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Betäubungsmittelgesetz - BTMG: Auch der Besitz kann strafbar sein

In Deutschland gibt es zur Bekämpfung von Drogenhandel bzw. Drogenbesitz ein eigenes Betäubungsmittelgesetz, kurz: BTMG genannt. Steht eine Verurteilung im Raum, ist also entscheidend, ob die besessene oder verkaufte Substanz hierzulande auf der Betäubungsmittelliste steht. Grundsätzlich ist bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe möglich.

Die unterschiedlichen Betäubungsmittel-Arten

Es gibt Stoffe, die in Deutschland schlicht und ergreifend verboten sind. Dazu gehört Heroin, Cannabis / Marihuana, LSD, Ecstasy, Crack, Speed, alle Abwandlungen davon und viele, viele weitere schlimme "Mode- oder Designerdrogen", die meist einen raschen und oft verheerenden Einfluss auf die Psyche eines Menschen haben. Bestraft wird grundsätzlich der Besitz, der Handel und die Einfuhr verbotener Substanzen.

Betäubungsmittel in der Therapie

Betäubungsmittel werden andererseits in einer medizinischen Therapie beispielsweise zur Entwöhnung eingesetzt (Methadon oder auch Heroin in entsprechenden Programmen). Nicht zuletzt zählt dazu auch Morphin (früher "Morphium"), das im Rahmen der Schmerzlinderung bzw. in der Palliativstation zum Einsatz kommt. In Krankenhäuser bzw. im Rahmen eines Entwöhnungsprogramms sind diese Stoffe - streng kontrolliert und abgezählt - zugelassen. Wer diese Mittel zu Hause besitzt oder damit handelt ohne entsprechendes ärztliches Attest, macht sich natürlich auch strafbar.

Kosten für ein Strafverfahren

Kommt es zu einem Strafverfahren wegen Verstoß gegen das BTMG tragen Sie die vollen Anwaltskosten sowie die Verfahrenskosten. Kommt es zu einem Freispruch, übernimmt die Staatskasse die Verfahrenskosten sowie die gesetzlichen Anwaltskosten. Haben Sie mit Ihrem Anwalt ein anderes Honorar (z.B. pauschal) vereinbart, müssen Sie diese Differenz selbst zahlen. Wird das Verfahren eingestellt, ist die Frage, zu welchem Zeitpunkt dies geschehen ist.Wird das Verfahren noch im Ermittlungsstadium eingestellt, sieht das Strafprozessrecht keine Erstattung der (Anwalts-)Kosten des Beschuldigten vor. Lediglich nach Eröffnung des Hauptverfahrens besteht die Aussicht auf Kostenerstattung des Beschuldigten. Aber genau diese Eröffnung (also die Anklageerhebung) ist es, was ein Beschuldigter mit der Beauftragung eines Strafverteidigers verhindern will. Ein Strafverteidiger ist trotzdem wichtig, um bei einer Verurteilung Geld zu sparen und gegebenenfalls einer Verurteilung zu entgehen.

Geld sparen mit einem Strafverteidiger?

Werden Sie wegen Verstoß gegen das BTMG zu einer Geldstrafe verurteilt, wird oftmals ein hoher Tagessatz angesetzt, das ein Strafverteidiger gegebenenfalls anfechten kann. Erreicht ein Strafverteidiger eine Einstellung, tragen Sie als Beschuldigter nur die Anwaltskosten, die meist niedriger als die verurteilte Geldstrafe ist. Außerdem entgehen Sie so wie erwähnt der Vorbestrafung. Kontaktieren Sie jetzt unverbindlich einen Anwalt in Ihrer Nähe.

Letzte Aktualisierung am 2016-09-26

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