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Informationen zum Opferrecht

Letzte Aktualisierung am 25.11.2015 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Opferhilfe und Opferrecht

Hilfe können Opfer in Deutschland in mehrerlei Hinsicht in Anspruch nehmen. Psychische Unterstützung und Begleitung ist vielerorts ehrenamtlich organisiert. Der Weisse Ring etwa bietet neben menschlichen Beistand auch Betreuung während eines Strafverfahrens oder Beratung im Umgang mit Behörden. Auch diverse Stiftungen bieten eine ähnliche Art der Opferhilfe an. Mit dem Opferrecht soll das Opfer einer Straftat bei Strafverfahren explizit gegenüber dem Täter gestärkt werden. Nachstehend erhalten Sie dazu weitere Informationen.

Opferrecht im Einzelnen

Zentrale Elemente des Opferrechts bei einem Strafverfahren sind einmal das Zeugenschutzgesetz und andererseits die Möglichkeit der Nebenklage. Das Zeugenschutzgesetz besagt, dass Zeugen, die sich durch ihre Aussage erheblich in Gefahr brächten, besonderen Schutz genießen. Die Nebenklage ist ein übliches Mittel von Opfern, ihren Einfluss bereits im Ermittlungsverfahren zu erhöhen. Die Nebenklage kann u.a. bei folgenden Strafvorwürfen in Anspruch genommen werden: Geiselnahme, Körperverletzung, Beleidigung, Verleumdung sowie bei Straftaten wie Vergewaltigung und sexueller Missbrauch. Als Nebenkläger haben Sie u.a. das Recht, entsprechende Anträge einzureichen und müssen angehört werden (Anhörungsrecht). Wichtig: Ist die Straftat besonders schwerwiegend, dürfen Sie als Opfer einen so genannten Opferanwalt beauftragen, der Ihre Position im Prozess stärken soll. Dieser Opferanwalt ist für Sie kostenfrei.

Wege für eine Wiedergutmachung

Es gibt hauptsächlich zwei Arten, wie Täter ihr Vergehen an Opfern wiedergutmachen können. Eine ist der relativ bekannte Weg der Opferentschädigung. Hier besteht die Wiedergutmachung aus Geldzahlungen vom Täter an das Opfer. Das sind im Wesentlichen Kosten aufgrund von Gesundheitsschäden, die das Opfer zu erleiden hat. Im Anschluss an den Strafprozess muss der Täter für alle diesbezüglich notwendigen Maßnahmen aufkommen, wie Rehabilitation oder auch Umschulung aufgrund bleibender Schäden. Auch die Übernahme von Rentenzahlungen fällt darunter. Geht es um den Bereich der Schadensersatzforderung, muss das Opfer rechtliche Schritte vor einem Zivilgericht geltend machen. Es gibt aber Möglichkeiten, einen weiteren zivilrechtlichen Prozess zu vermeiden. Der Täter-Opfer-Ausgleich ist indes eher weniger geläufig. Die Idee: Täter und Opfer treffen im Beisein eines Schlichters eine Wiedergutmachungsvereinbarung. Die Vereinbarung ist für den Täter bindend, ob das Opfer diesen Weg des Ausgleichs aber überhaupt gehen will, obliegt ihm frei. In erster Hinsicht entscheidet darüber meist die psychische Verfassung des Opfers bzw. ob die Person darin einen Sinn sieht.

Nutzen Sie die angebotene Hilfe

Zusammengefasst: Es gibt Möglichkeiten für Opfer ihr Recht gegenüber Tätern einzufordern. Nutzen Sie diese und lassen Sie sich gleich hier von einem Anwalt in Ihrer unmittelbaren Umgebung beraten.


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