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Anwalt für Arbeitsrecht setzt Ihre Rechte durch!

Letzte Aktualisierung am 08.01.2021 / Lesedauer ca. 5 Minuten
Anwalt Arbeitsrecht

Was macht ein Anwalt für Arbeitsrecht?

Ein Arbeitsverhältnis birgt viel Konfliktpotenzial. Schlechte Arbeitsbedingungen, der Anspruch auf Mindestlohn, Differenzen hinsichtlich des Urlaubsanspruchs, Überstunden oder die Durchsetzung von Mutterschutz, Elternzeit bzw. Elternteilzeit sowie Altersteilzeit führen häufig zu Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter. Abmahnung und Kündigung sind die Folge. Auch die Einhaltung von Kündigungsfristen und der rechtliche Anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis sind manchmal nur mit Hilfe eines Anwalts durchzusetzen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann in diesen Fällen zwischen den Parteien vermitteln, die Sachlage klären und eine einvernehmliche Lösung herbeiführen. Damit sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer eine optimale Vertretung ihrer Interessen erhalten, finden Sie auf unserer Seite neben nützlichen Informationen rund um das Arbeitsrecht eine große Auswahl an spezialisierten Rechtsanwälten und Fachanwälten.

Die Verteidigung der Arbeitnehmerrechte

Ein bedeutender Teil des Arbeitsrechts befasst sich mit dem Arbeitnehmerschutz. Einige ausgewählte Kanzleien fokussieren sich in ihrer Tätigkeit ausschließlich auf diesen Bereich. Z.B. gibt es im Bereich von Schicht- oder Zeitarbeit durchaus Anordnungen die nicht immer akzeptiert und zumindest durch entsprechende Zulagen bzw. Zuschläge kompensiert werden müssen. Dies ist insbesondere wichtig wenn man keinen Tarifvertrag abgeschlossen hat und es im Betrieb keinen Betriebsrat gibt an den man sich wenden könnte.

Neues zum Mindestlohn

Auch die Umgehung des Mindestlohns ist nach wie vor Ursache vieler Rechtsstreitigkeiten. Seit der Einführung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) im Januar 2015 wurden einige Anpassungen vorgenommen und auch im Januar 2021 ist eine weitere Anhebung des Mindestlohnes auf zunächst 9,50 Euro brutto je Stunde vorgenommen worden, eine weitere Steigerung auf 9, 60 Euro ist bereits für den 01. Juli 2021 geplant. Weitere Schritte sind lt. Beschluss der Mindestlohnkommission für Januar und Juli 2022 geplant. Dann soll der Bruttolohn je Zeitstunde bei 10,45 Euro liegen. Um seine Rechte durchzusetzen braucht es nicht selten anwaltliche Unterstützung.

Richtig reagieren bei einer Abmahnung

Ebenso empfiehlt es sich als Arbeitnehmer erhaltene Abmahnungen anwaltlich überprüfen zu lassen. Oft sind sie aufgrund bloßer Formfehler unwirksam. Gerade ungerechtfertigten Abmahnungen mangelt es meist an einer genauen und eindeutigen Beschreibung der Pflichtverletzung. Auch der Zeitpunkt des Fehlverhaltens muss angegeben sein. Außerdem müssen drohende Konsequenzen, wie eine weitere Abmahnung oder die Kündigung, dargelegt werden, würde das Fehlverhalten erneut festgestellt. Erfüllt die Abmahnung hier ihre Rügefunktion nicht, so ist das Bestimmtheitsgebot nicht erfüllt und die Abmahnung damit nicht gültig. In diesen Fällen sollte man als Arbeitnehmer sogar eine Gegendarstellung fordern und in seiner Personalakte vermerken lassen. Wurde eine Abmahnung erfolgreich abgewiesen, kann sie später nicht als Begründung einer verhaltensbedingten Kündigung angeführt werden.

Mutterschutz – Schutz werdender Mütter

Der Mutterschutz ist geregelt im Mutterschutzgesetz, kurz MuSchG. Absicht des Mutterschutzes ist nicht nur die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen. Eine werdende Mutter soll auch nicht um ihren Arbeitsplatz oder ihr Einkommen bangen müssen. Deshalb gehört zum Mutterschutz nicht nur die Mutterschutzfrist einige Wochen vor und nach der Geburt, sondern zusätzlich ein Kündigungsverbot bei gleichzeitig gesichertem Mutterschaftsgeld. Einzig ein befristet geschlossenes Arbeitsverhältnis endet auch während einer Schwangerschaft wie vertraglich vereinbart. Hält sich ein Arbeitgeber nicht an die Mutterschutzfrist oder ein erteiltes Beschäftigungsverbot der werdenden Mutter, so begeht er damit mindestens eine Ordnungswidrigkeit. Denn stellt der Arzt die Notwendigkeit eines Beschäftigungsverbotes für die Schwangere fest, so hat der Arbeitgeber danach zu handeln. Es gibt keine Pflicht seinen Arbeitgeber von der Schwangerschaft zu unterrichten. Aber je früher der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfährt umso früher kann und muss er auf die Schwangere und ihr Kind Rücksicht nehmen. So darf er eine werdende Mutter nur an Arbeitsplätzen einsetzen die gesundheitlich unbedenklich sind. Schwangere haben auch ein Recht während der Arbeit Vorsorgetermine wahrzunehmen, wenn diese nur während der Arbeitszeit möglich sind. Es ist anzuraten sich anwaltliche Unterstützung zu holen, wenn der Arbeitnehmer diese gesetzlichen Regelungen nicht beachtet und damit das Wohl von Mutter und Kind gefährdet.

