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Abfindung: freiwillige, aber oftmals durchsetzbare Leistung

Eine Abfindung ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Das heißt: Eine Abfindung erhält man in der Regel nicht automatisch. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Wann doch ein Anspruch besteht

Arbeitnehmer haben keinen generellen Rechtsanspruch auf den Erhalt einer Abfindung. Haben Gewerkschaften jedoch einen solchen Anspruch ausgehandelt, ist dieser oftmals wirksam. Dazu sollten Sie als Erstens einen Blick in den Sozialplan oder in den Tarifvertrag werfen. Zudem ist zu prüfen, ob diese Pläne und Verträge auch für Sie greifen. Dabei kann ein Anwalt helfen. Weitere Möglichkeit: Eine Abfindung ist explizit in Ihrem individuellen Arbeitsvertrag oder – meist üblich – in Ihrem Geschäftsführervertrag enthalten. Dann können Sie sich selbstverständlich darauf berufen. Allerdings sind an den Erhalt einer Abfindung meist bestimmte Bedingungen geknüpft, etwa das Ausbleiben des Anspruchs, sollte der Arbeitnehmer eine eigene Kündigung oder der Arbeitgeber eine fristlose Kündigung wegen persönlichem Fehlverhalten aussprechen.

Wie Arbeitnehmer trotzdem eine Abfindung erhalten können

Auch wenn in Ihrem Arbeitsvertrag nicht von einer Abfindung die Rede ist, ist noch nichts verloren. Sollte der Arbeitgeber verstärkt daran Interesse haben, dass Sie das Unternehmen verlassen, können Sie eine Abfindungszahlung gut und gerne ins Spiel zu bringen. Auch bieten viele Arbeitgeber in solchen Fällen oftmals von sich aus eine Abfindung an. Beispiel: Ein Arbeitgeber muss aus wirtschaftlichen Gründen eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen. Verzichtet der Arbeitnehmer darauf, Kündigungsschutzklage einzureichen, erhält der gekündigte Arbeitnehmer gängigerweise eine Abfindung in Höhe von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr (Vorsicht: kein ausdrücklicher Rechtsanspruch!). Beide Seiten sind gut beraten, wenn sie sich Unterstützung von einem Rechtsanwalt holen. So scheitert die Auflösung eines Arbeitsvertrags nicht an Formalien, die in der Eile übersehen wurden.

Abfindungshöhe

Oftmals orientieren sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Punkto Abfindungshöhe an dem oben erwähnten Beispiel (halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr); einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es nicht. Untermauern Sie Ihre Forderung mit einer wasserdichten Argumentation durch einen Anwalt mit viel Erfahrung im Aushandeln von Abfindungen.

Tricks von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Es kann sein, dass Unternehmen sich selbst eine vertraglich zugesicherte Abfindung sparen möchten, indem sie den betreffenden Mitarbeiter zu diskreditieren versuchen. Angestellte sollten deshalb streng nach Vorschrift arbeiten. Keine privaten E-Mails am Arbeitsplatz, kein Überziehen der Mittagspausenzeit. Sollten Sie sich mit Anschuldigungen wie Mobbing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder Diebstahl (auch Diebstahl geistigen Eigentums) konfrontiert sehen, benötigen Sie unbedingt anwaltlichen Beistand durch einen Anwalt für Arbeitsrecht. Auch anders herum versuchen viele Arbeitnehmer – unbegründet – eine Abfindung herauszuschlagen. Dagegen hilft auch auf Arbeitgeberseite nur die klare Antwort durch einen versierten Juristen. Abfindungsansprüche, deren Durchsetzung bzw. Abwehr ist Anwaltssache! Kontaktieren Sie gleich hier einen Anwalt für Arbeitsrecht in Ihrer Nähe.

Letzte Aktualisierung am 2016-04-26

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