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Das Gesellschaftsrecht kennt unterschiedliche Gesellschaftsformen

Anwalt Gesellschaftsrecht Bei der Gründung eines Unternehmens haben die Gründer die Wahl zwischen zahlreichen unterschiedlichen Gesellschaftsformen. Wer gut beraten ist, wählt diejenige, die sich für seinen Geschäftszweck am besten eignet. Das Gesetz kennt Personengesellschaften (z.B. GbR, OHG und KG;) und Kapitalgesellschaften (z.B. AG, GmbH und KGaA). In einer Personengesellschaft schließen sich (mindestens) zwei natürliche Personen, die Gesellschafter, zur Verwirklichung eines wirtschaftlichen Zweckes zusammen. Gesellschafter arbeiten in der Regel aktiv im Unternehmen mit. In einer Kapitalgesellschaft dagegen ist ihre Mitarbeit nicht notwendig. Hier steht meist nur die finanzielle Mitwirkung der beteiligten Personen im Vordergrund.

Die Gesellschafter entscheiden mit

Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften sind vom Grundsatz her demokratisch organisiert. Ihre Gesellschafter / Aktionäre sind an Entscheidungsprozessen des Unternehmens beteiligt. Bei den vom Gesetz vorgeschriebenen Gesellschafterversammlungen (AG: die Hauptversammlung) treffen sich die Gesellschafter / Aktionäre in regelmäßigen Abständen um Beschlüsse zu fassen, Entscheidungen zu treffen, den Jahresabschluss festzustellen, die Geschäftsführung zu entlasten usw. Eine Gesellschafterversammlung ist stark an Formalien gebunden. Nur wenn sie eingehalten werden, ist ein Gesellschafterbeschluss gültig; wenn nicht, kann er jederzeit angefochten werden. Die Mitbestimmungsrechte auf den Versammlungen richten sich in der Regel nach der Höhe der Beteiligung.

Die Gesellschaft haftet - aber nicht immer

Wichtige Unterschiede zwischen einer Personengesellschaft und einer Kapitalgesellschaft gibt es auch in Haftungsfragen. Bei Personengesellschaften haften allein die Gesellschafter für die Verbindlichkeiten / Schulden der Gesellschaft - unter Umständen sogar mit ihrem Privatvermögen. Für die Verbindlichkeiten einer Kapitalgesellschaft dagegen haftet die Gesellschaft selbst. Ihre Haftung ist allerdings auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.

Wenn der Chef haften muss

In jedem Unternehmen, gleich welcher Rechtsform oder Gesellschaftsform, tragen leitende Personen hohe Verantwortung. Sie ist zum Teil mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden. Die Leitung einer GmbH (Geschäftsführer) oder einer Aktiengesellschaft (Vorstand, Vorstände) ist in jedem Fall für die ordentliche und gewissenhafte Führung des Unternehmens verantwortlich. Beide haften gegenüber ihrer Gesellschaft. In einer GmbH reicht diese Verantwortung allerdings sehr weit: Der GF kann verantwortlich sein für die Gewinn bringende Geschäftsführung, die Sicherheit der Produkte, die Sicherheit am Arbeitsplatz, das Managen finanzieller Risiken, usw. Nur durch einen gewissenhaft und fachlich sauber formulierten Dienstvertrag mit seiner GmbH kann er sich von gewissen Risiken entbinden lassen. Vorstände einer Aktiengesellschaft haben (und brauchen) einen weiten Handlungsspielraum für ihre unternehmerischen Entscheidungen; das Eingehen hoher geschäftlicher Risiken gehört dazu und ist praktisch Teil ihrer Aufgabe. Allerdings sind auch sie für die Einhaltung fester Pflichten verantwortlich und haften bei Nichtbeachtung gegenüber ihrer Gesellschaft.

Warum ein Anwalt für Gesellschaftsrecht so wichtig ist

Von der Gründung einer Gesellschaft, die mit der Wahl der richtigen Gesellschaftsform beginnt - über die Gestaltung von Geschäftsführerverträgen bis hin zur Schlichtung von Streitigkeiten unter Gesellschaftern, ist ein Anwalt für Gesellschaftsrecht ein unverzichtbarer Begleiter und Berater für jeden Unternehmer und in jedem Unternehmen. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Gesellschaftsrecht in Ihrer Nähe!

Letzte Aktualisierung am 2015-11-16

Weiterführende Informationen
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