Mutterschutzfristen

Neben dem Mutterschutz gibt es die Mutterschutzfrist. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von insgesamt 14 Wochen. Sie beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Eine frühere Geburt bedeutet jedoch nicht eine verkürzte Mutterschutzfrist. Die Tage, die durch eine frühere Geburt wegfallen werden hinten angehängt. Bei einer medizinischen Frühgeburt verlängert sich der Mutterschutz auf insgesamt 18 Wochen. Gleiches gilt für Mehrlingsgeburten und bei Geburten von Kindern mit Behinderung. In diesen Fällen muss die verlängerte Schutzfrist jedoch bei der Krankenkasse beantragt werden. Während dieser Zeit besteht generelles Beschäftigungsverbot.

Geteilte Elternzeit immer beliebter

Alle abhängig beschäftigten Elternteile, die in einem Haushalt mit ihrem Kind leben und dieses selbst betreuen, haben laut § 15 Abs. 1 BEEG (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit. Dies gilt auch für Kinder, die in Vollzeitpflege aufgenommen wurden und selbst betreut werden. Während dieser Zeit besteht besonderer Kündigungsschutz für den Arbeitnehmer. Die beiden Elternteile können sich die Elternzeit auch teilen. Jeder Elternteil darf dann max. 30 Stunden pro Woche in Teilzeit erwerbstätig sein. Für jedes Kind kann man bis zu drei Jahre Elternzeit, bzw. Elternteilzeit in Anspruch nehmen. Sie sind in aller Regel während der ersten drei Lebensjahre des Kindes zu nehmen. Jedoch kann ein sogenannter flexibler Teil davon, höchsten 24 Monate, aufgespart werden und dann erst während des dritten bis vollendeten achten Lebensjahres des Kindes genommen werden.

Prozess vor dem Arbeitsgericht

Wird einem Arbeitnehmer die Kündigung seines Arbeitsvertrags ausgesprochen, hat dieser lt. Kündigungsschutzgesetz (KSchG) drei Wochen Zeit um eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen. Das vorrangige Ziel ist dabei nicht immer der Erhalt des Arbeitsplatzes. Oft erstreben Arbeitnehmer auf diesem Wege auch die Zahlung einer Abfindung oder ein besseres Arbeitszeugnis. Möchte man eine Gerichtsverhandlung vermeiden, bietet sich unter Umständen ein Aufhebungsvertrag an. Damit kann ein Arbeitsverhältnis nach individueller Vereinbarung auch außerhalb der gesetzlichen Fristen und ohne wichtigen Grund beendet werden. In diesem Fall sollte man sich jedoch vorab von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht zu den Rahmenbedingungen und Risiken beraten lassen.

Anwalt für Arbeitsrecht in beratender Funktion

Da das Arbeitsrecht so viele Bereiche umfasst wird es oft als unübersichtlich wahrgenommen. Aus diesem Grund bieten viele Anwälte für Arbeitsrecht Schulungen für Führungskräfte und leitende Angestellte an. Neben grundsätzlichen Rechtsfragen, Neuerungen und Fortbildungen wird in den Seminaren auch der richtige Umgang mit Vorfällen wie Mobbing oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz geschult. Dies kommt insbesondere Arbeitgebern zugute, da auf diese Weise viele Konflikte und Rechtsstreitigkeiten bereits im Vorfeld vermieden werden können. Aber auch als Arbeitnehmer kann und sollte man sich die Expertise von spezialisierten Rechtsanwälten zunutze machen, gerade wenn man Benachteiligung oder Diskriminierung am Arbeitsplatz erleben muss.

Anwaltliche Vertretung in interdisziplinären Fragen

In arbeitsrechtlichen Fragestellungen gibt es häufig Berührungspunkte mit anderen Rechtsgebieten, wie beispielsweise dem Sozialversicherungsrecht. Viele Juristen für Arbeitsrecht legen daher großen Wert auf Fortbildung in den interdisziplinären Problemfeldern. So vertreten sie beispielsweise Arbeitnehmer gegenüber der Berufsgenossenschaft, um Ansprüche ihrer Mandanten nach einem Arbeitsunfall und eventuell auch nach dadurch eingetretener Arbeitsunfähigkeit durchzusetzen. Oder der Nachweis einer Scheinselbständigkeit kann zu nachträglichen Forderungen der Rentenversicherung führen. Um dies bereits im Vorfeld zu vermeiden, empfiehlt sich auch hier eine rechtzeitige, umfassende Rechtsberatung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht.