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Der Führerschein aus rechtlicher Sicht

Letzte Aktualisierung am 13.09.2016 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Führerschein – EU-weit harmonisiert

Der Schein ist schon lange kein Schein mehr sondern ein Plastikkärtchen, das inzwischen auch von den EU-Harmonisierungsbestrebungen erfasst und entsprechend umgestaltet wurde. So ist er leicht lesbar, der Führerschein, für alle Polizisten innerhalb der Europäischen Union, die vor der Führerscheinreform in der Lage sein mussten, 110 europäische Führerscheine nicht nur zu unterscheiden sondern auch deren Echtheit zu überprüfen - eine wahre Herkulesaufgabe. Inzwischen ist der „harmonisierte“ Führerschein auch EU-weit anerkannt, mitsamt den auf der Rückseite aufgedruckten Fahrzeugklassen. Auch die sind harmonisiert. Lediglich für den Erwerb des Führerscheins gelten europaweit unterschiedliche Anforderungen. In einigen Ländern soll es einfacher, in anderen wiederum schwerer sein als in Deutschland. Führerschein ist also doch noch nicht so ganz Führerschein.

Führerschein und Fahrerlaubnis

Zunächst aber muss mit einem fest zementierten Sprachirrtum aufgeräumt werden: Führerschein und Fahrerlaubnis sind nicht das gleiche - nicht einmal annähernd, auch wenn beide Begriffe umgangssprachlich nahezu synonym gebraucht werden. Der Führerschein (der „Lappen“) ist eigentlich nur die Beweis-Urkunde dafür dass man eine Fahrerlaubnis besitzt. Die Fahrerlaubnis dagegen ist die behördlich erteilte Erlaubnis ein Kraftfahrzeug führen zu dürfen. Wer also demnächst „seinen Führerschein macht“ ist in Wirklichkeit drauf und dran, seine Fahrerlaubnis zu erwerben.

Wenn Führerschein / Fahrerlaubnis entzogen werden

Wichtige Unterschiede gibt es damit logischerweise auch beim (behördlich angeordneten) Verlust derselben: Auch hier muss unterschieden werden zwischen dem Entzug der Fahrerlaubnis und dem Führerscheinentzug (der korrekt eigentlich Fahrverbot heißt). Bei einem Führerscheinentzug / Fahrverbot wird der Führerschein auf Zeit entzogen. Während der Zeit des Fahrverbots kassiert die Behörde den Führerschein (sie nimmt ihn in Verwahrung). Der Führerscheininhaber darf in der gesamten Zeit, für die das Fahrverbot ausgesprochen wurde, kein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr fahren. Im Klartext: nicht einmal ein Mofa. Alle motorgetriebenen Fahrzeuge sind tabu, auch Elektrofahrzeuge. Als Verkehrsmittel bleibt das Fahrrad. Einziger Trost. Das Fahrverbot ist eine Zeitstrafe, deren Ende absehbar ist. Viel wichtiger ist aber, dass die Fahrerlaubnis während des Fahrverbotes erhalten bleibt (auch wenn sie einem nichts nützt). Wird dagegen die Fahrerlaubnis entzogen, verliert man die staatliche Genehmigung zum Führen von Kraftfahrzeugen völlig. Dann darf man zwar Mofa fahren (ein fahrerlaubnisfreies Fahrzeug), ob das aber ein Trost ist, sei dahingestellt. Rechtlich gesehen ist der Entzug der Fahrerlaubnis die entschieden festere Ohrfeige. Sie wird verhängt bei schwerwiegenden Verstößen wie zum Beispiel Fahrerflucht, Trunkenheitsfahrten, unterlassene Hilfeleistung usw. Nach Ablauf einer Sperrfrist kann sie neu erworben werden. In extremen Fällen kann aber auch eine Sperre auf Lebenszeit verhängt werden.

Führerschein und Fahrzeugklassen

Auf der Rückseite des EU-Führerscheins sind die europaweit einheitlichen Fahrzeugklassen aufgedruckt. Die Erteilung einer Fahrerlaubnis ist stets an eine bestimmte Fahrzeugklasse gebunden. Das ist in der Urkunde, dem Führerschein, verzeichnet und sichtbar dokumentiert. Alle Fahrerlaubnisklassen, die der Führerscheininhaber fahren darf, sind in einem Führerschein-(Dokument) verzeichnet. Es gibt also nicht den „LKW-Führerschein“ und den „Motorradführerschein“ als getrennte Dokumente.

Führerschein und Fahrverbot

Ein Fahrverbot (also ein - meist vorübergehender - Entzug des Führerscheins) kann verhängt werden, wenn man sich als Fahrer gravierende Verkehrsverstöße zuschulden kommen lässt. Bei kleineren Verstößen bleibt es bei einem Bußgeld. Doch Kleinvieh macht auch Mist: Kleinere Verstöße können mit Strafpunkten im Fahreignungsregister (Flensburg) belegt werden. Sammel-Leidenschaft wird bestraft: Wer es dort auf mehr als 8 Strafpunkte bringt, kassiert in der Regel ebenfalls ein Fahrverbot.

Zum Anwalt – der hilft Ihnen weiter!

Wer durch den Entzug der Fahrerlaubnis / des Führerscheins zum Fahrrad- oder Mofafahren verdammt ist verliert nicht nur seine Mobilität, sondern möglicherweise auch seinen Job. Es ist daher anzuraten, bei Konflikten um dieses Thema einen Spezialisten aufzusuchen und sich beraten zu lassen, am besten noch bevor die Behörden klare Tatsachen schaffen. Wenden Sie sich also gleich an einen Fachmann, eine Anwalt für Verkehrsrecht. Bei uns finden Sie einen gleich in Ihrer Nähe.


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