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anwaltssuche ein Abmahnungsschreiben mit Kugelschreiber
ein Abmahnungsschreiben mit Kugelschreiber ©mko - topopt

Abmahnung – Die gelbe Karte im Arbeitsverhältnis!

Letzte Aktualisierung am 12.08.2020 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Abmahnung – Das sollten Arbeitnehmer wissen!

Mit einer Abmahnung im Arbeitsverhältnis ist nicht zu spaßen. Oft bereitet der Arbeitgeber damit eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses vor. Arbeitnehmer sollten sich beim Erhalt einer Abmahnung gründlich überlegen, wie sie gegen eine ungerechtfertigte Abmahnung vorgehen können.

Verlangt der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer den Erhalt der Abmahnung schriftlich zu bestätigen, gilt es genau zu prüfen, ob mit der Unterschrift gleichzeitig auch der Abmahnungsgrund zugestanden wird.

Inhaltlich muss eine Abmahnung die Pflichtverletzung des Arbeitnehmers genau und eindeutig beschreiben, ansonsten verstößt sie gegen das Bestimmtheitsgebot. Der Arbeitgeber muss klar erkennen lassen, dass er das Fehlverhalten des Arbeitnehmers in Zukunft nicht mehr duldet und er ihm letztmalig die Chance gibt, seine Pflichten aus dem Arbeitsvertrag zu erfüllen, ansonsten droht eine Kündigung. Kann der Arbeitnehmer anhand von Beweisen oder Zeugenaussagen den Abmahngrund widerlegen, so muss er diese sicherstellen und vorweisen können. Eine schriftliche, sachliche Gegendarstellung empfiehlt sich dann in jedem Fall und muss mit in die Personalakte genommen werden. Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat so kann ein abgemahnter Arbeitnehmer von diesem wertvolle Unterstützung erfahren.

Letztendlich hat der Arbeitnehmer auch die Möglichkeit gegen eine Abmahnung gerichtlich vorzugehen. Die Beweislast liegt beim Arbeitgeber.  Kann er das abgemahnte Verhalten also nicht beweisen, so stellt sich die Abmahnung als sachlich unbegründet heraus. In direkter Folge hat der Arbeitnehmer nun ein Recht auf Widerruf und Entfernung der Abmahnung aus seiner Personalakte.

Abmahnung – Das sollten Arbeitgeber wissen!

Möchte ein Arbeitgeber das Verhalten eines Angestellten abmahnen, muss er einiges beachten.

Eine Abmahnung muss verhältnismäßig sein. Sie darf nicht bei jedem geringfügigen Anlass ausgesprochen werden. Für unbedeutendes Fehlverhalten des Arbeitgebers kann auch zunächst eine Rüge erteilt werden. Bei einer Abmahnung muss das abgemahnte Verhalten so genau wie möglich beschrieben werden. Am besten mit Uhrzeit, Datum und unter Benennung von Zeugen. Der Arbeitnehmer muss eindeutig und klar erkennen können, aufgrund welchen Verhaltens ihm eine Abmahnung erteilt wurde. Pauschalierungen sind hier fehl am Platz. Sie führen dazu, dass die Abmahnung dem Bestimmtheitsgebot nicht entspricht. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer im Rahmen der Abmahnung auffordern, sich in der Zukunft an seine arbeitsvertraglichen Pflichten zu halten. Die Abmahnung muss auch erkennen lassen, dass das Fehlverhalten des Arbeitnehmers zum letzten Mal geduldet wurde und eine Wiederholung eine Kündigung zur Folge haben kann. Sowohl der Angestellte als auch der abmahnende Vorgesetzte sind namentlich zu erwähnen.

Vergeht eine zu lange Zeit zwischen der Abmahnung und einer erneuten Pflichtverletzung des Arbeitnehmers, empfiehlt es sich, vor der Kündigung nochmal eine Abmahnung auszusprechen. Die Abmahnung muss nicht schriftlich erfolgen, das ist zu Beweis- und Dokumentationszwecken aber ratsam. Nach einer mündlichen Abmahnung wird empfohlen, das Gespräch anschließend zu dokumentieren und den abgemahnten Angestellten unterschreiben zu lassen. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass schon ein Schreibfehler oder ein Zahlendreher den Sachverhalt verändern kann und die Abmahnung dadurch ungültig wird. Und auch wenn es keine gesetzlichen Fristen gibt innerhalb denen eine Abmahnung zu erfolgen hat, so ist es doch ratsam, diese möglichst zeitnah auszusprechen. Andernfalls könnte der Angestellte denken, dass sein Verhalten toleriert wird.

Die Abmahnung wird in der Personalakte abgelegt. Im besten Fall hält sich der Angestellte nun an die Abmachungen und die Abmahnung verliert damit, nach etwa zwei Jahren, ihre Wirkung. Der Angestellte hat dann Anspruch auf das Entfernen der Abmahnung aus seiner Akte. Dies gilt auch, wenn der Abgemahnte die Abmahnung als unberechtigt beanstandet und sich herausstellt, dass er recht hat. Auch in diesem Fall muss die Abmahnung aus der Personalakte entfernt werden. Wird hingegen der Angestellte des gleichen Verhaltens erneut auffällig, so kann die angedrohte Konsequenz, etwa eine Kündigung, ohne weitere Abmahnung umgesetzt werden.

Schnelle Hilfe vom Anwalt für Arbeitsrecht!

Eine Abmahnung beinhaltet für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer viele rechtlichen Facetten, die es zu beachten gilt. Schnelles Handeln spielt zudem eine große Rolle. Ein Anwalt für Arbeitsrecht ist kompetenter und äußerst erfahrener Experte für alle Fragen oder Rechtsprobleme, die sich bei einer Abmahnung stellen. Zögern Sie nicht und nehmen Sie die Unterstützung eines Anwalts für Arbeitsrecht in Anspruch!

 

 

 



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