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Sorgerecht: Eine gute Lösung für Eltern und Kinder finden

Letzte Aktualisierung am 26.04.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Welche Bereiche das Sorgerecht umfasst

Wer das Sorgerecht für seine Kinder hat, trifft alle wesentlichen Entscheidungen in Bezug auf:
  • den Wohnort der Kinder (Aufenthaltsbestimmungsrecht)
  • die Gesundheit der Kinder; z.B. Entscheidung über Therapien (Gesundheitsfürsorge)
  • die Schulbildung der Kinder (Schulsorge)
  • die Finanzen der Kinder (Vermögenssorge)
  • den Namen der Kinder (Namensbestimmung)

Es muss nicht alles oder nichts sein

Beide Elternteile wünschen in der Regel die Variante gemeinsames Sorgerecht für ihre Kinder. Allerdings kann man auch auf Teilrechte verzichten und trotzdem das (gemeinsame) Sorgerecht behalten. Beispiel: Ihr Beruf bringt es mit sich, dass Sie weit weg ziehen oder öfter umziehen müssen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen, um nicht ständig auf die Zustimmung des Ex-Partners angewiesen zu sein. Dieser bestimmt dann nicht mehr darüber, wo seine Kinder wohnen, behält aber trotzdem das Sorgerecht für alle weiteren Bereiche. Im Gegensatz dazu hat beim alleinigen Sorgerecht nur noch der Sorgerechtsinhaber das Sagen - über alle oben genannten Bereiche.

Sorgerecht und Besuchsrecht

Sorgerecht hat nichts mit dem Besuchsrecht zu tun. Besuchsrecht bedeutet, dass Sie als Elternteil Ihre Kinder in regelmäßigen Abständen sehen dürfen - und die Kinder Sie. Für die meisten Eltern macht ein zweiwöchentlicher Turnus ("jedes zweite Wochenende für das Wochenende") Sinn. Dieser Turnus ist aber keineswegs in einem Gesetz geregelt. Durch die Bedingungen an Ihrem Arbeitsplatz kann und darf auch ein ganz anderer Rhythmus gewählt werden.

Entzug des Sorgerechts

Wer seine Kinder vernachlässigt, dem kann das Sorgerecht vorübergehend oder dauerhaft entzogen werden. In einem solchen Fall wird das Jugendamt eingeschaltet. Die Mitarbeiter haben das ausdrückliche Recht, die Kinder auch nur nach einer oberflächlichen Prüfung aus der Familie herauszunehmen (Inobhutnahme). Normalerweise kommen die Kinder vorübergehend in Pflegefamilien. Dann erfolgt eine umfangreiche Prüfung, an deren Ende das Sorgerecht auch dauerhaft entzogen werden kann. Dagegen ist der Klageweg möglich. Grundsätzlich wird in solchen Sorgerechts-Prozessen das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt gerückt. Verwandtschaftliche Verhältnisse - etwa Oma und Opa - werden in solchen Streitigkeiten zwar berücksichtigt; haben aber nicht per se mehr Gewicht als das Kindeswohl. So etwa in einem konkreten Fall, in dem die Richter am Bundesverfassungsgericht letztlich entschieden, dass das Leben in einer Pflegefamilie das betroffene Kind besser stabilisiert als ein Leben bei der Großmutter (Bundesverfassungsgericht Az: 1 BvR 2926/13 - Beschluss vom 24. Juni 2014).

Entscheiden Sie nichts ohne anwaltliche Beratung

Geht es um die Kinder, greift der eine oder andere Ex-Partner unter Umständen ganz gehörig in die emotionale Trickkiste. Es kann also passieren, dass man quasi genötigt wird, etwas zu unterschreiben und sich der eigentlichen Folgen nicht bewusst ist. Natürlich ist es besser vor einer Unterschrift immer nochmals einen Anwalt zu befragen. Aber: Auch wenn Sie unter Druck etwas unterschrieben haben, kann es eventuell noch nicht zu spät sein. Kontaktieren Sie gleich hier unverbindlich einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht gleich in Ihrer Nähe.


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