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Buch 4. Familienrecht bürgerliche Ehe Verlöbnis mit Textmarker ©mko - topopt

Sofort kompetente Hilfe vom Anwalt für Familienrecht

Letzte Aktualisierung am 07.07.2022 / Lesedauer ca. 7 Minuten
Anwalt Familienrecht

Neue Bedarfssätze zum Kindesunterhalt 2022

Zum 01.01.2022 wurden die Bedarfssätze in der Düsseldorfer Tabelle zum Kindesunterhalt angehoben. Neu ist auch, dass die Tabelle nicht mehr nur zehn Einkommensstufen aufweist wie bisher, sondern fünfzehn. Die höchste Einkommensstufe 15 listet nun den ermittelten Kindesunterhalt bei einem Nettoeinkommen bis 11.000 Euro. Unberührt von Änderungen bleibt der Selbstbehalt des unterhaltspflichtigen Elternteils.

Neuer Erwerbstätigenbonus in 2022

Auch bei der Berechnung des Ehegattenunterhaltes bzw. des Trennungsunterhaltes hat sich etwas geändert. Seit 01. Januar 2022 wird der zu berücksichtigende Erwerbstätigenbonus mit 1/10 des maßgeblichen Einkommens bemessen und dies bundesweit. Einzig das Kammergericht Berlin hat sich vorbehalten, die alte Regelung des 3/7 Bonus beizubehalten. Die Bemessungsgrundlage bleibt unverändert.

geplant 2022: Kindergrundsicherungsmodell

Die neue Ampelkoalition plant zudem weitere Änderungen im Familienrecht. Wann, ob und wie diese umgesetzt werden wird sich nach und nach zeigen. So soll es eine Kindergrundsicherung geben, um die zunehmende Kinderarmut zu bekämpfen. In diesem geplanten Kindergrundsicherungsmodell sollen dann Kindergeld, der Kinderzuschlag zum Kindergeld, Leistungen (Kinder betreffend) des zweiten und zwölften Sozialgesetzbuches, sowie Bereiche des Bildungs- und Teilhabepaketes enthalten sein. Diese Bündelung von Hilfen und Leistungen soll eine möglichst unbürokratische Auszahlung ermöglichen. Es ist ein sog. Garantiebetrag geplant, der für alle Kinder gleich hoch ist unabhängig vom Einkommen der Erziehungsberechtigten sowie ein Zusatzbetrag je nach Einkommen der Eltern.

geplant 2022: Einseitige Erklärung zum Sorgerecht unverheirateter Väter

Unverheirateten Vätern, die einen gemeinsamen Wohnsitz mit der Kindsmutter haben, soll es künftig möglich sein, sich das Sorgerecht bereits durch einseitige Erklärung mit der Mutter zu teilen. Nur wenn die Mutter Widerspruch einlegt, muss das Familiengericht über die Sorgerechtsangelegenheit entscheiden. Die Ampel-Koalition betont hier in ihrem Koalitionsvertrag, dass der Fokus auf dem Kindeswohl liegen müsse.

Was macht ein Anwalt für Familienrecht?

Das Familienrecht ist geregelt im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) viertes Buch. Juristische Fragen bei Problemen im Bereich des Familienrechts können in nahezu allen Lebenslagen und Beziehungsphasen auftreten. Von der Eheschließung bis zur Trennung oder Scheidung . Konflikte innerhalb der Familie, oder mit dem Partner, sind immer eine sehr private Angelegenheit. Daher ist es bei familienrechtlichen Themen von besonderer Bedeutung, einen Anwalt an seiner Seite zu wissen, der sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenz aufweist. Bereits während der sog. Zerrüttungsphase, sind die rechtlichen Folgen, die eine Trennung bzw. Scheidung nach sich ziehen wird, zu besprechen und zu klären. Es geht hierbei um Themen wie Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhalt des Partners oder auch um eventuelle, gemeinsame Schulden oder Darlehen. Auf dieser Seite und den Anwaltsprofilen haben Sie die Möglichkeit, sich ausführlicher über das Familienrecht zu informieren und auf dieses Rechtsgebiet spezialisierte Anwälte zu finden. Über das Kontaktformular können Sie anschließend einfach und bequem einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Anwaltliche Beratung rund um die Ehe

