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Neuer EU-Führerschein läuft nach 15 Jahren ab

Letzte Aktualisierung am 02.05.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Anwalt EU-Führerschein Vermutlich haben Sie bereits vom EU-Führerschein gehört. Wir erklären Ihnen, was genau anders ist, anders wird und wann der Rat eines Anwalts sinnvoll ist.

Was ist beim neuen EU-Führerschein genau anders?

Der alte "Scheckkarten"-Führerschein und der neue EU-Führerschein sehen beide fast identisch aus. Die wichtigste Änderung des neuen EU-Führerscheins ist, dass dieser ein Ablaufdatum hat, also nach 15 Jahren erneuert werden muss. Jedoch muss weder eine Gesundheitsprüfung absolviert, noch eine neue Fahrprüfung bestanden werden. Lediglich das Dokument und das Lichtbild werden erneuert.

Muss nun jeder seinen Führerschein umtauschen?

Nein, ob grau, rosa oder altes Scheckkartenformat - solange alle Daten gut lesbar sind und der Führerschein keiner Befristung unterliegt, gelten die alten Führerscheinmodelle weiter. Aber: Ab Anfang 2033 wird der neue EU-Führerschein zur Pflicht für alle. Liebhaber können ihren dann ungültigen alten Führerschein fortan nur noch zu Hause bewundern.

Bei Fahrverbot / Führerscheinentzug: EU-Führerschein im Ausland möglich?

Wer in Deutschland, zum Beispiel aufgrund von Alkohol am Steuer, mit einem vorübergehenden Fahrverbot belegt, aber dringend auf das Auto angewiesen ist, der hat vielleicht schon mit der Beantragung eines EU-Führerscheins im Ausland geliebäugelt. Davon ist jedoch abzuraten und zwar aus mehreren Gründen:
  • Wer im europäischen Ausland einen Führerschein machen möchte, muss dort mindestens 185 Tage gemeldet gewesen sein.
  • Selbst wenn während eines inländischen Fahrverbots ein EU-Führerschein im europäischen Ausland erworben werden kann, kommen Ihnen die inländischen Behörden hier schnell auf die Schliche. Und nicht nur das: Die Nutzung einer EU-Fahrerlaubnis während der Sperrfrist stellt ein "Fahren ohne Fahrerlaubnis" und damit einen Straftatbestand dar.
  • Wer vor der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis eine MPU ablegen musste, kann dieser Prüfung auch nicht durch Erwerb eines EU-Führerscheins umgehen. Die Behörde wird den im Ausland erworbenen Führerschein entziehen und weiterhin eine MPU verlangen.

Anwalt für Verkehrsrecht

Es ist also faktisch sinnlos zu versuchen, deutsche Auflagen mit einem im Ausland erworbenen EU-Führerschein zu umgehen. Und Vorsicht: Lassen Sie sich nicht von Komplettangeboten, meist aus dem osteuropäischen Ausland, locken. Die Folgen: Nicht nur das Geld (bis zu 3.000 Euro) ist weg, es folgt eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung! Sollten Sie also von einem Fahrverbot oder einem Führerscheinentzug mit oder ohne MPU-Auflage bedroht sein, wenden Sie sich an einen ausgewiesenen Experten: einem Anwalt für Verkehrsrecht. Er kann Ihnen auch alle individuellen Fragen zum Thema EU-Führerschein beantworten.