Logo anwaltssuche.de

Anwalt Zwangsversteigerungsrecht

Zum Anwalt für Zwangsversteigerungsrecht bitte Anfangsbuchstaben Ihres Ortes auswählen
A B D E F G H K L N O P R S T W

Zwangsversteigerungsrecht - wenn Immobilen unter den Hammer kommen

Bei einer Zwangsversteigerung wird unbewegliches Vermögen des Schuldners wie Häuser, Grundstücke, Wohnungen zur Verwertung herangezogen. Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen zur Zwangsversteigerung sind im Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) festgelegt. Das Vollstreckungsverfahren der Zwangsversteigerung kann gegen jede natürliche Person, jede juristische Person oder jedes Unternehmen eingesetzt werden.

Zwangsversteigerung: Voraussetzungen und Ablauf

Das Gesetz erkennt den hohen existenziellen Wert einer Immobilie an. Eigentum ist ein Grundrecht; bei einer Zwangsversteigerung greift der Staat in dieses Grundrecht ein, um die Belange des Gläubigers zu befriedigen. Es muss daher gewährleistet sein, dass auch der Schuldner zumindest die Möglichkeit hat, eine Zwangsversteigerung durch Rechtsmittel abzuwehren. Immerhin steht unter Umständen seine wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel. Eine Zwangsversteigerung muss besondere Bedingungen erfüllen, ohne die sie nicht formal korrekt durchgeführt werden kann:
  • Antrag durch den Gläubiger beim zuständigen Amtsgericht
  • Vollstreckungstitel (muss die Gläubiger, Schuldner, Inhalt, Art und Umfang der geschuldeten Leistung bezeichnen)
  • Vollstreckungsklausel (beantragt der Gläubigers beim Urkundsbeamten des zuständigen Gerichts)
  • die Zustellung von Titel und Klausel beim Schuldner.
Erst wenn diese Voraussetzungen vorliegen, erlässt das Gericht den so genannten Anordnungsbeschluss, der dem Schuldner zugestellt wird.

Auch der Schuldner hat Rechte

Der Schuldner kann Rechtsmittel gegen die drohende Zwangsversteigerung einlegen. Spätestens hier empfiehlt sich dringend der gute Rat eines erfahrenen Anwalts für Zwangsversteigerungsrecht. Er wird zunächst überprüfen, ob die Zwangsversteigerung rechtswidrig ist und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen. Dazu könnten der Vollstreckungsschutzantrag oder eine Verzögerung des Verfahrens gehören, um die Forderungen des Gläubigers auf anderem Weg zu befriedigen. Bei manchen Zwangsvollstreckungen benötigen die Schuldner einfach nur etwas mehr Zeit. Eine Verzögerung der Zwangsvollstreckung nur um der Verzögerung willen bringt allerdings nichts, im Gegenteil. Auch der Gläubiger kann weitere Rechtsmittel anwenden, die das gesamte Verfahren zu Ungunsten des Schuldners weiter verschärfen.

Hinterher ist man schlauer

Altes aber korrektes Argument: Eine Zwangsvollstreckung kommt nicht einfach so um die Ecke. Sie hat häufig eine lange (und eventuell unglückliche) Vorgeschichte. In der Regel haben Schuldner es versäumt, rechtzeitig fachlichen Rat einzuholen, der die Eskalation der Situation hätte abwenden können. Fachlichen Rat sollten sie allerspätestens dann einholen, wenn der Gläubiger eine Vollstreckung androht. Ein auf Zwangsvollstreckungsrecht spezialisierter Anwalt berät Sie in allen wichtigen Fragen rund um das Thema. Hier finden Sie guten Rat - mit einem einfachen Klick!

Letzte Aktualisierung am 2015-12-01

Weiterführende Informationen zu Zwangsversteigerungsrecht

Das Rechtsgebiet Insolvenzrecht steht dem Zwangsversteigerungsrecht nahe. Lesen Sie dazu:

Entschuldung (Insolvenzrecht)
Wenn nach nüchterner Betrachtung deutlich wird, dass die Reserven aufgebraucht sind, muss ein Schnitt her. Eine übliche Möglichkeit ist die Privat- oder Verbraucherinsolvenz, eine andere die Entschuldung vor der Insolvenz. (vom 2015-12-02)  mehr ...

Firmeninsolvenz (Insolvenzrecht)
Eine Firmeninsolvenz ist eine komplexe Angelegenheit, bei der viel auf dem Spiel steht und die Zeit rennt. Denn: Kann ein Unternehmen seine fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen oder deckt das bestehende Vermögen die Verbindlichkeiten nicht mehr, muss innerhalb von drei Wochen der Insolvenzantrag gestellt werden. (vom 2015-12-02)  mehr ...

Gläubiger (Insolvenzrecht)
Ein Gläubiger lebt im guten Glauben, dass er Leistungen wieder zurück erhält, die er für einen Schuldner erbracht hat. Begleicht der Schuldner seine Schuld nicht wie vereinbart, kann der Gläubiger Ansprüche geltend machen. Dazu stehen ihm eine ganze Reihe von Rechtsmitteln zur Verfügung. (vom 2015-12-03)  mehr ...

Insolvenzverfahren (Insolvenzrecht)
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es vorkommen, dass Privatpersonen oder Unternehmen ihre Rechnungen nicht begleichen oder ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Sind sie anhaltend nicht in der Lage, die Forderungen ihrer Gläubiger zu bedienen, kann es zu einem Insolvenzverfahren kommen. (vom 2015-12-03)  mehr ...

Insolvenzverschleppung (Insolvenzrecht)
Bei tatsächlicher oder drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss der verantwortliche Geschäftsführer innerhalb von drei Wochen den Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht stellen. Das Versäumen dieser Verpflichtung kann als Insolvenzverschleppung gewertet werden - ein Straftatbestand. (vom 2015-12-03)  mehr ...

Kontopfändung (Insolvenzrecht)
Die häufigste Form der Zwangsvollstreckung ist die Kontopfändung. Sie ist dann möglich, wenn der Vollstreckungsbescheid rechtskräftig ist und der oder die Gläubiger dadurch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten darf. (vom 2015-12-03)  mehr ...

Offenbarungseid (Insolvenzrecht)
Ist ein Schuldner zu einem Offenbarungseid verpflichtet, bleibt er besser bei der Wahrheit, da ansonsten ein Strafverfahren und Freiheitsstrafen drohen. Unrichtige Angaben bergen ein weiteres Risiko: Wird im Rahmen eines Insolvenzverfahrens Restschuldbefreiung beantragt, kann diese bei unrichtigen Angaben in der eidesstattlichen Versicherung verweigert werden. (vom 2015-12-02)  mehr ...

Vollstreckungsbescheid (Insolvenzrecht)
Der Vollstreckungsbescheid ist Teil des mehrstufigen Mahnverfahrens; er steht an seinem Ende. Für den Gläubiger bedeutet ein Vollstreckungsbescheid, dass er sofort in das Vermögen des Schuldners vollstrecken kann, für den Schuldner dagegen, dass er den Forderungen seines Gläubigers kaum noch entkommen kann. (vom 2015-12-02)  mehr ...

Was?
Wo?
Expertentipps zu Zwangsversteigerungsrecht
Kategorie: Anwalt Strafrecht Carsten Neumann 2012-12-28 (3891 mal gelesen)

Die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher in Form der Sachpfändung war nach bisher geltendem Recht wenig effektiv. Auf Grund bestehender Vorschriften zum Schuldnerschutz ist regelmäßig der gesamte Hausrat des Schuldners vor Pfändung geschützt. In aller Regel musste der Gerichtsvollzieher unverrichteter Dinge wieder abziehen. Dies soll sich nun mit Wirkung zum 01.01.2013 ändern: Zu diesem Zeitpunkt tritt nämlich das "Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung" vom 29.07.2009 (BGBl. I Nr. 48, S. 2258 ff.) in Kraft.

3.433333333333333 / 5 (90 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht 2007-09-10 (231 mal gelesen)

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Kontopfändungsschutzes beschlossen. Mit dem Entwurf wird erstmalig ein sog. Pfändungsschutzkonto („P-Konto“) eingeführt, auf dem ein Schuldner für sein Guthaben einen automatischen Sockel-Pfändungsschutz in Höhe von 985,15 € pro Monat erhält.

