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Übergabe eines Geldbetrages zur Abfindung ©freepik - mko

Abfindung – Mit einem Anwalt für Arbeitsrecht mehr Geld rausholen!

Letzte Aktualisierung am 14.08.2020 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Mit einer Abfindung entschädigt der Arbeitgeber den Arbeitsplatzverlust seines Arbeitnehmers. Nicht jeder gekündigte Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf diese einmalige außerordentliche Zahlung und in der Regel sind harte Verhandlungen über eine Abfindung notwendig. Dabei sollten arbeits- und steuerrechtliche Aspekte stets im Auge behalten werden.

Abfindung richtig verhandeln – Darauf kommt es an

Es gibt verschiedene Gründe für eine Abfindung. Oft will sich der Arbeitgeber von seinem Arbeitnehmer freikaufen, aber auch Arbeitnehmer nehmen vor einem geplanten Unternehmenswechsel gerne noch eine Abfindungszahlung mit. Es gibt jedoch keinen gesetzlichen Anspruch des Arbeitnehmers auf Abfindung und die Abfindungsregelungen sind jeweils individuell zu treffen. Zu beachten ist, dass der Angestellte durch die Einigung mit seinem Arbeitgeber über eine Abfindung, sein Recht auf eine Kündigungsschutzklage verwirkt. Die Möglichkeit einer Kündigungsschutzklage hat ein Arbeitnehmer allerdings auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. So muss seine Betriebszugehörigkeit wenigstens seit sechs Monaten bestehen und das Unternehmen darf auch kein Kleinbetrieb sein. Informationen über den Kündigungsschutz findet man im Kündigungsschutzgesetz, kurz KschG. Hier ist bspw. gleich unter §1 KSchG geregelt, dass es einer sozialen Rechtfertigung durch den Arbeitgeber bedarf um eine Kündigung rechtswirksam zu machen. §1a KschG informiert über den Abfindungsanspruch bei einer betriebsbedingten Kündigung. Gemeint ist damit die sog. Regelabfindung. Sie betragen in der Regel ein halbes bis ein ganzes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Hat man Anspruch auf Sonderkündigungsschutz so kann dies die Abfindungssumme erhöhen. Die Abfindungshöhe kann maximal 15 Bruttomonatsgehälter betragen.

Muss die Abfindung versteuert werden?

Da die Abfindung kein Arbeitsentgelt ist, gehen von ihr keine Sozialabgaben wie Renten-, Kranken-, Pflege- oder Arbeitslosengeld ab. Der Abfindungsbetrag muss aber versteuert werden. Es besteht die Möglichkeit den Steuersatz zu minimieren, in dem die Abfindung auf zwei Jahre gesplittet wird. Die Abfindung wird bei der Einkommenssteuer als außerordentliche Einnahme behandelt, auf die die sog. Fünftelregelung angewendet werden kann. Damit wird die steuerliche Anrechnung der Abfindung auf fünf Jahre verteilt. Relevant wird die Zahlung einer Abfindung, wenn sich der Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses arbeitslos meldet. Hier können Sperr- und Ruhefristen aufgrund der Abfindung entstehen.

Abfindung - Ein Anwalt für Arbeitsrecht hilft

Arbeitnehmer sollten sich nach Erhalt des Kündigungsschreibens und der Möglichkeit einer Abfindung von einem Experten für Arbeitsrecht beraten lassen. In einem Beratungsgespräch können dann die Vor- und Nachteile einer Abfindung gut überlegt werden. Ein Anwalt für Arbeitsrecht verfügt über die notwendige professionelle Distanz, um mit Ihrem Arbeitgeber hart und durchsetzungsstark auch und vor allem über die Höhe Ihrer Abfindung zu verhandeln. Er kennt die juristischen Fallstricke und wirtschaftlichen Auswirkungen, die bei einer Abfindung entstehen können. Lässt sich ein Termin vor dem Arbeitsgericht nicht umgehen, so vertritt er auch hier seinen Mandanten rechtssicher.

Checkliste 5 Tipps zur Abfindung

  • Unterzeichnen Sie nicht vorschnell eine Abfindungsvereinbarung, denn Verhandlungen mit dem Arbeitgeber lohnen sich!
  • Sammeln Sie Argumente für eine starke Verhandlungsposition (Position, Länge der Betriebszugehörigkeit, Sonderkündigungsschutz)
  • Holen Sie sich kompetenten Rat von einem Anwalt für Arbeitsrecht, der tagtäglich mit Abfindungen beschäftigt ist und alle notwendigen Verhandlungstaktiken kennt
  • Kalkulieren Sie zusammen mit Ihrem Anwalt genau, wie Ihre rechtliche und wirtschaftliche Lage mit der Annahme einer Abfindungszahlung aussieht
  • Beachten Sie auch die steuerrechtlichen Aspekte einer Abfindung