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Anwalt für Mutterschutz: Ihre Rechte rund um Schwangerschaft und Beruf

Rechtsanwalt Dr. Ilkka-Peter Ahlborn, LL.M. Bielefeld
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anwaltssuche Schwangere liegt auf einer Couch und hält ihren Bauch
Schwangere liegt auf einer Couch und hält ihren Bauch ©freepik mko
Letzte Aktualisierung am 2026-07-12 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Wer schwanger ist oder gerade ein Kind bekommen hat, soll sich auf die neue Lebensphase konzentrieren können – und nicht auf Streit mit dem Arbeitgeber. Genau hier setzt ein Anwalt für Mutterschutz an. Er unterstützt werdende und frischgebackene Mütter dabei, ihre gesetzlich verankerten Rechte durchzusetzen, sei es beim Kündigungsschutz in der Schwangerschaft, beim Mutterschutzlohn oder bei einem ärztlichen Beschäftigungsverbot. In diesem Rechtstipp erfahren Sie verständlich, wann sich der Gang zu einem Anwalt für Mutterschutz lohnt und welche Ansprüche Ihnen zustehen.

Was regelt das Mutterschutzgesetz?

Das Mutterschutzgesetz schützt schwangere und stillende Frauen am Arbeitsplatz. Es soll sicherstellen, dass weder die Gesundheit der Mutter noch die des Kindes durch die berufliche Tätigkeit gefährdet wird. Geregelt sind unter anderem die Mutterschutzfristen vor und nach der Geburt, der besondere Kündigungsschutz, Vorgaben zu zulässigen Arbeitszeiten sowie der Anspruch auf einen sicheren Arbeitsplatz. 

Kündigungsschutz in der Schwangerschaft

Eine der wichtigsten Schutzregelungen ist der besondere Kündigungsschutz während der Schwangerschaft. Vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Entbindung darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis grundsätzlich nicht kündigen. Eine Kündigung trotz Mutterschutz ist nur in seltenen Ausnahmefällen und mit behördlicher Zustimmung möglich. Wird dennoch gekündigt, ist diese Kündigung in aller Regel unwirksam. Hier zeigt sich der Wert eines Anwalts für Mutterschutz besonders deutlich: Er prüft die Rechtmäßigkeit der Kündigung, wahrt wichtige Fristen und vertritt Sie notfalls vor dem Arbeitsgericht. Wichtig ist, schnell zu handeln, da eine Kündigungsschutzklage in der Regel innerhalb von drei Wochen erhoben werden muss.

Beschäftigungsverbot und seine Folgen

Ein Beschäftigungsverbot kann entweder gesetzlich vorgeschrieben oder ärztlich angeordnet sein. Es greift, wenn die Fortführung der Arbeit eine Gefahr für Mutter oder Kind darstellen würde. Während eines solchen Beschäftigungsverbots haben Sie weiterhin Anspruch auf Ihr Gehalt, den sogenannten Mutterschutzlohn. Probleme entstehen häufig dann, wenn der Arbeitgeber ein ärztlich attestiertes Beschäftigungsverbot anzweifelt oder den Lohn nicht in voller Höhe zahlt. Ein Anwalt für Mutterschutz hilft Ihnen, ein Beschäftigungsverbot durchzusetzen und offene Lohnansprüche geltend zu machen.

Mutterschutzlohn und finanzielle Ansprüche

Finanzielle Sicherheit ist während Schwangerschaft und Mutterschaft besonders wichtig. Neben dem Mutterschutzlohn bei Beschäftigungsverboten besteht während der Mutterschutzfristen ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld sowie einen Arbeitgeberzuschuss. Kommt der Arbeitgeber seinen Zahlungspflichten nicht nach, können diese Ansprüche notfalls gerichtlich eingefordert werden. Ein erfahrener Anwalt für Mutterschutz berechnet die Ihnen zustehenden Beträge, korrespondiert mit dem Arbeitgeber und sorgt dafür, dass Sie keine finanziellen Nachteile erleiden. So bleibt mehr Ruhe für die wichtigen Dinge rund um Geburt und Familie.

Wann sollten Sie einen Anwalt für Mutterschutz einschalten?

Nicht jede Frage erfordert sofort rechtliche Schritte, doch in bestimmten Situationen ist anwaltliche Unterstützung dringend zu empfehlen. Dazu zählen eine ausgesprochene oder angedrohte Kündigung trotz Schwangerschaft, die Verweigerung von Mutterschutzlohn, Streit über ein Beschäftigungsverbot, Probleme bei der Rückkehr aus der Elternzeit oder allgemein das Gefühl, am Arbeitsplatz benachteiligt zu werden. Ein Anwalt für Mutterschutz verschafft Ihnen Klarheit über Ihre Rechte, prüft Ihre individuelle Situation und entwickelt eine passende Strategie. Häufig lässt sich ein Konflikt bereits außergerichtlich lösen, was Zeit, Nerven und Kosten spart.

Ablauf und Kosten der anwaltlichen Beratung

Der erste Schritt ist in der Regel eine Erstberatung, in der Ihre Situation eingeschätzt und das weitere Vorgehen besprochen wird. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht mit Schwerpunkt Mutterschutz prüft Unterlagen wie Arbeitsvertrag, Kündigungsschreiben oder ärztliche Atteste und erläutert Ihre Chancen. Die Kosten richten sich häufig nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz oder nach individueller Vereinbarung. Verfügen Sie über eine Rechtsschutzversicherung, kann diese die Kosten ganz oder teilweise übernehmen. Auch eine Beratungshilfe ist bei geringem Einkommen möglich. So ist die Unterstützung durch einen Anwalt für Mutterschutz für viele Betroffene gut erreichbar und planbar.

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