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Anwalt für Arbeitsrecht setzt Ihre Rechte durch!

Letzte Aktualisierung am 06.09.2022 / Lesedauer ca. 7 Minuten
Anwalt Arbeitsrecht

Was macht ein Anwalt für Arbeitsrecht?

Ein Arbeitsverhältnis birgt viel Konfliktpotenzial. Schlechte Arbeitsbedingungen, der Anspruch auf Mindestlohn, Differenzen hinsichtlich des Urlaubsanspruchs, Überstunden oder die Durchsetzung von Mutterschutz, Elternzeit bzw. Elternteilzeit sowie Altersteilzeit führen häufig zu Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter. Abmahnung und Kündigung sind die Folge. Auch die Einhaltung von Kündigungsfristen und der rechtliche Anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis sind manchmal nur mit Hilfe eines Anwalts durchzusetzen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann in diesen Fällen zwischen den Parteien vermitteln, die Sachlage klären und eine einvernehmliche Lösung herbeiführen. Damit sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer eine optimale Vertretung ihrer Interessen erhalten, finden Sie auf unserer Seite neben nützlichen Informationen rund um das Arbeitsrecht eine große Auswahl an spezialisierten Rechtsanwälten und Fachanwälten.

Digitalisierung im Arbeitsrecht in 2022

Das Jahr 2022 bringt einige elektronische Erleichterungen im Arbeitsrecht. Die Digitalisierung ermöglicht es Arbeitnehmern, die zu ihrer Identifikation einen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion haben, sich nun rechtssicher auch von zuhause aus arbeitslos zu melden. Neben dieser Neuregelung, die bereits seit dem 01. Januar 2022 gilt, bleibt die Möglichkeit der persönlichen Vorsprache bei der zuständigen Agentur für Arbeit gleichwohl auch weiterhin möglich. Krankmeldungen, die den Krankenkassen bereits seit dem 01. Oktober von den Ärzten digital übermittelt werden müssen, sollen ab dem 01. Juli 2022 dann von den Krankenkassen dem Arbeitgeber, ebenfalls digital, zur Verfügung gestellt werden können. Dies entledigt den Arbeitnehmer als Versicherungsnehmer jedoch nicht von seiner Pflicht dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu übergeben!

Der gesetzliche Mindestlohn steigt in 2022

Ebenfalls wurde mit dem 01. Januar 2022 eine weitere Anhebung für den Mindestlohn laut Mindestlohngesetzes (MiLoG) vorgenommen. Ein Minijobber bekommt nun für jede tatsächlich geleistete Arbeitsstunde mindestens 9,82 Euro. Zum 01. Juli 2022 wird der Stundenlohn dann ein weiteres Mal angehoben auf 10,45 Euro. Für bestimmte Berufsgruppen, wie Gebäudereiniger, Elektriker, Gerüstbauer, Maler und Lackierer auch für Schornsteinfeger fällt die Erhöhung sogar noch stärker aus. Weitere Erhöhungen sind geplant, die Ampelkoalition beschloss eine gesetzliche Lohnuntergrenze von 12 Euro sowie ab Oktober 2022 eine Minijobgrenze von 520 Euro anstelle der aktuell geltenden Grenze von 450 Euro. Seit Januar 2022 müssen Arbeitgeber bei der Beschäftigung von gewerblichen Minijobbern darauf achten, dass per elektronischem Meldeverfahren nun auch die Steuer-Identifikationssnummer der angestellten Minijobber an die Minijob-Zentrale zu übermitteln ist. Neu ist auch die Pflicht des Arbeitgebers bei der Meldung zur Sozialversicherung von kurzfristig Beschäftigten, dass nun auch Angaben zum Krankenversicherungsschutz des Arbeitnehmers zu machen sind.

Mindestausbildungsvergütung für Azubis steigt in 2022

Denn auch die Mindestausbildungsvergütung wurde seit dem 01. Januar 2022 angehoben. Für Ausbildungsverträge mit Ausbildungsbeginn ab 01. Januar 2022 gilt nun eine gesetzliche Mindestvergütung von 585 Euro für das erste Ausbildungsjahr. Auch für die weiteren Ausbildungsjahre erhöhen sich im zweiten Jahr um 18 Prozent, im dritten Jahr um 35 Prozent und im vierten Ausbildungsjahr um 40 Prozent ausgehend vom Ausbildungsgehalt des ersten Lehrjahres.

Einstellung von Menschen mit Behinderung wird erleichtert in 2022

Um Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen gibt es das sog. Bundesteilhabegesetz (BTHG). Seit 2017 und noch bis 2023 sollen die beschlossenen Änderungen umgesetzt werden, denn es ist für Menschen mit Behinderung noch immer nicht einfach eine Anstellung zu finden. Zu umständlich und kompliziert war es für Arbeitgeber z.B. etwa durch das Ausfüllen vieler Formulare. Diese Bürokratie soll nun durch das Teilhabestärkungsgesetz deutlich vereinfacht werden. So sollen u.a. ab Januar 2022 bundesweit Ansprechstellen für Arbeitgeber eingerichtet werden, die beraten und unterstützen z.B. durch das Beantragen und Ausfüllen von Anträgen für Hilfen und damit Arbeitgebern eine echte Entlastung sein können.

