anwaltssuche

Anwälte und Kanzleien für Firmenverkauf finden

Hier finden Sie Anwälte für Gesellschaftsrecht in Ihrer Nähe. Jetzt Anwaltssuche starten!

Filtern nach Ballungsraum
Filtern nach Ort alphabetisch

Rechtliches zum Firmenverkauf

Letzte Aktualisierung am 23.01.2017 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Firmenverkauf - eine komplexe Angelegenheit

Kein Verkauf ist komplexer als der einer Firma. Wechselt ein Unternehmen den Besitzer, sind unzählige Ebenen betroffen, von der Erarbeitung und Festlegung des Unternehmenswertes über den Unternehmenskaufvertrag, steuerrechtliche Fragen und Fragen der Rechtsform, bis hin zu personalpolitischen Entscheidungen, die für den Betriebsübergang auf einen neuen Eigentümer zu treffen sind. Jede Ebene kann, für sich selbst genommen, einem (rechtlichen) Spezialgebiet angehören, das nur ein Fachmann mit der entsprechenden Erfahrung bearbeiten kann. Wenn es um den Verkauf oder die Übernahme größerer Firmen geht („Mega Deals“), kommen ganze Heerscharen von Beratern zum Einsatz. Oft sind grenzüberschreitende Verhandlungen und Rechtssicherheit auch auf internationaler Ebene gefragt. Stets involviert in einen Unternehmensverkauf sind auch die Banken, die für etwaige Finanzierungen bereit stehen.

Gründe für den Verkauf eines Unternehmens

Firmenverkäufe sind Großprojekte. Sie wollen gründlich geplant und vorbereitet sein, selbst dann, wenn es „nur“ um kleinere oder mittelständische Unternehmen geht. Häufig suchen Familienunternehmen einen Käufer, etwa dann, wenn sich kein geeigneter Nachfolger für den Firmenchef findet. Wenn die Gründer eines gemeinsam aufgebauten Unternehmens sich trennen, geht es um den Verkauf von Firmenanteilen oder um eine Abfindung, Großunternehmen verkaufen Tochterunternehmen - es kann vielerlei Gründe für einen Firmenverkauf geben. Welches Motiv auch immer dahinter steht, Fehler beim Firmenverkauf drohen dort, wo das Verkaufs-Projekt ohne das nötige Fachwissen gestemmt werden soll.

Verkauf eines Unternehmens über das Internet

Das Internet macht auch vor dem Verkauf ganzer Unternehmen nicht Halt. Ein respektabler Teil der Unternehmensverkäufe findet heute über so genannte Nachfolgebörsen statt. Dabei geht es nicht nur um die Funktion des Internets als Anbahnungs- oder Vermittlungsplattform für Verkäufer und Käufer. Hier tummeln sich auch zahlreiche „Berater“ mit eigenen Seiten und Portalen. Wer sein Unternehmen in einer Unternehmensbörse inseriert, wird mit Sicherheit Angebote von Personen bekommen, die wegen ihrer besonders „guten Kontakte“ sofort mit Trauminteressenten winken. Hier ist hohe Vorsicht geboten, besonders wenn man möglichst noch gestern einen Vermittlungsauftrag für den Firmenverkauf unterschreiben soll. Wer das Kleingedruckte überliest, zahlt unter Umständen auch dann noch satte Gebühren, wenn die Vermittlung gar nicht zustande kommt. Warnglöckchen sollten ebenfalls läuten, wenn der Berater einen auffällig hohen Unternehmenswert ermittelt, wenn seine Gebühren sich daran bemessen. Und: Wer ein Unternehmen verkauft, muss wichtige Kennzahlen offen legen, Auskünfte über die finanzielle Lage und die Auftragslage geben, Patent-Informationen preisgeben. Ob das Internet ein guter Ort für derlei Offenbarungen ist, sei dahin gestellt. Zeigt sich ein Interessent, sollte man möglichst früh im Anbahnungsprozess die Ernsthaftigkeit seines Interesses überprüfen.

Wichtige Schritte

Natürlich möchte man für seine Firma den genau richtigen Käufer für den bestmöglichen Preis finden. Der Verkauf einer Firma ist aber stets von den individuellen Voraussetzungen abhängig. Wichtige Schritte sind:
  • Die Ermittlung des Unternehmenswertes. Für die Unternehmensbewertung spielen Marktwert, Verkaufszeitpunkt und das zukünftige Ertragspotenzial eine Rolle.
  • Steuerberater oder Steuerrechtler frühzeitig einbinden. Wer seine Firma verkauft, will mit Sicherheit möglichst wenig davon beim Staat lassen. Passende Modelle zur Steueroptimierung können der Kern eines solchen Geschäftes sein.
  • Due Diligence. Dieser neudeutsche Begriff bezeichnet nichts weiter als eine eingehende (inzwischen zum Standard erhobene) Risikoprüfung beim Unternehmenserwerb. Sie liegt eher im Interesse des Käufers als des Verkäufers. Aus verständlichem Interesse will der Kaufinteressent möglichst viel über das Unternehmen wissen; der Verkäufer muss die notwendigen Daten dafür zur Verfügung stellen.
  • Beurteilung arbeitsrechtlicher Folgen. Welche Ansprüche bestehen auf Seiten der Belegschaft, wie kann ein Betriebsübergang / eine Betriebsübernahme möglichst reibungslos stattfinden?
  • Festlegen des Verkaufspreises. Möglicherweise Grund für lange und zähe Verhandlungen.
  • Vertragsentwicklung. Vorsicht mit Vertragsmustern aus dem Internet. Ein Einzelvertrag genügt meist sowieso nicht. Lassen Sie einen Vertrag von einem kundigen Fachmann individuell und rechtssicher entwerfen.
  • Abschluss des Firmenverkaufes. Viele Deals platzen kurz vor der Unterschrift, weil wichtige Details übersehen wurden. Bei guter Vorbereitung passiert das nicht.

Fragen Sie einen Anwalt um Rat

Bei einem Firmenverkauf tauchen zwangsläufig juristische Fragen auf, die einen Laien überfordern und die ohne juristische Unterstützung nicht zu beantworten sind. Holen Sie sich fachlich versierte Unterstützung, wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten. Bei uns finden Sie einen Anwalt für Gesellschaftsrecht in Ihrer Nähe, der in dieser Materie zu Hause ist.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung