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Die Altersrente aus rechtlicher Sicht

Letzte Aktualisierung am 24.10.2016 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Altersrente ist ein Teil des sozialen Netzes

Hinterbliebenenrente, Erwerbsunfähigkeitsrente, Altersrente - Rentenarten gibt’s viele. Die genannten (es gibt noch mehr) sind Teil des gesetzlich regulierten Sozialversicherungssystems in Deutschland. Unter „Rente“ versteht der Volksmund gemeinhin die Altersrente. Wer "in Rente geht" hört in aller Regel auf zu arbeiten und setzt sich zur Ruhe. Um Rente zu bekommen, muss man allerdings zuvor eingezahlt haben. Arbeiter und Angestellte zahlen ihr gesamtes Arbeitsleben lang regelmäßig monatlich einen Anteil ihres Gehalts in die Kassen der gesetzlichen Rentenversicherung. Was sich in den Rententöpfen befindet, wird benutzt, um daraus die Renten der aktuellen Rentnergeneration zu bestreiten. Der Rententopf wird also ständig geleert und aus den Versicherungsbeiträgen der aktuell berufstätigen Beitragszahler wieder gefüllt. Die Beitragszahlergeneration kommt für die Renten der Rentnergeneration auf (Generationenvertrag). Die gesetzliche Rentenversicherung bildet nur begrenzte Rücklagen für die Altersrenten.

Das (Generationen-)Problem mit den Altersrenten

Über die Altersrenten wird viel diskutiert. Die Leistungen wurden gekürzt um das System vor dem Kollaps zu retten. Leicht zu ermessen, warum der Generationenvertrag auf tönernen Füßen steht: Durch Veränderungen in der Altersstruktur der Gesellschaft stehen immer mehr Rentner immer weniger Beitragszahlern gegenüber. Die Gesellschaft vergreist, die Menschen werden immer älter und beziehen länger Rente. Was sich in den Rententöpfen befindet, reicht für die Altersrenten der aktuellen und kommenden Rentnergenerationen nicht mehr aus. Der Gesetzgeber hat daher die Regelaltersgrenze für den Rentenbezug erhöht. Früher konnte Altersrente beantragen und beziehen, wer das 65. Lebensjahr erreicht hatte. Ab 2012 wird die Altersgrenze von 65 Jahren für den Rentenbezug in kleinen Schritten erhöht. Ab dem Jahr 2029 beträgt die Regelaltersgrenze dann 67 Jahre.

Wie hoch ist meine Altersrente?

Die Höhe der Altersrente, die ein Beitragszahler mit Erreichen der Regelaltersgrenze erhält, wird in einem komplexen Verfahren ermittelt (Pflichtbeitragszeiten, Entgeltpunkte, Kindererziehungszeiten). Wichtigster Faktor ist die Zeit: Die Höhe der Altersrente ist direkt abhängig von Anzahl (und der Höhe) der monatlichen Beiträge, also davon, wie lange und wieviel man eingezahlt hat. Wer genau wissen möchte, wie hoch die spätere Rente sein wird, wird enttäuscht. Genaue Voraussagen sind nämlich nicht möglich. Die Rentenhöhe ist (unter anderem) abhängig von der künftigen Gehaltsentwicklung (nicht nur von der eigenen sondern auch von der Entwicklung des Durchschnittseinkommens aller Versicherten). Einfluss haben auch künftige gesetzliche Änderungen, die sind naturgemäß nicht vorauszusehen. Eine möglichst exakte Hochrechnung der künftigen Altersrente ist bei den zuständigen Rentenversicherungsträgern erhältlich.

Altersrente muss beantragt werden

Wer die Regelaltersgrenze erreicht und damit Anspruch auf Altersrente hat, wartet vergeblich auf die Überweisung der Rentenversicherung. Die kommt nicht freiwillig. Altersrenten (wie auch andere Rentenarten) müssen beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt werden. Wenn der Antrag gestellt ist, kann es bis zur Zustellung des Rentenbescheids erfahrungsgemäß ein Weilchen dauern. Man sollte sich also um eine rechtzeitige Antragstellung kümmern. Ein Antrag ist nur dann möglich, wenn man die Mindestvoraussetzungen für den Bezug von Altersrente erfüllt hat: Man muss das Rentenalter (also die Regelaltersgrenze) erreicht und mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt haben.

Altersrente: Hinzuverdienst

Langzeiteinzahler in die gesetzlichen Rententöpfe sind in der Minderheit. Nur wenige erreichen die Traumgrenze von 45 Beitragsjahren. Entsprechend wenige Bürger erhalten damit die volle abschlagsfreie Altersrente. Die durchschnittliche gesetzliche Altersrente in Deutschland fällt daher oft mager aus. Eine Möglichkeit, Altersarmut zu verhindern oder hinauszuzögern ist der Hinzuverdienst. Wer nur eine schmale Altersrente bekommt, oder wer aus anderen Gründen nicht „in Rente“ gehen möchte, bleibt berufstätig. Das Gesetz besagt, dass jeder Bürger, der die Regelaltersgrenze erreicht hat, unbegrenzt zur Rente hinzuverdienen darf. Vorsicht: Wer die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat und bereits eine Altersrente bezieht (Frührente, Altersteilzeit), kann nicht unbegrenzt hinzuverdienen. Hier bestehen Hinzuverdienstgrenzen; es drohen evtl. Kürzungen der Altersrente. Wer vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze bereits (Alters-)Rente bezieht, muss (und sollte) mit seinem Rentenversicherungsträger reden.

Was tun, wenn Rentenärger droht?

Gesetzlich Rentenversicherte haben ihrem Rentenversicherungsträger gegenüber durchaus Rechte. Ablehnende Rentenbescheide oder eine nicht erwartungsgemäße Anrechnung der Versicherungszeiten sind nicht einmal selten. Ein Rentenbescheid ist niemals in Stein gemeißelt; es wird empfohlen, ihn nach der Zustellung entsprechend genau zu überprüfen. Irrtümer sind immer möglich - ein Widerspruch gegen den Rentenbescheid für Ihre Altersrente daher auch. Der will allerdings begründet und fristgerecht eingereicht sein. In Fragen des Rentenrechts / der Altersrente holen Sie sich am besten Unterstützung bei einem Anwalt für Sozialversicherungsrecht. Bei uns finden Sie einen gleich in Ihrer Nähe.


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