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Erbschaftssteuer: Information vor und nach dem Testament zahlt sich aus

Letzte Aktualisierung am 12.04.2018 / Lesedauer ca. 3 Minuten
Viele Menschen fragen sich: Welche rechtlich sicheren Möglichkeiten gibt es, bereits zu Lebzeiten dafür zu sorgen, dass die Hinterbliebenen wenig Erbschaftssteuer zahlen müssen? Und dann gibt es Personen, die gerade geerbt haben. Auch hier kennt der versierte Fachmann Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume, den Zugriff des Staates - sagen wir mal - zu minimieren. In beiden Fällen lohnt sich also eine gute Beratung - davor und danach.

Erbschaftssteuer zu Lebzeiten sparen. Wir stellen zwei Möglichkeiten vor:

Häuser, Aktien, Familienbesitz: Im Regelfall hält der Fiskus die Hand auf, wenn Vermögen nach dem Tod an die nächste Generation weitergeben wird.
  • Schenkung: Eine der unzähligen und sehr beliebten Möglichkeiten ist die Schenkung noch zu Lebzeiten. Hier können zum Beispiel vorhandene Freibeträge optimal ausgenutzt und die Erbschaftssteuer in einem verträglichen Rahmen gehalten werden. Eine Schenkung muss allerdings von längerer Hand geplant sein. Denn grundsätzlich muss das Verschenkte sich zehn Jahre lang im neuen Besitz befinden, bevor die Steuer dafür tatsächlich wegfällt.
  • Nießbrauch: Nießbrauch ist der Schenkung ähnlich. Allerdings verschenkt man nicht alle Rechte an einer Sache - normalerweise an einer Immobilie, sondern behält sich bestimmte Teilrechte weiterhin vor. Beispiel: Die Eltern verschenken ein Haus an ihre Kinder, bleiben aber entweder selbst darin wohnen (Vorbehaltsnießbrauch). Oder die Eltern bleiben weiterhin Eigentümer, räumen den Kindern aber einen Nießbrauch an den Mieteinnahmen ein (Zuwendungsnießbrauch). Das Nießbrauchsrecht ist grundsätzlich schwieriger zu regeln als eine Schenkung. Denn es muss auch daran gedacht werden, ob und unter welchen Umständen eine Rückgabe an die Eltern möglich ist. Die Insolvenz eines Kindes oder eine Scheidung könnten Gründe dafür sein. Solche Szenarien gilt es in einem Nießbrauchsvertrag detailliert abzubilden.

Berliner Testament: Bei Ihnen tatsächlich sinnvoll?

Doch Vorsicht: Auch populäre Lösungen sind nicht immer passend. Beispiel: Das beliebte Berliner Testament . Es hat (unter Eheleuten, die sich gegenseitig als Alleinerbe einsetzen) die Versorgung des überlebenden Ehegatten zum Ziel. Das ist sicher ein wohlwollendes Motiv. Doch unter ungünstigen Umständen zahlen die Erben hier doppelt Erbschaftssteuer!

Vorsicht vor Geheimtipps aus dem WWW

Bei der Erstellung eines Testaments ist daher die Betrachtung der individuellen Verhältnisse und Motive ein unbedingtes Muss. Denn was für den einen zur Steuerfreiheit im Erbfall führt, stellt sich für den anderen als Erbschaftssteuer-Falle heraus. Ob Nießbrauchsvermächtnis, Schenkung, Umwandlung in Betriebsvermögen, Familienstiftung oder Stiftung im Allgemeinen, Kettenschenkung oder Schiffsbeteiligung - seien Sie vorsichtig mit wackeligen Geheimtipps aus dem Internet. Fragen Sie echte Fachleute.

Was bleibt vom Erbe übrig?

Die Höhe der anfallenden Erbschaftssteuer ist von der Höhe der hinterlassenen Werte abhängig. Es gibt Freibeträge - nur das, was nach ihrem Abzug noch da ist, fällt unter die Erbschaftssteuerpflicht. In der Regel ist also das Einfamilienhäuschen, dessen Wert sich drei erbende Geschwister teilen, innerhalb der Freibeträge und damit erbschaftssteuerfrei. Einfluss auf die Berechnung der Erbschaftssteuer-Höhe haben:
  • die Steuerklasse der erbenden Person
  • die Höhe des Freibetrags der erbenden Person
  • eventuelle Versorgungsfreibeträge.

Regel: Je näher ein Erbe dem Erblasser steht (Verwandschaftsgrad), desto höher sind auch seine Freibeträge. Auch beim Erben gibt es Fristen. Das Erbe muss innerhalb von drei Monaten beim Finanzamt gemeldet werden.

Holen Sie sich fachliche Hilfe vom Anwalt für Erbrecht

Bei der Erbschaftssteuer - und ihrer Vermeidung - gibt es unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Es gibt aber auch ebenso viele Möglichkeiten, ein Erbschaftssteuer-Eigentor zu schießen, denn das Erbrecht ist selbst für Eingeweihte komplex. Vertrauen Sie in dieser Sache nur einem ausgewiesenen Fachmann. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Anwalt für Erbrecht in Ihrer Nähe!


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