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Anwalt Frührente

Frührente: Was bekommt man wann und wer kann helfen?

Was versteht man unter Frührente?

Als Frührente werden Renten bezeichnet, die vor Eintritt des gesetzlichen Rentenalters bezogen werden. Zur Zeit liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 65 Lebensjahren. Für alle Arbeitnehmer, die ab 1947 geboren wurden, wird das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise angehoben. Die Jahrgänge ab 1964 können erst mit 67 Lebensjahren in Rente gehen.

Welche Arten von Frührente gibt es?

Es gibt vier verschiedene Arten von Frührente: für Frauen ab 60, für langjährig Versicherte, nach Arbeitslosigkeit und nach Erwerbsminderung oder Schwerbehinderung. Daneben gibt es bei bestimmten Berufsgruppen, wie etwa Polizisten, Piloten, Feuerwehrmänner und Bergbauarbeiter, die Möglichkeit Frührente in Anspruch zu nehmen.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Frührente erfüllt sein?

Frauen ab 60 Lebensjahren, die Frührente beantragen wollen, müssen vor 1952 geboren worden sein. Sie müssen mindestens 15 Jahre Versicherungszeit belegen können – dazu gehören auch Zeiten der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen. Weitere Voraussetzung ist, dass sie nach dem 40. Lebensjahr zehn Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt haben. Für langjährige Versicherte gibt es die Frührente ab dem 63. Lebensjahr, vorausgesetzt der Arbeitnehmer wurde vor 1953 geboren und hat mindestens 45 Versicherungsjahre vorzuweisen. Hierzu zählen auch Zeiten des Wehrdienstes, der Kindererziehung, Angehörigenpflege und Krankengeldbezug. Nach Arbeitslosigkeit kann mit dem 63. Lebensjahr auch Frührente beansprucht werden, wenn der Arbeitnehmer vor 1952 geboren wurde und 15 Jahre Versicherungszeit nachweisen kann. Innerhalb der letzten zehn Jahre muss er acht Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt haben. Des Weiteren muss er eine bestimmte Zeit arbeitslos, bzw. zwei Jahre in Altersteilzeit, gewesen sein.

Frührente wegen Erwerbsunfähigkeit

Frührente wegen Erwerbsunfähigkeit können Arbeitnehmer jeden Alters beantragen, wenn sie ihren Beruf aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr ausüben können. Voraussetzung ist der medizinische Nachweis der Berufsunfähigkeit sowie eine Beitragszahlung von mindestens drei Jahren in den letzten fünf Jahren vor der Erwerbsminderung.

Mit welchen Abschlägen muss man bei der Frührente rechnen?

Wer Frührente beziehen möchte, muss Abschläge bei der Rentenzahlung in Kauf nehmen. Derzeit beträgt der Abschlag 0,3 Prozent für jeden Monat vor Eintritt des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Wer 5 Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter Frührente beantragt, muss einen Abschlag von 18 Prozent hinnehmen- was auch der maximale Abzug ist. Dieser Abschlag fällt immer an, auch dann, wenn der Frührentner das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht.

Hilfe bei Fragen rund um die Frührente

Für Arbeitnehmer, die den Wunsch haben in Frührente zu gehen, stellen sich viele rechtliche Fragen: Habe ich einen Anspruch auf Frührente? Erfülle ich die Voraussetzungen? Mit welchen Abschlägen bei der Rente muss ich konkret rechnen? Helfen kann hier ein Anwalt mit Spezialisierung im Rentenrecht.

Letzte Aktualisierung am 2017-09-14

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