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Sozialhilfe: Wer bekommt was und wann benötigt man einen Anwalt?

Letzte Aktualisierung am 23.05.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Wer hat Anspruch auf Sozialhilfe?

Menschen, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft erwirtschaften können, oder nicht in der Lage sind zu arbeiten, haben einen Anspruch auf Sozialhilfe, wie auch Menschen die aufgrund von Krankheit oder Pflegebedürftigkeit hilfebedürftig sind. Vorausgesetzt, sie erhalten auch keine Hilfe vom Ehepartner oder Lebenspartner.

Welche Sozialhilfen gibt es?

Es gibt mehrere Formen von Sozialleistungen, die im Sozialgesetzbuch verankert sind. Eine wichtige ist die Hilfe zum Lebensunterhalt. Sie wird vorrangig als Geldleistung Privathaushalten gewährt und umfasst etwa Kleidung, Ernährung, Unterkunft, Hausrat, Heizung – aber auch die Teilnahme am kulturellen Leben. Der Lebensunterhalt wird der Höhe nach mit Hilfe von sechs sogenannten Regelbedarfsstufen festgelegt. Bei der Unterkunft und bei Heizkosten werden die tatsächlich anfallenden Kosten übernommen. Einmalige Leistungen erfolgen zum Beispiel bei Bekleidung oder Möbel. Grundsätzlich muss man in Deutschland seinen Lebensmittelpunkt haben, um Sozialhilfe zu beziehen. Ausnahme: Ein Deutscher, der im Ausland lebt, befindet sich in einer außergewöhnlichen Notlage und kann nicht nach Deutschland zurückkehren.

Was bedeuten Grundsicherung und Erwerbsminderung?

Eine weitere Form der Sozialhilfe ist die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Wer die Altersgrenze erreicht hat oder wer volljährig und erwerbsgemindert ist, hat einen Anspruch auf diese Sozialhilfe, wenn er seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Vermögen oder Einkommen stemmen kann. Diese Sozialhilfe wird berechnet wie die Hilfe zum Lebensunterhalt und wird nur jeweils für ein Jahr bewilligt. Die Hilfen zur Gesundheit sind ebenfalls eine Sozialhilfe. Hier wird für Menschen, die nicht gesetzlich oder privat krankenversichert sind, die medizinische Versorgung gewährleistet. Sozialhilfeempfänger erhalten dabei in der Regel die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Sie können sich ihre gesetzliche Krankenkasse frei aussuchen. Die rechnet dann mit dem Soziahilfeträger ab. Weitere Sozialhilfen sind die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, Hilfe zur Pflege, Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen.

Wer ist für Sozialhilfe zuständig?

Nach dem Sozialgesetzbuch ist das kommunale Amt für Soziales und Wohnen der richtige Ansprechpartner rund um den Bezug von Sozialhilfe.

Wie wird Sozialhilfe beantragt?

Der Antrag auf Sozialhilfe muss schriftlich beim zuständigen Sozialamt erfolgen. Das Sozialamt verlangt in der Regel Nachweise über das Einkommen, Vermögen und auch über die laufenden Ausgaben. Auch Scheidungsurteile oder Unterhaltstitel können angefordert werden.

Braucht man bei Fragen zur Sozialhilfe einen Anwalt?

Ein Rechtsanwalt kann bei Problemen mit dem Jobcenter oder Sozialamt helfen. Er kann Bescheide prüfen und möglicherweise mit den richtigen rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen. Eine Beratung beim Experten für Sozialrecht lohnt in jedem Fall.


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