Anwalt für Arbeitsunfähigkeit: Ihre Rechte bei Krankheit im Arbeitsverhältnis
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Knab Azzola & Partner
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- Was bedeutet Arbeitsunfähigkeit rechtlich?
- Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- Krankengeld und die Rolle der Krankenkasse
- Krankheitsbedingte Kündigung und Ihre Rechte
- Streit um die Krankschreibung
- Wann sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen?
Wer über einen längeren Zeitraum erkrankt, sieht sich oft nicht nur mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert, sondern auch mit rechtlichen Fragen rund um den Arbeitsplatz. Ein Anwalt für Arbeitsunfähigkeit unterstützt Sie genau dann, wenn Konflikte mit dem Arbeitgeber oder der Krankenkasse entstehen, etwa weil die Krankschreibung angezweifelt wird, die Lohnfortzahlung ausbleibt oder eine Kündigung im Raum steht.
Was bedeutet Arbeitsunfähigkeit rechtlich?
Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund einer Krankheit Ihre arbeitsvertraglich geschuldete Tätigkeit nicht oder nur unter der Gefahr einer Verschlimmerung Ihres Zustands ausüben können. Maßgeblich ist dabei nicht jede beliebige Arbeit, sondern konkret die Tätigkeit, für die Sie eingestellt wurden. Die Feststellung erfolgt in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung, die umgangssprachlich als Krankschreibung bezeichnet wird. Kommt es zu Streit darüber, ob tatsächlich eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt, kann ein Anwalt für Arbeitsunfähigkeit Ihre Position rechtlich einordnen und Ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber vertreten.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Sind Sie arbeitsunfähig erkrankt, haben Sie als Arbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Dieser Anspruch besteht in der Regel für die Dauer von bis zu sechs Wochen, sofern das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen ununterbrochen besteht und Sie die Erkrankung nicht selbst verschuldet haben. Probleme entstehen häufig, wenn der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung verweigert, weil er Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit hat oder ein vermeintliches Selbstverschulden annimmt. In solchen Fällen prüft ein Anwalt für Arbeitsunfähigkeit, ob die Verweigerung rechtmäßig ist, und hilft Ihnen, ausstehende Zahlungen durchzusetzen.
Krankengeld und die Rolle der Krankenkasse
Dauert die Erkrankung länger als sechs Wochen an, endet meist die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers, und die gesetzliche Krankenkasse zahlt unter bestimmten Voraussetzungen Krankengeld. Hier kommt es immer wieder zu Konflikten, etwa wenn die Krankenkasse den Medizinischen Dienst einschaltet und dieser zu dem Ergebnis kommt, dass keine Arbeitsunfähigkeit mehr besteht. Wird das Krankengeld gestrichen oder gar nicht erst bewilligt, kann ein Anwalt für Arbeitsunfähigkeit gegen die Entscheidung der Krankenkasse vorgehen, Widerspruch einlegen und Ihre Ansprüche gegebenenfalls vor dem Sozialgericht durchsetzen.
Krankheitsbedingte Kündigung und Ihre Rechte
Eine Erkrankung schützt nicht automatisch vor einer Kündigung. Der Arbeitgeber darf unter bestimmten Voraussetzungen auch eine sogenannte krankheitsbedingte Kündigung aussprechen, etwa bei häufigen Kurzerkrankungen oder einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit mit negativer Gesundheitsprognose. Allerdings sind die rechtlichen Hürden hoch, und der Arbeitgeber muss eine umfassende Interessenabwägung vornehmen sowie häufig ein betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten. Wenn Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie unbedingt zeitnah einen Anwalt für Arbeitsrecht kontaktieren, denn eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung eingereicht werden.
Streit um die Krankschreibung
Nicht selten zweifelt der Arbeitgeber an der Echtheit oder Berechtigung einer Krankmeldung an und reagiert mit dem Vorwurf, die Krankschreibung sei vorgetäuscht. Solche Anschuldigungen können schwerwiegende Folgen für Ihr Arbeitsverhältnis haben und sogar zu einer fristlosen Kündigung führen. Ein ärztliches Attest besitzt jedoch einen hohen Beweiswert, der nicht leichtfertig erschüttert werden kann. Ein erfahrener Anwalt für Arbeitsunfähigkeit prüft, ob die Vorwürfe des Arbeitgebers haltbar sind, wehrt unberechtigte arbeitsrechtliche Maßnahmen ab.
Wann sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen?
Spätestens wenn der Arbeitgeber Ihre Arbeitsunfähigkeit anzweifelt, die Lohnfortzahlung verweigert, eine Abmahnung ausspricht oder eine Kündigung in Aussicht stellt, ist anwaltliche Beratung dringend zu empfehlen. Auch bei Problemen mit dem Krankengeld oder ablehnenden Bescheiden der Krankenkasse lohnt sich der Gang zu einem auf das Arbeitsrecht und Sozialrecht spezialisierten Anwalt. Ein Anwalt für Arbeitsunfähigkeit kennt die einschlägigen Fristen, kann Ihre Erfolgsaussichten realistisch einschätzen und vertritt Sie sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht.

