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Was tun bei einer Mahnung?

Welche Form muss eine Mahnung haben?

Grundsätzlich bedarf die Mahnung keinem besonderen Formerfordernissen. In den meisten Fällen erfolgt sie schriftlich. Sie kann aber auch mündlich ausgesprochen werden, oder durch konkludentes Verhalten.

Welchen Inhalt sollte eine Mahnung haben?

Der Inhalt einer Mahnung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Mahnung sollte immer Datum, Kundennummer, Rechnungsnummer und erbrachte Leistung enthalten, damit der Kunde weiß, für was er angemahnt wird. In der Regel erfolgt zuerst eine höfliche Zahlungserinnerung, dann eine Mahnung mit Fristsetzung zur Zahlung und zuletzt eine dritte Mahnung, die eine letzte Zahlungsfrist setzt und die rechtlichen Konsequenzen einer Nichtzahlung in Aussicht stellt.

Wie viel Mahnungen muss ein Unternehmen aussprechen?

Ein Unternehmen ist nur zu einer Mahnung gesetzlich verpflichtet. Im Geschäftsverkehr sind allerdings drei Mahnungen üblich, bis weitere gerichtliche Schritte folgen.

Warum muss überhaupt eine Mahnung erfolgen?

Eine Mahnung ist in der Regel notwendig um den säumigen Kunden in den Verzug zu setzen und so einen Verzugsschaden bei ihm geltend machen zu können. Soll heißen: Ein Kunde, der auf die Mahnung einer fälligen Forderung eines Unternehmens nicht reagiert, befindet sich im Verzug und muss ab dem Zeitpunkt, den kompletten Schaden zahlen, der durch den Verzug entsteht. Darunter fallen zum Beispiel Rechtsverfolgungskosten, also die Kosten für ein Inkassobüro oder einen Anwalt, sowie Zinsen. In Ausnahmefällen, wie im Geschäftsverkehr unter Kaufleuten, ist eine Mahnung für den Anspruch auf Zinsen nicht notwendig.

Was tun bei erfolgloser Mahnung?

Reagiert ein Kunde auf keine Mahnung mit Zahlung, kann der Gläubiger bei Gericht den Erlass eines Mahnbescheids beantragen. Ein gerichtliches Mahnverfahren kann bei fälligen Zahlungsansprüchen auf eine bestimmte Geldsumme angestrengt werden, wenn der Zahlungsanspruch nicht noch von zu erbringenden Gegenleistungen abhängt.

Letzte Aktualisierung am 2017-03-23

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