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Informationen zum Opferrecht

Letzte Aktualisierung am 24.07.2020 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Opferhilfe und Opferrecht

Hilfe können Opfer in Deutschland in mehrerlei Hinsicht in Anspruch nehmen. Psychische Unterstützung und Begleitung ist vielerorts ehrenamtlich organisiert. Der Weisse Ring etwa bietet neben menschlichen Beistand auch Betreuung während eines Strafverfahrens oder Beratung im Umgang mit Behörden. Auch diverse Stiftungen bieten eine ähnliche Art der Opferhilfe an. Mit dem Opferrecht soll das Opfer einer Straftat bei Strafverfahren explizit gegenüber dem Täter gestärkt werden. Nachstehend erhalten Sie dazu weitere Informationen.

Opferrecht im Einzelnen

Zentrale Elemente des Opferrechts bei einem Strafverfahren sind einmal das Zeugenschutzgesetz und andererseits die Möglichkeit der Nebenklage. Das Zeugenschutzgesetz besagt, dass Zeugen, die sich durch ihre Aussage erheblich in Gefahr brächten, besonderen Schutz genießen. Die Nebenklage ist ein übliches Mittel von Opfern, ihren Einfluss bereits im Ermittlungsverfahren zu erhöhen. Die Nebenklage kann u.a. bei folgenden Strafvorwürfen in Anspruch genommen werden: Geiselnahme, Körperverletzung, Beleidigung, Verleumdung sowie bei Straftaten wie Vergewaltigung und sexueller Missbrauch. Als Nebenkläger haben Sie u.a. das Recht, entsprechende Anträge einzureichen und müssen angehört werden (Anhörungsrecht). Wichtig: Ist die Straftat besonders schwerwiegend, dürfen Sie als Opfer einen so genannten Opferanwalt beauftragen, der Ihre Position im Prozess stärken soll. Dieser Opferanwalt ist für Sie kostenfrei.

Wege für eine Wiedergutmachung

Es gibt hauptsächlich zwei Arten, wie Täter ihr Vergehen an Opfern wiedergutmachen können. Eine ist der relativ bekannte Weg der Opferentschädigung. Hier besteht die Wiedergutmachung aus Geldzahlungen vom Täter an das Opfer. Das sind im Wesentlichen Kosten aufgrund von Gesundheitsschäden, die das Opfer zu erleiden hat. Im Anschluss an den Strafprozess muss der Täter für alle diesbezüglich notwendigen Maßnahmen aufkommen, wie Rehabilitation oder auch Umschulung aufgrund bleibender Schäden. Auch die Übernahme von Rentenzahlungen fällt darunter. Geht es um den Bereich der Schadensersatzforderung, muss das Opfer rechtliche Schritte vor einem Zivilgericht geltend machen. Es gibt aber Möglichkeiten, einen weiteren zivilrechtlichen Prozess zu vermeiden. Der Täter-Opfer-Ausgleich ist indes eher weniger geläufig. Die Idee: Täter und Opfer treffen im Beisein eines Schlichters eine Wiedergutmachungsvereinbarung. Die Vereinbarung ist für den Täter bindend, ob das Opfer diesen Weg des Ausgleichs aber überhaupt gehen will, obliegt ihm frei. In erster Hinsicht entscheidet darüber meist die psychische Verfassung des Opfers bzw. ob die Person darin einen Sinn sieht.

Gewaltschutzrecht bei häuslicher Gewalt

Anlass für das 2002 verabschiedete Gesetz zum Gewaltschutzrecht war, mit Gewaltaktionen im häuslichen Bereich rechtlich besser umgehen zu können. Neben der Anschuldigung häusliche Gewalt bezieht das Gesetz auch ausdrücklich den Schutz vor Belästigung und Stalking mit ein. Das Gesetz gilt für alle Personen, die in einem privaten Haushalt leben, also Ehemann/ Ehefrau, Lebenspartner, Kinder und sonstige Familienmitglieder. Wichtig ist, dass das Opfer einen entsprechenden Antrag stellt. Damit kann das Gericht dem Täter bestimmte Auflagen erteilen, z.B. Aufenthaltsverbot, Kontaktverbot oder Näherungsverbot. Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann das Gericht den Täter auch der gemeinsamen Mietwohnung verweisen. Dieser Schutzaspekt ist sicherlich die herausragende Neuerung gegenüber vorher: Wer Gewalt ausübt, muss gehen, das Opfer bleibt. Das heißt: Vor 2002 musste das Opfer in den meisten Fällen aus der gemeinsamen Wohnung flüchten, um sich wieder sicher fühlen zu können, nun muss der Täter die Wohnung verlassen. Dabei ist übrigens unerheblich, wem die Wohnung oder das das Haus gehört.

So verhalten Sie sich als Opfer häuslicher Gewalt

Ist Ihnen Gewalt widerfahren bzw. werden Sie belästigt, sollten Sie zunächst schnellstmöglich ein vertrauliches Gespräch mit einem Anwalt führen. Auf seine Diskretion bzw. Verschwiegenheit können Sie sich in jedem Fall verlassen. Er wird alles daransetzen, damit Ihre Interessen gegenüber Täter, Polizei und Gericht optimal wahrgenommen werden und Sie sich wieder absolut sicher fühlen können. Sie haben ein Recht darauf! Kontaktieren Sie gleich hier unverbindlich einen erfahrenen Anwalt, damit er Ihnen schnell sagen kann, wie er Ihnen helfen kann.

Nutzen Sie die angebotene Hilfe

Zusammengefasst: Es gibt Möglichkeiten für Opfer ihr Recht gegenüber Tätern einzufordern. Nutzen Sie diese und lassen Sie sich gleich hier von einem Anwalt in Ihrer unmittelbaren Umgebung beraten.