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Rechtliche Informationen zum Thema Erbschaft

Inhalte einer Erbschaft

In der Regel handelt es sich bei einer Erbschaft um Sachwerte, Barvermögen, Spar- oder sonstige Guthaben in Form von Feldanlagen und Immobilien, die gemäß eines Testamentes, dem letzten Willen der oder des Verstorbenen an die Erben verteilt wird. Um über das Erbe verfügen zu können, muss das Testament vom Nachlassgericht eröffnet werden. Das heißt, die im Testament angegebenen Personen werden von Seiten des Gerichts über den Inhalt des Testaments informiert.

Erbe muss nicht angetreten werden

Allerdings ist einen Erbschaft nicht immer nur positiv, es können auch Verbindlichkeiten oder gar einer Überschuldung des Nachlassgebers bestehen, für die der Erbe einstehen muss. Es besteht jedoch keine Verbindlichkeit das Erbe anzunehmen. Sollten also Schulden vorhanden sein, kann der Nachlassnehmer das Erbe innerhalb einer kurzen Frist vor dem Nachlassgericht oder einem Notar ablehnen. Hat der Verstorbene im Ausland gelebt oder ist dort ums Leben gekommen, verlängert sich die Frist auf bis zu sechs Monate. Danach gilt das Erbe als angenommen. In begründeten Fällen besteht nach Ablauf der Frist unter Umständen noch die Möglichkeit einer Anfechtung der Erbschaft sofern beispielsweise erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Überschuldung des Nachlasses festgestellt wird.

Gesetzliche Erbfolge richtet sich nach dem Grad der verwandtschaftlichen Verhältnisse

Sofern kein Testament vorhanden ist, stehen Ehepartner und eingetragene Lebenspartner an erster Stelle der Erbfolge. Ihnen folgen eheliche und nichteheliche Kinder sowie Adoptivkinder und ihre direkten Nachkommen. Sollten keine der genannten Nachkommen am Leben sein, folgen die Eltern und ihre direkten Nachkommen. Ihnen folgen Onkel, Tante und deren direkten Nachkommen. Ein Erblasser kann auch seinen gesamten Besitz an mehrere Verwandte oder andere Personen gemeinschaftlich vererben. Man spricht dann von einer Erbengemeinschaft. Diese ist nur gemeinsam handlungsfähig und kann im Streitfall nur über eine zivilrechtliche Klage aufgelöst werden. Sind keine Erben bekannt, wird von Seiten des Nachlassgerichtes ein Nachlassverwalter mit der Auflösung des Nachlasses beauftragt. Seine Aufgabe ist es, mögliche Erben ausfindig zu machen. Gelingt ihm diese nicht, tritt der Staat als Nachlassnehmer ein.

Mittels eines Testaments können auch nicht verwandte Personen bedacht werden

Ein Erblasser kann in einem Testament auch nicht verwandte Personen mit seinem gesamten Nachlass bedenken oder einzelne Vermögenswerte vermachen. So können beispielsweise Bargeld, Schmuck, Wertgegenstände oder Erinnerungsstücke gesondert vererbt werden.

Die Erbschaftssteuer richtet sich nach dem Wert des Nachlasses und dem Verwandtschaftsgrad

Je enger das verwandtschaftliche Verhältnis zwischen Nachlassgeber und Nachlassnehmer, desto größer ist der steuerliche Freibetrag. Das heißt, die Höhe des Freibetrages und die Steuerklasse, nach der die Erbschaftssteuer berechnet wird, hängen vom verwandtschaftlichen Verhältnis zwischen dem Erblasser und dem Erben ab.

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Letzte Aktualisierung am 2016-06-13

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