Die Verteidigung der Arbeitnehmerrechte

Ein bedeutender Teil des Arbeitsrechts befasst sich mit dem Arbeitnehmerschutz. Einige ausgewählte Kanzleien fokussieren sich in ihrer Tätigkeit ausschließlich auf diesen Bereich. Z.B. gibt es im Bereich von Schicht- oder Zeitarbeit durchaus Anordnungen die nicht immer akzeptiert und zumindest durch entsprechende Zulagen bzw. Zuschläge kompensiert werden müssen. Dies ist insbesondere wichtig wenn man keinen Tarifvertrag abgeschlossen hat und es im Betrieb keinen Betriebsrat gibt an den man sich wenden könnte.

Richtig reagieren bei einer Abmahnung

Ebenso empfiehlt es sich als Arbeitnehmer erhaltene Abmahnungen anwaltlich überprüfen zu lassen. Oft sind sie aufgrund bloßer Formfehler unwirksam. Gerade ungerechtfertigten Abmahnungen mangelt es meist an einer genauen und eindeutigen Beschreibung der Pflichtverletzung. Auch der Zeitpunkt des Fehlverhaltens muss angegeben sein. Außerdem müssen drohende Konsequenzen, wie eine weitere Abmahnung oder die Kündigung, dargelegt werden, würde das Fehlverhalten erneut festgestellt. Erfüllt die Abmahnung hier ihre Rügefunktion nicht, so ist das Bestimmtheitsgebot nicht erfüllt und die Abmahnung damit nicht gültig. In diesen Fällen sollte man als Arbeitnehmer sogar eine Gegendarstellung fordern und in seiner Personalakte vermerken lassen. Wurde eine Abmahnung erfolgreich abgewiesen, kann sie später nicht als Begründung einer verhaltensbedingten Kündigung angeführt werden.

Mutterschutz – Schutz werdender Mütter

Der Mutterschutz ist geregelt im Mutterschutzgesetz, kurz MuSchG. Absicht des Mutterschutzes ist nicht nur die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen. Eine werdende Mutter soll auch nicht um ihren Arbeitsplatz oder ihr Einkommen bangen müssen. Deshalb gehört zum Mutterschutz nicht nur die Mutterschutzfrist einige Wochen vor und nach der Geburt, sondern zusätzlich ein Kündigungsverbot bei gleichzeitig gesichertem Mutterschaftsgeld. Einzig ein befristet geschlossenes Arbeitsverhältnis endet auch während einer Schwangerschaft wie vertraglich vereinbart. Hält sich ein Arbeitgeber nicht an die Mutterschutzfrist oder ein erteiltes Beschäftigungsverbot der werdenden Mutter, so begeht er damit mindestens eine Ordnungswidrigkeit. Denn stellt der Arzt die Notwendigkeit eines Beschäftigungsverbotes für die Schwangere fest, so hat der Arbeitgeber danach zu handeln. Es gibt keine Pflicht seinen Arbeitgeber von der Schwangerschaft zu unterrichten. Aber je früher der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfährt umso früher kann und muss er auf die Schwangere und ihr Kind Rücksicht nehmen. So darf er eine werdende Mutter nur an Arbeitsplätzen einsetzen die gesundheitlich unbedenklich sind. Schwangere haben auch ein Recht während der Arbeit Vorsorgetermine wahrzunehmen, wenn diese nur während der Arbeitszeit möglich sind. Es ist anzuraten sich anwaltliche Unterstützung zu holen, wenn der Arbeitnehmer diese gesetzlichen Regelungen nicht beachtet und damit das Wohl von Mutter und Kind gefährdet.

Mutterschutzfristen

Neben dem Mutterschutz gibt es die Mutterschutzfrist. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von insgesamt 14 Wochen. Sie beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Eine frühere Geburt bedeutet jedoch nicht eine verkürzte Mutterschutzfrist. Die Tage, die durch eine frühere Geburt wegfallen werden hinten angehängt. Bei einer medizinischen Frühgeburt verlängert sich der Mutterschutz auf insgesamt 18 Wochen. Gleiches gilt für Mehrlingsgeburten und bei Geburten von Kindern mit Behinderung. In diesen Fällen muss die verlängerte Schutzfrist jedoch bei der Krankenkasse beantragt werden. Während dieser Zeit besteht generelles Beschäftigungsverbot.

