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Strafverfahren: Neben Sie die Achterbahnfahrt mit einem Anwalt auf

Letzte Aktualisierung am 2016-02-02 / Lesedauer ca. 4 Minuten
Im Strafverfahren prüft der Staat mit der ganzen ihm zur Verfügung stehenden Macht, ob und inwieweit ein Bürger gegen geltendes Recht und Gesetz verstoßen hat. Entsprechende Rechtsmittel wie etwa Geldstrafe oder Freiheitsstrafe stehen Richtern im Falle einer Überführung zur Verfügung. Obwohl vielen Betroffenen der existenzielle Charakter eines Strafverfahrens klar ist, wird ein Anwalt für Strafrecht oftmals nicht oder zu spät beauftragt. Grund: Die Kosten. Wir stellen diese Kosten dem erwartbaren Nutzen gegenüber. Entscheiden Sie selbst.

Strafverfahren und Zivilprozess

Egal, ob Steuerstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, oder Delikte mit klassischem Strafrechts-Bezug: Wenn die Staatsanwaltschaft gegen Sie ermittelt, spricht man ingesamt von einem Strafverfahren, das gegen Sie "eingeleitet" wird. Das Strafverfahren lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen. Erstens das Ermittlungsverfahren, zweitens das Zwischenverfahren, welches - sollten die Anklagepunkte ausreichen - zum Hauptverfahren führen kann. Der Unterschied zu einem Zivilprozess liegt inhaltlich darin, dass sich hier nicht Bürger im Streit gegenüber stehen, sondern der Staat gegen den Bürger streitet.

Kosten im Strafverfahren

Ein weiterer Unterschied zum Zivilrecht liegt darin, dass es in einem strafrechtlichen Prozess keine Prozesskostenhilfe gibt. Der Beschuldigte verteidigt sich hier also entweder selbst oder mittels eines Anwalts seiner Wahl. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen gibt es die Möglichkeit des Pflichtverteidigers. Voraussetzungen können etwa eine drohende Mindeststrafe von einen Jahr Haft sein oder, dass sich der Beschuldigte bereits in Haft befindet. Dadurch ist die Auswahl eines Anwalts nicht mehr ohne weiteres möglich. Liegen diese oder weitere definierte Voraussetzungen vor, weist das Gericht auf die Möglichkeit des Pflichtverteidigers hin, nach einer weiteren Frist bestellt das Gericht selbst einen solchen. Die Auslagen des Pflichtverteidigers übernimmt zunächst die Staatskasse. Im Falle einer Verurteilung werden die Kosten jedoch entsprechend zurückverlangt.

Wie rechnen Strafverteidiger ab?

Grundsätzlich gelten für Pflicht- oder Wahlverteidiger die gleichen Rahmengebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ab. Jedoch kann und wird in der Praxis von dieser Gebührenordnung abgewichen und meist entweder nach Stunden oder pauschal abgerechnet. Nach einer Erstberatung ist eine effektive Verteidigung auch nur durch ausgiebige Akteneinsicht mit anschließender Ausarbeitung einer aussichtsreichen Verteidigungsstrategie möglich. Sicherheit bietet ein Vorabgespräch mit einem Anwalt für Strafrecht: Ein erfahrender Anwalt klärt im ersten Gespräch gerne über die Varianten auf und gibt Auskunft darüber, welche Kosten je nach Prozessstand in etwa zu erwarten sind. Schnell stellt sich die Frage, ob sich ein Anwalt zu beauftragen lohnt.

Warum ist eine professionelle Verteidigung so wichtig?

Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft müssen Sie sehr ernst nehmen; denn Sie kennen vermutlich den Spruch: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ob Ihnen klar war, dass Sie eine Straftat begehen oder nicht, oder ob Sie jemand "reinreiten" möchte, ob Sie aus Notwehr, im Affekt oder aufgrund einer Krankheit gehandelt haben, spielt zunächst keine Rolle für eine drohende Verurteilung; auch wenn diese im Einzelfall etwas milder ausfallen könnte. Oberstes Gebot ist es jetzt, keine Fehler zu begehen, denn Ermittlungen können Auswirkungen haben, die Sie sich derzeit vielleicht noch nicht vorstellen können:
  • Auswirkung auf den Ausgang des Verfahrens: Sie sollten besser mit niemanden über den Fall sprechen außer mit einem Anwalt. Verwandte haben zwar ein Zeugnisverweigerungsrecht, aber aussagen dürfen sie (theoretisch) trotzdem. Auch ohne es zu wollen, können diese den Tatvorwurf gegen Sie erhärten. Kommt es zu einer Durchsuchung Ihrer Privat- oder Geschäftsräume oder gar zu einer Festnahme, sollten Sie sowieso mit allen Mitteln einen Verteidiger zu kontaktieren versuchen. Freiwillig sollten Sie weder belastende Unterlagen herausgeben, noch sich zu einer Aussage hinreißen lassen. Und denken Sie daran: Den Behörden stehen im Falle eines Verfahrens auch Mittel wie das Abhören von Telefon oder Handy zur Verfügung.
  • Auswirkung auf Ihr privates Umfeld: Ein Ermittlungsverfahren hat ungeahnte Auswirkungen auf Ihr Privatleben. Die Ehe wird in den allermeisten Fällen vor eine Zerreißprobe gestellt, die Familie ist aufs Stärkste belastet. Freunde, Nachbarn, Verwandte haben ihr Urteil meist schon getroffen, spätestens wenn gegen Sie Anklage erhoben wird.
  • Auswirkung auf Ihren Gemütszustand: Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei sind kein Pappenstiel, den man so leicht in die Ecke stellen kann. Es gleicht eher einer Achterbahnfahrt, bei welcher man die Auf und Abs bekanntlich nicht beeinflussen kann. Schnell wird der Druck zu groß, das Ventil ist meist eine angeschlagene körperliche Verfassung, die Sie jetzt am wenigsten brauchen können. Ein professioneller, erfahrener Beistand ist das Mindeste, was Sie benötigen, um diese Fahrt glimpflich zu überstehen.
  • Erfahrene Anwälte in Ihrer Nähe

    Geraten Sie in den Fokus ermittelnder Beamten, entscheiden Sie sich für einen erfahrenen Anwalt für Strafrecht. Kontaktieren Sie diesen in Ihrer Nähe, gleich hier, bei anwaltssuche.de. Besprechen Sie Details, Kosten und Erfolgsaussichten. Warten Sie nicht, sonst könnte es vielleicht zu spät sein.


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