Das Güterrecht unterscheidet zwischen den drei Güterständen Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung oder Gütergemeinschaft. Bereits vor einer Eheschließung, oder manchmal auch erst während einer Ehe, stellt sich für viele Ehepaare die Frage, ob ein Ehevertrag bzw. eine Scheidungsfolgevereinbarung sinnvoll sein könnte. Die Regelung des Güterstandes bietet die Möglichkeit, Vereinbarungen, wie Gütertrennung oder Gütergemeinschaft anstelle der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft zu treffen. Dadurch kann auf die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse der Eheleute eingegangen werden. Beispielsweise die Unternehmensnachfolge bei Auflösung der Ehe oder Tod kann so frühzeitig abgesichert werden. Durch einen Ehevertrag werden gesetzliche Regelungen nicht automatisch hinfällig. Es kann zwar auf den Zugewinnausgleich verzichtet werden, führt dies im Scheidungsfall jedoch zu einer zu einseitigen Benachteiligung des Verzichtenden, kann selbst ein notariell beglaubigter Ehevertrag angefochten werden. Derartige Verträge bestehen auch im Rahmen von eingetragenen Lebenspartnerschaften, die jedoch mittlerweile durch die Ehe für alle ersetzt wurden. Ein Anwalt für Familienrecht berät seine Mandanten zum Thema Ehevertrag ausführlich und umfassend, eingehend auf die jeweils individuelle Situation seiner Mandanten.

Trennung und Scheidung

Frau streift Ehering vom Finger Die Notwendigkeit für anwaltliche Unterstützung im Bereich des Familienrechts entsteht für viele Paare erst mit einer bevorstehenden Ehescheidung, denn diese kann nur vor dem Familiengericht erfolgen. Das Ende der Beziehung bringt eine Reihe von Sorgen, Ängsten und rechtlichen Problemen mit sich. Gibt es gemeinsame Kinder, so werden die Eltern während des Scheidungsverfahren mit Fragen zum Sorgerecht , Umgangsrecht und Unterhaltsrecht konfrontiert. Bei welchem Elternteil sollen die Kinder künftig leben? Soll das Sorgerecht gemeinsam ausgeübt werden? Gibt es einen Unterhaltsanspruch? Welcher Ehepartner muss Unterhalt zahlen? Was bedeuten die unterschiedlichen Unterhaltsarten wie Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Naturalunterhalt, Barunterhalt, Kindesunterhalt? Was ist ein Unterhaltsvorschuss? Im Scheidungsfall muss in den Scheidungsvereinbarungen nicht nur die Unterhaltspflicht geklärt werden, auch der Versorgungsausgleich spielt oft eine große Rolle. Um negative Scheidungsfolgen so gering wie möglich zu halten, sollten die Ehegatten vor Antragseinreichung ein persönliches Beratungsgespräch mit einem Scheidungsanwalt über bestehende Möglichkeiten und Ansprüche führen. So können nervenaufreibende Rosenkriege vermieden und einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Vermittlungsbedarf besteht mitunter auch bei der Trennung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, denn auch hier entsteht oft Zwist um gemeinsam erworbene Vermögenswerte.

Der familienrechtliche Kinderschutz

Konzeptbild Familie mit Holzfiguren Dem Schutz der Kinder kommt im Familienrecht ein besonderer Stellenwert zu. So ist hier nicht nur das Besuchsrecht für eheliche oder uneheliche Kinder geregelt, sondern auch die Adoption sowie die Vormundschaft von Minderjährigen und auch das Namensrecht. Den Geburtsnamen bei Neugeborenen darf nur das sorgeberechtigte Elternteil festlegen. Auch im Rahmen der Kommunikation und Interaktion mit dem Jugendamt oder der freien Träger der Jugendhilfe kann anwaltliche Beratung und Vertretung von Vorteil sein. So kann u.a. die Rechtslage geklärt werden, wenn man glaubt, bei der Intervention oder Einflussnahme durch das Jugendamt wurden möglicherweise rechtliche Grenzen überschritten. Umgekehrt können diese Institutionen jedoch beispielsweise in allgemeinen Fragen des Kindschaftsrechts , der Vielzahl der Unterhaltsformen, der Durchsetzung von einem Vaterschaftstest zur eindeutigen Klärung der Vaterschaft, oder der Bekämpfung von Zwangsheirat unterstützend zur Seite stehen. Nähere Informationen zur allen diesen Familiensachen sowie auch über weitere das Familienrecht betreffende Gesetze, wie z.B. das Lebenspartnerschaftsgesetz, Familienverfahrensgesetz (oder genauer: Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, kurz FamFG), oder auch die gesetzliche Pflegschaft, erhalten Sie am besten im Rahmen eines fachlichen Beratungsgesprächs mit einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl!

