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Fragen zum Vaterschaftstest? Schnelle Hilfe vom Anwalt für Familienrecht

Letzte Aktualisierung am 16.10.2018 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Vaterschaftstest – Diese Fakten sollten Sie kennen!

Kinder haben einen Anspruch darauf ihre Abstammung zu kennen, genauso wie ein mutmaßlicher Vater ein Recht hat zu wissen, ob er der leibliche Vater eines Kindes ist. Daher muss ein Vater der Aufforderung, sich einem Vaterschaftstest zu unterziehen, in der Regel Folge leisten. Letztlich kann das Familiengericht einen Vaterschaftstest anordnen. Ausnahme: Ein Mann, der eine sexuelle Beziehung mit einer verheirateten Frau unterhielt, die nach dem Ende der Beziehung in ihrer Ehe ein Kind gebar, hat keinen Anspruch auf einen Vaterschaftstest. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (Beschwerde-Nr. 16112/15) sah durch einen Vaterschaftstest die ansonsten intakte familiäre Situation und damit auch das Kindeswohl gefährdet.

Für einen Vaterschaftstest ist immer die Einwilligung der Betroffenen notwendig. Heimliche Vaterschaftstest sind nicht erlaubt und werden mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet.

Kommt ein Kind während einer Ehe zu Welt, gilt der Ehemann als rechtlicher Vater des Kindes. Er hat aber die Möglichkeit seine Vaterschaft anzufechten. Dieses Recht hat auch das volljährige Kind und die Ehefrau. Kinder, die nicht in eine Ehe hineingeboren werden, gelten als vaterlos. Es sei denn ein Mann hat die Vaterschaft mit Zustimmung der Mutter anerkannt. Verweigert die Mutter ihre Zustimmung, kann das Familiengericht einen Vaterschaftstest anordnen.

Ein Vaterschaftstest hat erhebliche rechtliche Folgen: Es können Unterhaltsansprüche des Kindes und möglicherweise der Ehefrau, Ansprüche auf Waisenrente, Änderungen bei der Staatsangehörigkeit oder Versicherungsansprüche des Kindes entstehen.

Vaterschaftstest – Wer trägt die Kosten?

Die Kosten für einen Vaterschaftstest hängen davon ab, ob es sich um ein Abstammungsgutachten handelt, das vor Gericht Stand halten soll, oder ein Test, der lediglich persönliche Orientierung verschafft. Einfache Vaterschaftstests sind zwischen 100 und 400 Euro zu haben. Für ein fundiertes Abstammungsgutachten muss man ab 600 Euro zahlen. Die Kosten für einen privaten Vaterschaftstest trägt der Auftraggeber. Wird der Vaterschaftstest gerichtlich angeordnet, muss der ermittelte Vater die Kosten übernehmen.

Vaterschaftstest- So hilft Ihnen ein Anwalt für Familienrecht!

Wer eine Vaterschaft beweisen möchten, braucht Beweise, die vor Gericht Stand halten. In erster Linie ist das ein Abstammungsgutachten. Ein Anwalt für Familienrecht hilft Ihnen Ihre Ansprüche auf oder gegen einen Vaterschaftstest erfolgreich. Er kennt die Fristen, in denen eine Vaterschaft angefochten werden kann und vertritt Sie durchsetzungsstark und effektiv vor dem Familiengericht.



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