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Anwalt Grundstücksrecht

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Grundstücksrecht: Besitz befreit und verpflichtet

Ein Grundstück ist eine schöne Sache. Man kann sich darauf sonnen und erholen, kann darauf bauen (wenn die Voraussetzungen stimmen), oder man stellt ein Zelt darauf und schaut nachts in die Sterne. Wenn man das Grundstück "besitzt", also Eigentümer ist, hat man das so genannte "Vollrecht" am Grundstück; man kann im Grunde dort tun und lassen, was man will - sofern man dabei andere Rechte nicht einschränkt.

Besonderheiten beim Kauf / Verkauf von Grundstücken

Ein Grundstück ist ein Stück "Erdoberfläche", das in einem Bestandsverzeichnis (z.B. Grundbuch) eingetragen ist. Das Gesetz kennt ein Grundstück als "nicht bewegliche Sache" - das bringt Besonderheiten beim Kauf/Verkauf mit sich. Bewegliche Sachen können ihren Besitzer einfach durch Übergabe wechseln. Grundstücke werden durch "Auflassung" (die Einigung über die Eigentumsübertragung von Grundstücken) gekauft oder verkauft; die Auflassung wird im Grundbuch dokumentiert. Die Eigentumsübertragung muss durch einen Notar vorgenommen werden, der die Vertragsparteien auch umfassend über die Rechtsfolgen ihres Handels aufklären muss.

Nutzung eines Grundstücks

Das Grundstücksrecht kennt verschiedene Grade von Rechten an einem Grundstück, so genannte dingliche Rechte (Vollrecht) und beschränkte dingliche Rechte (z.B. Erbbaurecht, Grunddienstbarkeit, Nießbrauch). Je nach Grad verbinden sich damit unterschiedliche Nutzungen / Nutzungsmöglichkeiten.

Grunddienstbarkeit: der Weg über ein fremdes Grundstück

Der Weg zu einem Haus führt nicht über das eigene sondern ein fremdes Grundstück. Mit dem Eigentümer dieses Grundstücks ist eine (Grund-)Dienstbarkeit vereinbart, ein Wegerecht. Dieses Wegerecht gestattet es jederzeit über das fremde Grundstück zum eigenen Haus zu gelangen. Die Grunddienstbarkeit wird ins Grundbuch eingetragen; sie bleibt auch dann bestehen, wenn das eigene Haus verkauft wird.

Erbbaurecht: ein Haus auf Zeit

Wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch Erbpacht genannt. Der Inhaber dieses Rechtes kann auf einem Grundstück, das ihm nicht gehört, ein Gebäude errichten. Erbbaurechte werden üblicherweise für 99 Jahre vergeben. Sie sind übertragbar und können verkauft werden. Das Recht erlischt mit dem Ablauf der vereinbarten Zeit.

Nießbrauch: (be)nutzen, aber nicht verkaufen - ein Leben lang

Der Nießbrauch an einem Grundstück berechtigt dazu, alle Nutzungen aus dem Grundstück zu ziehen, also zum Beispiel die Äpfel zu ernten, Schafe zu weiden, die das Gras fressen usw., aber auch, das Grundstück zu verpachten oder zu vermieten. Nießbrauchsrechte können nicht veräußert oder vererbt werden; sie gelten lebenslang und enden mit dem Tod des Nießbrauchers.

Bauen auf einem Grundstück - hier sind ein paar Tipps

Wer ein Grundstück kauft, will in aller Regel darauf bauen. Es ist anzuraten, sich bei der zuständigen Behörde nach dem Bebauungsplan zu erkundigen. Angaben von Verkäufern sind nicht immer zuverlässig. Wenn Sie kaufen wollen (und bevor Sie Tatsachen schaffen), besorgen Sie auf jeden Fall eine rechtlich verlässliche, schriftliche Stellungnahme. Natürlich dürfen Sie nicht auf jedem Grundstück das bauen, was Sie wollen. Hier gelten möglicherweise lokale Einschränkungen. Verschaffen sie sich also zuvor die Sicherheit, dass Sie Ihr Traumprojekt so verwirklichen können, wie Sie möchten.

Der Anwalt für Grundstücksrecht

Ein Anwalt für Grundstücksrecht kann Ihre Vorhaben bestens unterstützen. Wenn es um den Kauf oder Verkauf eines Grundstücks oder um die Belastung eines Grundstücks mit Grunddienstbarkeiten geht, wird er Ihnen sachkundig zur Seite stehen. Ebenfalls wichtig: In engem Zusammenhang mit dem Grundstücksrecht steht das Nachbarrecht. Hier geht es um die Grenzen nachbarlichen Handelns ("Was darf der Nachbar, und was nicht", aber auch: "Was darf ich, und was darf ich nicht"?). Auch hier kann Sie der Anwalt sachkundig vertreten und Ihnen im Streitfall zu Seite stehen. Einen kompetenten Rechtsanwalt für Grundstücksrecht in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung am 2015-11-16

Weiterführende Informationen zu Grundstücksrecht

Auflassung Grundbuch
Auflassungen sind der erste Schritt, dass ein Grundstück von einer Partei auf eine andere übergehen kann. Der zweite Schritt ist der Eintrag ins Grundbuch. Auflassung und Grundbucheinträge sind Sache des Notars. (vom 2016-10-19)  mehr ...