Geteilte Elternzeit immer beliebter

Alle abhängig beschäftigten Elternteile, die in einem Haushalt mit ihrem Kind leben und dieses selbst betreuen, haben laut § 15 Abs. 1 BEEG (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit. Dies gilt auch für Kinder, die in Vollzeitpflege aufgenommen wurden und selbst betreut werden. Während dieser Zeit besteht besonderer Kündigungsschutz für den Arbeitnehmer. Die beiden Elternteile können sich die Elternzeit auch teilen. Jeder Elternteil darf dann max. 30 Stunden pro Woche in Teilzeit erwerbstätig sein. Für jedes Kind kann man bis zu drei Jahre Elternzeit, bzw. Elternteilzeit in Anspruch nehmen. Sie sind in aller Regel während der ersten drei Lebensjahre des Kindes zu nehmen. Jedoch kann ein sogenannter flexibler Teil davon, höchsten 24 Monate, aufgespart werden und dann erst während des dritten bis vollendeten achten Lebensjahres des Kindes genommen werden.

Prozess vor dem Arbeitsgericht

Wird einem Arbeitnehmer die Kündigung seines Arbeitsvertrags ausgesprochen, hat dieser lt. Kündigungsschutzgesetz (KSchG) drei Wochen Zeit um eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen. Das vorrangige Ziel ist dabei nicht immer der Erhalt des Arbeitsplatzes. Oft erstreben Arbeitnehmer auf diesem Wege auch die Zahlung einer Abfindung oder ein besseres Arbeitszeugnis. Möchte man eine Gerichtsverhandlung vermeiden, bietet sich unter Umständen ein Aufhebungsvertrag an. Damit kann ein Arbeitsverhältnis nach individueller Vereinbarung auch außerhalb der gesetzlichen Fristen und ohne wichtigen Grund beendet werden. In diesem Fall sollte man sich jedoch vorab von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht zu den Rahmenbedingungen und Risiken beraten lassen.

Abfindungsrechner als Orientierungshilfe

Unser Abfindungsrechner ermittelt für Sie eine ungefähre Abfindung, die Sie in Anspruch nehmen könnten. Die tatsächliche Höhe einer Abfindung hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. Suchen Sie daher nach einer Kündigung schnellstmöglich das Beratungsgespräch in einer Fachkanzlei mit einer spezialisierten Anwältin oder einem spezialisierten Anwalt. Dennoch liefert der Abfindungsrechner ein gutes Orientierungswerkzeug.
Jahre Betriebszugehörigkeit
Bruttogehalt
Die Abfindung beträgt nach der Faustformel --,-- €
Faustformel: ½ x Betriebszugehörigkeit in Jahren x Bruttogehalt
Die Berechnung erfolgt ohne Gewähr. Sollten Sie sich unsicher sein kontaktieren Sie bitte eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Ob man eine Abfindung bekommt und wie hoch sie ausfällt, ist in der Regel von mehreren Faktoren abhängig. Ein Abfindungsrechner liefert hier einen ersten Anhaltspunkt. Zum einen kommt es darauf an, ob der Arbeitnehmer selbst gekündigt hat oder ob er gekündigt wurde. Zum anderen spielen die Dauer und Art des Arbeitsverhältnisses sowie der Grund für die Kündigung eine Rolle.

Anwalt für Arbeitsrecht in beratender Funktion

Da das Arbeitsrecht so viele Bereiche umfasst wird es oft als unübersichtlich wahrgenommen. Aus diesem Grund bieten viele Anwälte für Arbeitsrecht Schulungen für Führungskräfte und leitende Angestellte an. Neben grundsätzlichen Rechtsfragen, Neuerungen und Fortbildungen wird in den Seminaren auch der richtige Umgang mit Vorfällen wie Mobbing oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz geschult. Dies kommt insbesondere Arbeitgebern zugute, da auf diese Weise viele Konflikte und Rechtsstreitigkeiten bereits im Vorfeld vermieden werden können. Aber auch als Arbeitnehmer kann und sollte man sich die Expertise von spezialisierten Rechtsanwälten zunutze machen, gerade wenn man Benachteiligung oder Diskriminierung am Arbeitsplatz erleben muss.

Anwaltliche Vertretung in interdisziplinären Fragen

In arbeitsrechtlichen Fragestellungen gibt es häufig Berührungspunkte mit anderen Rechtsgebieten, wie beispielsweise dem Sozialversicherungsrecht. Viele Juristen für Arbeitsrecht legen daher großen Wert auf Fortbildung in den interdisziplinären Problemfeldern. So vertreten sie beispielsweise Arbeitnehmer gegenüber der Berufsgenossenschaft, um Ansprüche ihrer Mandanten nach einem Arbeitsunfall und eventuell auch nach dadurch eingetretener Arbeitsunfähigkeit durchzusetzen. Oder der Nachweis einer Scheinselbständigkeit kann zu nachträglichen Forderungen der Rentenversicherung führen. Um dies bereits im Vorfeld zu vermeiden, empfiehlt sich auch hier eine rechtzeitige, umfassende Rechtsberatung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht.