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Nicht jede Tat ist eine Straftat

Letzte Aktualisierung am 11.01.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Definition einer Straftat

Generell kann man sagen: Eine Straftat ist ein Verhalten, dass per Gesetz mit einer Strafe belegt ist. Das ist beispielsweise bei Diebstahl, auch Ladendiebstahl, Mord, Vergewaltigung, Betrug, Unterschlagung, Stalking, Steuerhinterziehung der Fall. Je nach Schwere der Tat hat der Gesetzgeber die Möglichkeit, eine Freiheitsstrafe auszusprechen oder den Täter mit einer Geldstrafe zu belegen.

Gibt es die Tat im Strafgesetzbuch nicht, ist es keine Straftat

Umgekehrt bedeutet dies: Ist eine Tat nicht gesetzlich festgeschrieben - dies ist zum Beispiel bei Mobbing nach wie vor der Fall (nur Vergehen, die im Zusammenhang stehen, sind strafbar) - können die Richter ein Verhalten nicht oder nur schwerlich belangen.

Frage der Schuldfähigkeit

In vielen Prozessen ist eine zentrale Frage die, ob der Täter beim Ausüben der Tat schuldfähig war. Das ist er, wenn er die Tat im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte begangen hat. Liegt z.B. eine psychische Krankheit vor, gilt der Täter als schuldunfähig. Kann jemand sein Verhalten rechtfertigen - zum Beispiel mit einer stichhaltigen Erklärung, dass er aus Notwehr gehandelt hat, kann dieser Umstand den Richterspruch ebenfalls wesentlich beeinflussen.

Straftat und Ordnungswidrigkeit: Was sind die Unterschiede?

Zusammengefasst muss eine Straftat drei Bedingungen erfüllen: Es muss per Gesetz eine verbotene Tat inklusive Strafe sein, der Täter muss bei vollem Bewusstsein (schuldhaft) gehandelt haben, der Täter muss rechtswidrig gehandelt haben (ohne Rechtfertigungsgründe wie Notwehr etc.). Diese Bedingungen sind bei einer Ordnungswidrigkeit ebenfalls gegeben. Falsch Parken ist eine verbotene Tat, die (normalerweise) mit einer Geldstrafe belegt wird, Sie sind sich Ihrer Tat bewusst und Rechtfertigungsgründe außer Zeitmangel wird es auch nicht viele geben. Juristisch werden Ordnungswidrigkeiten trotzdem anders behandelt, da sie weniger schwerwiegend sind und meist nicht aus kriminellen Motiven heraus verübt werden. Deshalb werden Ordnungswidrigkeiten dem Verwaltungsrecht zugeordnet und das entsprechende Bußgeld kommt auch von der Verwaltungsbehörde und nicht von der Staatsanwaltschaft. Natürlich entsteht daraus kein Recht, ständig falsch zu parken oder zu schnell zu fahren. Auch wird es bei einem Richter nicht gut ankommen, wenn in einem Strafverfahren neben der eigentlichen Straftat (Überfall mit Schusswaffengebrauch) auch noch Ordnungswidrigkeiten (Auto nicht umgemeldet, kein Versicherungsschutz, Parken innerhalb der Feuerwehrzufahrt). Eine Geschwindigkeitsüberschreitung sollte also als ebenso wichtig angesehen werden wie eine (schwerere) Straftat - auch wenn weder Autounfall oder Personenschaden zu beklagen sind.

Abläufe und "Gebräuche" müssen bekannt sein

Entgegen Medienberichten oder TV-Sendungen sind die meisten Verfahren im Strafrecht für Opfer wie Täter fair gestaltet. Eines muss jedoch klar sein: Wer seine Rechte und Ansprüche sowie die Abläufe und Gepflogenheiten vor Gericht nicht genau kennt, der wird in einem Strafprozess wenig Chancen haben. Ob Geschädigter / Opfer oder (vermeintlicher) Täter: Suchen Sie sich sobald als möglich Ihren Rechtsbeistand selbst aus. Denn bei strafrechtlichen Angelegenheiten spielt neben Fachwissen und Erfahrung auch die "persönliche Chemie" eine entscheidende Rolle. Kontaktieren Sie hier Ihren Anwalt für Strafrecht.