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Testament: Erstellung und Prüfung am besten durch einen Anwalt

Für wen ein Testament sinnvoll ist

Beginnen wir anders herum: Was passiert, wenn kein Testament vorhanden ist? Dann greift die gesetzliche Erbfolge. Hier ist genau festgelegt, welche Personen in welcher Reihenfolge erbberechtigt sind. Einige Menschen möchten diese Rangfolge nach ihren eigenen Vorstellungen beeinflussen. Manch ein Verwandter soll vielleicht möglichst wenig erben, ein (nicht verwandter) Freund möglichst viel oder es soll eine Stiftung als Erbe berücksichtigt werden. Solche Fälle lassen sich durch ein Testament regeln.

Sinnvoll bei reichhaltigem Erbe

Besonders ist ein Testament dann sinnvoll, wenn das Erbe sehr umfangreich ist oder sich beispielsweise teilweise im Ausland befindet. Auch Menschen, die selbst Einzelkinder sind, keine eigenen Kinder oder vielleicht hauptsächlich ein Netzwerk aus Freunden haben oder eine Stiftung innehaben, sollten über ein Testament nachdenken.

Zählt das selbst geschriebene Testament noch?

Die Testamentform Eigenhändiges Testament wird nach wie vor anerkannt. Es muss allerdings komplett selbst geschrieben sein (kein PC-Ausdruck!) und mit dem vollständigen Namen unterschrieben sein. Ein selbsterstelltes Testament ist zugegeben günstig, aber auch oftmals leicht angreifbar. Vielen Vererbern sind - mehr als verständlich - die juristischen Fachausdrücke nicht geläufig. Das Resultat kann sein, dass die Auslegung von Teilen des Testaments im Erbfall doch nicht den Wünschen des Vererbers entspricht, dass das Testament rechtswidrig ist und gar nicht zur Anwendung kommt oder die Erbengemeinschaft dieses zumindest anzweifelt.

Vorsicht Formulierungsfalle: Ein Beispiel

Der Vererber schreibt, er setze als Erben seine "Verwandten" ein. Das hätte zur Folge, dass alle erben würden außer dem eigenen Ehemann bzw. der eigenen Ehefrau, da er bzw. sie nicht mit dem Vererber verwandt, sondern verheiratet ist. Ergebnis: Der Ehepartner würde in diesem Beispiel lediglich den Pflichtteil erben!

Testamentserstellung durch Notar oder Rechtsanwalt

Die sicherere, wenn auch teurere Variante ist es, sein Testament vom Notar oder Rechtsanwalt erstellen zu lassen. Mit juristischer Hilfe kann ein Dokument erstellt werden, das prinzipiell
  • rechtssicher ist und
  • von den Erben im Normalfall nicht angegriffen wird / werden kann.
Wer also auf der sicheren Seite sein möchte, lässt sein Testament mit Hilfe eines Rechtsanwalts erstellen. Wem ein Testament vorliegt und dieses auf Rechtssicherheit prüfen lassen möchte, ist beim Anwalt ebenfalls bestens beraten.

Letzte Aktualisierung am 2016-06-16

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