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Bauträgervertrag: Ist er der richtige Vertrag für Sie?

Letzte Aktualisierung am 17.11.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Der Bauträgervertrag regelt das Vertragsverhältnis zwischen einem Bauträger und einem Bauherren, also dem Käufer einer Immobilie. Der Bauträger unterscheidet sich von einem "normalen" Bauunternehmer darin, dass in aller Regel nicht nur Häuser und Wohnungen zum privaten oder gewerblichen Zweck verkauft, sondern gleich das Grundstück bzw. den Grundstücksanteil mitveräußert wird. Rechtlich besteht zwischen den Parteien ein Mix aus Kaufvertrag und Werkvertrag, denn das Grundstück wird gekauft und die darauf gebaute Immobilie ist in der Fachsprache ein Werk oder Gewerk. Der große Unterschied zum Bauvertrag ist, dass Bauträgerverträge immer beim Notar beurkundet werden müssen - eine Sicherheit vor allem für den Käufer. Meistens kaufen Bauträger bei Großgrundbesitzern oder Gemeinden große Flächen auf und bauen darauf - in Absprache mit dem Bauamt, unter Berücksichtigung der Regeln im Bauplanungsrecht und Bauordnungsrecht - bis zu ganze Kleinstädte inklusive Gewerbebereiche für Ärzte, Apotheken und Geschäfte des so genannten täglichen Bedarfs. Doch auch kleinere Wohn- und Geschäftsanlagen gehören durchaus in das Portfolio eines Bauträgers. Die großen Vorteile für den Käufer besteht darin, dass er "alles aus einer Hand" bekommt - Ansprechpartner ist in erster Linie immer der Bauträger sowie, dass er sich nicht selbst um Baugenehmigung oder eine staatliche Baukontrolle kümmern muss. Die einzelnen Gewerke überprüfen sollte der Bauherr natürlich dennoch dringend. Und schon sind wir beim großen Nachteil: Wer alle Verantwortung in eine andere Hand legt, hat es im Zweifelsfall schwer, sich bei auftretenden Baumängel wirksam gegen den zur Wehr zu setzen, der den Baumangel verursacht hat. Denn tatsächlich bauen tut ein Bauträger selbst selten. Er engagiert Subunternehmer, mit denen er (meist sehr engmaschige) Rahmenverträge ausgehandelt hat. Das bedeutet: Bauträger und ausführende Baufirma schieben die Verantwortung vom einen zum anderen. Leidtragender ist allzuoft der Bauherr, der bei Leistungen Abstriche machen oder Nebenkosten in Form einer längeren Miete berappen muss. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, lässt einen Anwalt für Baurecht den Bauträgervertrag vorab prüfen. Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, kann ein Anwalt bei der Durchsetzung von Ansprüchen helfen und gegebenfalls Kontakt zu einem Baugutachter herstellen.

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