgesetz ist die Anordnung einer MPU möglich.

Für Sie heißt das:

Sind Sie zum Ablegen einer MPU verurteilt worden, sollten Sie prüfen, ob die von der Behörde dargelegten Gründe tatsächlich stichhaltig genug sind, eine MPU zu verlangen. Haben Sie daran Zweifel, sollten Sie einen Experten zu Rate ziehen. Ein Anwalt für Verkehrsrecht hat die nötige Erfahrung und Fachkompetenz, um eine MPU abzuwenden oder zumindest Sie gut auf die Untersuchung vorzubereiten, damit Sie ein positives Gutachten erhalten.

Abschließender Tipp:

Seien Sie kritisch gegenüber Angeboten - besonders aus dem Internet, die Sie angeblich optimal auf eine MPU vorbereiten wollen. Viele Geschäftemacher suchen auch hier nur nach "leichter Beute", mit der schnell Geld zu machen ist.