3.8823529411764706 / 5 (17 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht GKS Rechtsanwälte 2013-03-04 (368 mal gelesen)

Handyverträge, Fitnessstudios und Internetbestellungen - die Konsummöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene sind nahezu unbeschränkt. Kommen dann noch Großinvestitionen wie der Auszug von den Eltern oder ein Auto hinzu, so wächst der Schuldenberg schnell über den eigenen Kopf. Als Folge sehen sich viele 18-25jährige schon Forderungen von bisweilen mehr als 10.000 Euro ausgesetzt.

3.6666666666666665 / 5 (9 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht GKS Rechtsanwälte 2012-03-05 (249 mal gelesen)

Eine kleine Neuerung in der Insolvenzordnung mit großer Wirkung in der Realität: Schon seit Anfang 2011 wird bei Fremdanträgen auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens das Verfahren nicht unbedingt wieder eingestellt, wenn der Schuldner die Forderung beim Gläubiger begleicht.

4.1875 / 5 (16 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Mietrecht GKS Rechtsanwälte 2014-10-03 (704 mal gelesen)

Wer sich in einer Verbraucherinsolvenz befindet, sollte genau überprüfen, ob der zuständige Insolvenzverwalter seine "Freigabe" über bestehende Wohnraummietverhältnisse gegeben hat. Ist dies der Fall, so können dem insolventen Mieter etwaige Rückzahlungen - z. B. von Nebenkosten oder der Mietkaution - zustehen, ohne dass der Verwalter Zugriff auf diese Gelder hat. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe (Az.: VIII ZR 107/13).

3.9166666666666665 / 5 (36 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht GKS Rechtsanwälte 2010-04-12 (228 mal gelesen)

Der Schuldner einer Insolvenz ist gesetzlich verpflichtet, dem Insolvenzgericht, dem Insolvenzverwalter und dem Gläubigerausschuss über alle das Verfahren betreffende Verhältnisse unaufgefordert Auskunft zu erteilen.

3.6363636363636362 / 5 (11 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht 2013-07-11 (167 mal gelesen)

und eine zweite Chance für einen wirtschaftlichen Neustart erhalten. Dafür hat der Bundestag das Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte kürzlich verabschiedet. Mit Hilfe von diesen gesetzlichen Neuregelungen sollen insolventen Menschen in Zukunft weitere Möglichkeiten haben, sich von ihren Schulden zu lösen.

3.6 / 5 (5 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht GKS Rechtsanwälte 2012-08-21 (243 mal gelesen)

Um Restschuldbefreiung zu erlangen, müssen unbedingt alle Versicherungen angegeben werden.

3.2222222222222223 / 5 (9 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht GKS Rechtsanwälte 2016-01-28 (378 mal gelesen)

Nach Untersuchungen der Auskunftei Creditreform sind in Deutschland aktuell ca. 6,7 Mio. Menschen überschuldet und nicht in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Obwohl die Überschuldung und die Zahlungsunfähigkeit der natürlichen Personen daher tendenziell zugenommen haben, nehmen die Insolvenzverfahren für Verbraucher und selbstständige oder ehemals selbstständige Personen ab.

3.7916666666666665 / 5 (24 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht GKS Rechtsanwälte 2010-08-02 (234 mal gelesen)

Ziel von Privatinsolvenzverfahren ist in aller Regel die Erlangung der sogenannten Restschuldbefreiung. Diese ermöglicht dem Verschuldeten, sich nach einigen Jahren komplett von seinen Schulden zu befreien. Voraussetzung hier ist allerdings, dass die sogenannte „Wohlverhaltensphase“ überstanden wird. Dies setzt insbesondere voraus, dass der Schuldner während der gesamten Wohlverhaltensphase (derzeit noch 6 Jahre ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens) eine angemessene Erwerbstätigkeit ausübt oder – sofern er ohne Beschäftigung ist – sich zumindest ernsthaft um eine solche bemüht.

3.1666666666666665 / 5 (6 Bewertungen)
Weitere Expertentipps