Baulast
Eine Baulast belastet einen Grundstücksinhaber nicht physisch, sondern beschneidet im Normalfall seine Rechte. Baulasten kommen meist dann in Betracht, wenn eine Baugenehmigung ansonsten nicht erteilt werden würde. Käufer, die erst im Nachhinein von einer Baulast auf ihrem Grundstück erfahren, sollten sich sofort an Anwalt wenden. (vom 2016-11-15)  mehr ...

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Expertentipps zu Grundstücksrecht
Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht 2016-08-02 (458 mal gelesen)

Ein Eigentümer kann mit seinem Eigentum weitgehend tun und lassen, was er will. Eine Ausnahme ist die so genannte Dienstbarkeit, die einer anderen Person ein Nutzungsrecht an der Sache des Eigentümers einräumt. Jede Dienstbarkeit schränkt die Nutzung des eigenen Grundstücks ein. Ein entsprechender Grundbucheintrag will deshalb wohl überlegt sein.

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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht 2011-06-29 (183 mal gelesen)

Der Traum von vielen: wohnen in den eigenen vier Wänden! Der Weg zum eigenen Haus kann jedoch mit einigen Gefahren verbunden sein. Denn manche Bauträger werben mit dem sog. ?verdeckten Bauherrenmodell?. Dabei wird der gewünschte Erwerb eines zu errichtenden Wohnhauses samt Grundstück in zwei separate Verträge aufgespalten.

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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht 2011-01-19 (247 mal gelesen)

Wer seine eigenen vier Wände baut, sollte auf Nummer sicher gehen. Denn manche Bauträger locken mit der Ersparnis von Vertragsnebenkosten, wenn Grundstück und Haus in zwei getrennten Verträgen erworben werden. So sollen vermeintlich Grunderwerbsteuer und Notarkosten reduziert werden. Doch das sogenannte verdeckte Bauherrenmodell kann den Bauherren am Ende teuer zu stehen kommen. Oft wird der Traum vom Eigenheim dann zum Albtraum.

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Kategorie: Anwalt Steuerrecht 2011-12-15 (385 mal gelesen)

Mit der Schuldrechtsreform im Jahr 2002 wurde auch das Verjährungsrecht geändert. Für Ansprüche auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück sowie auf Begründung, Übertragung oder Aufhebung eines Rechts an einem Grundstück oder auf Änderung des Inhalts eines solchen Rechts sowie die Ansprüche auf die Gegenleistung wurde eine Verjährungsfrist von 10 Jahren (§ 196 BGB) eingeführt.

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Kategorie: Anwalt Erbrecht 2011-06-16 (190 mal gelesen)

Es kommt oft vor, dass in einem Erbfall das Erbe nicht nur einem Erben, sondern mehreren Personen anfällt, es entsteht eine so genannte Erbengemeinschaft. Insbesondere wenn ein Grundstück zu der Erbmasse gehört, kann dies zu Problemen führen, wenn ein Käufer für das Grundstück existiert, jedoch nicht alle Erben veräußern wollen. Was können die verkaufswilligen Erben? tun?

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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht 2011-09-19 (124 mal gelesen)

In den fünf neuen Bundesländern und im früheren Ostberlin hatten im Zeitpunkt der Wiedervereinigung häufig Nutzer ein Eigenheim auf einem fremden Grundstück inne. Rechtsgrundlage für die Inanspruchnahme fremden Grund und Bodens waren oftmals durch staatliche Stellen der DDR verliehene dingliche Nutzungsrechte oder das in einem Grundbuch festgeschriebene selbständige Gebäudeeigentum.

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Kategorie: Anwalt Strafrecht 2016-08-04 (321 mal gelesen)

Leere Flaschen, Brottüten oder Steine: Anwohner von Schulen finden manchen Unrat auf ihrem Grundstück. Muss der Schulträger Maßnahmen ergreifen, um die Nachbarn vor Müll auf ihrem Grundstück zu schützen?

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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht 2015-08-06 (1615 mal gelesen)

Die Sonne lacht vom blauen Himmel- aber nicht im eigenen Garten! Hier verschatten die meterhohen Bäume des Nachbargrundstücks jegliches Sonnenlicht. Kann der Grundstückseigentümer in diesem Fall das Fällen der Bäume verlangen?

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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht 2011-09-12 (204 mal gelesen)

Ein Grundstückseigentümer darf von einem Autofahrer die Entfernung seines auf einer öffentlichen Straße abgestellten Fahrzeuges verlangen, wenn dieses die Einfahrt zum Grundstück blockiert.

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Kategorie: Anwalt Immobilienrecht 2010-02-08 (641 mal gelesen)

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte sich in einer aktuellen Entscheidung vom 09.12.2009 (AZ: 6 U 121/09) mit einer wichtigen Entscheidung für all diejenigen zu beschäftigen, die sich mit dem Gedanken tragen, bei steigenden Energiepreisen ihr Haus mit einer Fassadenisolierung zu versehen.

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