Adoption, Vormundschaft, Pflegschaft und Betreuung

Eltern haben in aller Regel das Sorgerecht für ihre Kinder und vertreten sie in rechtlichen und persönlichen Dingen. Die Voraussetzungen für eine Vormundschaft sind die Minderjährigkeit des Mündels und fehlende elterliche Sorge oder die fehlende Berechtigung der Eltern diese Sorge auszuüben. Sind also die Eltern eines minderjährigen Kindes entweder verstorben oder wurde ihnen das Sorgerecht entzogen, so tritt an ihre Stelle ein Vormund. Die Rechte und Pflichten eines Vormundes entsprechen dann denen der Eltern. Er ist dabei den Interessen des Kindes verpflichtet, muss seine körperliche Unversehrtheit, seine Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung berücksichtigen, sowie die Schulausbildung und auch das Vermögen des Kindes, seinem Mündel, verwalten. Ein Vormund wird im Falle des Sorgerechtsentzuges vom Familiengericht bestellt. Die Benennung eines Vormundes durch die Eltern in ihrem Testament wird grundsätzlich vom Gericht berücksichtigt. Ein Familienrechtsanwalt kann durch seine Fachkompetenz die Einhaltung aller rechtlich notwendigen Formerfordernisse gewährleisten. Es empfiehlt sich deshalb den Rat und die Hilfe eines Anwaltes für Familienrecht einzuholen. Während die Vormundschaft lediglich eine vorübergehende Maßnahme ist und nur eine gewisse Zeitspanne von einigen Monaten oder auch Jahren überbrücken soll, so ist die Adoption eine dauerhafte und lebenslange Verpflichtung. Auch die elterlichen Rechte gehen bei einer Adoption auf die Adoptionseltern über. Das adoptierte Kind ist auch gesetzlicher Erbe seiner Adoptiveltern. Dies ist bei einer Vormundschaft nicht der Fall. Der Vormund muss sein Mündel im Testament erwähnen, wenn er ihm etwas vererben möchte. Eine Pflegschaft ist eine Art Vormundschaft begrenzt auf Teilbereiche des Sorgerechts. So gibt es eine Ergänzungspflegschaft, Abwesenheitspflegschaft, Leibesfruchtpflegschaft, Pflegschaft für unbekannte Beteiligte, Pflegschaft für Sammelvermögen oder die Nachlasspflegschaft. Alle Pflegschaften werden durch das BGB geregelt. Die Betreuung ersetzt eine Vormundschaft bei Volljährigkeit einer zu betreuenden Person. Braucht ein Erwachsener wegen psychischer Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung Unterstützung, weil er selbst nicht in der Lage ist seine rechtlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise zu regeln, so bestellt das Betreuungsgericht einen Betreuer. Um die Selbständigkeit der betroffenen Person so weit wie möglich zu erhalten, wird der Betreuer nur für die Bereiche bestellt, in denen eine Betreuung erforderlich ist. Existiert bereits eine erstellte Betreuungsverfügung oder eine Vorsorgevollmacht wenn der Betreuungsfall eintritt, so entspricht das Betreuungsgericht i.d.R. diesem Vorschlag. Ein Rechtsanwalt für Familienrecht hilft und berät seine Mandanten auch bei der rechtssicheren Erstellung einer Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht.

Einen Anwalt für Familienrecht zur Unterstützung?

In einer Kanzlei für Familienrecht finden Sie einen Anwalt, der Sie mit Ihrem Anliegen optimal unterstützen kann. Bereits in einem Erstgespräch können wichtige Dinge geklärt werden, egal ob es sich um Scheidungsangelegenheiten, einen Ehevertrag oder Vor- und Nachteile eines Ehegattentestaments handelt. Fragen zum Trennungsjahr oder Zugewinn in einer Erstberatung können Sie bereits viel Klarheit gewinnen. Ein Anwalt / eine Anwältin für Familienrecht unterstützt auch bei Rechtsstreitigkeiten oder dem Erstellen eines Scheidungsantrages. Nehmen Sie eine Rechtsberatung in Anspruch und lassen Sie sich helfen bei der Durchsetzung von Unterhaltszahlungen, der Errechnung des Zugewinns oder anderen Vermögensauseinandersetzungen das Familienrecht betreffend.

Wieviel kostet der Anwalt für Familienrecht?

Die Anwaltskosten sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, kurz RVG, geregelt. Klären Sie in einem Erstgespräch mit dem Familienanwalt auch die Sie zu erwartenden Kosten einer Scheidung. Die Kosten hängen auch vom sog. Verfahrenswert bzw. Streitwert ab. Möglich sind auch individuell vereinbarte Vergütungsvereinbarungen mit dem Rechtsanwalt, die Höhe des Honorars darf jedoch nicht beliebig hoch angesetzt werden, ein angemessenes Verhältnis zur Leistung, Verantwortung und Haftung ist einzuhalten.