anwaltssuche

Anwalt Unfallflucht

Hier finden Sie zum Anwalt für Verkehrsstrafrecht in Ihrer Nähe. Suchen Sie nach Plz, Ort oder nutzen Sie die Filter.

Filtern nach Ballungsraum
Filtern nach Ort alphabetisch
anwaltssuche.de Anwalt Unfallflucht

Unfallflucht: Rennen Sie niemals weg!

Vielleicht hat´s niemand gesehen?

Ja, der berühmte Parkrempler - vielleicht hat man’s nicht mitgekriegt, dass man beim Ausparken den Nachbar-Pkw berührt hat. Vielleicht aber doch. Und man hofft, mit der Angst vor Höherstufung und Rabattverlust in der Kfz-Versicherung im Nacken, dass es niemand gesehen hat. Eine falsche Entscheidung. Das Gesetz regelt glasklar, wie man sich zu verhalten hat, wenn man einen Schaden an fremdem Gut (oder Personen) anrichtet. Bei einem Unfall, an dem man beteiligt ist, darf man sich auf keinen Fall vom Unfallort entfernen. Bei Unfallflucht verstehen die Gerichte keinen Spaß. Die Strafen sind empfindlich.

Wie verhält man sich nach einem Unfall korrekt?

Trotz drastischer Strafen machen sich jährlich geschätzte 500.000 (laut Automobilclub ACE) Unfallverursacher in Deutschland einfach vom Acker, ohne ihren Pflichten nachzukommen. Pflicht Nr. 1: Dem Unfallbeteiligten die Personalien mitteilen (oder der Polizei, wenn gerufen). Das hat mit einem Schuldeingeständnis noch überhaupt nichts zu tun. Pflicht Nr. 2: Ist niemand da, müssen Sie warten - eine angemessene Zeit lang. Und was ist angemessen? Hier nennen Gerichte zur Orientierung Faktoren wie Unfallschwere, Schadenhöhe, Wetter usw. - im Ernstfall ein Ratespiel. Taucht der Geschädigte trotz "angemessenen" Wartens nicht auf, müssen Sie eine Nachricht hinterlassen oder spätestens jetzt "unverzüglich" die Polizei informieren. Unverzüglich? Auch hier gibt es jede Menge Interpretationsspielraum.

Böse Fallen

Die übelsten Irrtümer begehen Unfallbeteiligte, die sich selbst freisprechen. Vorsicht: Auch wenn Sie selbst keinen Schaden feststellen können (bei dem berühmten Parkrempler etwa) oder sich nicht für (mit)schuldig am Geschehen halten, müssen Sie den Pflichten des Unfallbeteiligten nachkommen. Auch das Argument: "Da war schon eine Beule drin, das war ich nicht", wird im Ernstfall kein Gericht überzeugen.

Am besten kein Risiko

Die ca. 500.000 risikobereiten deutschen Unfallflüchter riskieren einiges: Geldstrafen, Freiheitsstrafen, Führerscheinentzug, Punkte Flensburg - und zum besonderen Übel auch noch den Regress des eigenen Haftpflichtversicherers. Die Strafen orientieren sich an der Schwere des Falles und an der Höhe des Schadens. Gar nicht lustig finden Gerichte die Unfallflucht / Fahrerflucht, wenn eine Person verletzt oder gar getötet wurde.

Sie sind doch weggelaufen - und jetzt?

Verhält sich ein Unfallflüchter nach seiner Tat richtig und einsichtig, kann (wohlgemerkt: kann!) ein Gericht von einer Strafe absehen bzw. diese mildern - unter gewissen Voraussetzungen. Eine wichtige Rolle spielen die Schadenhöhe, die Zeit, innerhalb derer man sich zu erkennen gibt und die Freiwilligkeit der Handlung. Allererster und allerwichtigster Schritt (wenn Sie sichergehen wollen, auch bei einem Parkrempler) ist der Gang zum Anwalt. Nur ein Fachmann kennt die Fallstricke. Er kann evtl. ebenfalls verhindern, dass Sie empfindlich bestraft werden. Lassen Sie sich also umgehend von Fachmann beraten. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht in Ihrer Nähe!

Letzte Aktualisierung am 2016-05-17

Weiterführende Informationen
Das könnte Sie auch interessieren
Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde, sollte vor Ort einen Unfallbericht erstellen. Dieser erleichtert das Geltendmachen von Ansprüchen gegenüber der gegnerischen Versicherung. Wichtige Infos zum Thema Unfallbericht erhalten Sie auch hier. (vom 19.12.2016) mehr...
Man hat einen Moment nicht aufgepasst, der Unfall ist passiert und ein Ermittlungsverfahren wegen einer Verkehrsstraftat wird eingeleitet. Aufgehorcht: In Deutschland werden jährlich weit über 150.000 Verkehrsstrafverfahren eingeleitet. (vom 21.02.2018) mehr...
Wer einen Unfall verursacht und sich schnell vom Tatort entfernt, sieht sich mit dem Vorwurf Fahrerflucht konfrontiert. Wie sollten Sie sich nun auf keinen Fall verhalten und unter welchen Umständen zahlt die Rechtsschutzversicherung? (vom 17.05.2016) mehr...
Zu schnell gefahren, ein Bier zu viel: Es gibt viele Gründe, warum man im Straßenverkehr straffällig geworden ist. Wer berufsbedingt auf sein Auto angewiesen ist oder direkt damit Geld verdient, für den hat ein Führerscheinentzug existenziellen Charakter. (vom 23.05.2017) mehr...
Auch ein geringer Promille-Wert führt bereits zu empfindlichen Geld- und Punktestrafen, zum Entzug des Führerscheins oder/und sogar zu einer Gefängnisstrafe. Was viele nicht wissen: Nicht nur hinterm Autolenkrad ist Alkohol trinken verboten, sondern auch hinterm Fahrradlenker. (vom 28.04.2016) mehr...
Gegen Bußgeldbescheide Einspruch einzulegen, kann sich lohnen. Denn auch technische Messgeräte können einen schlechten Tag haben. Wenn Sie also das Gefühl haben, es ging nicht mit "rechten Dingen" zu, lohnt sich eine professionelle Überprüfung. (vom 02.05.2016) mehr...
Wer beruflich oder privat auf das Auto angewiesen ist, dem rutscht bei einem drohenden Entzug seiner Fahrerlaubnis das Herz erst einmal in die Hose. Gründe, Auswirkungen und Möglichkeiten aus rechtlicher Perspektive erhalten Sie hier. (vom 17.05.2016) mehr...
Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall, der sich bei der Arbeit ereignet. Das hört sich einfach und klar an. Ist es jedoch nicht, denn nicht jeder Unfall am Arbeitsplatz ist ein Arbeitsunfall. (vom 16.09.2015) mehr...
Wird uns eine Straftat vorgeworfen, beauftragen wir ohne mit der Wimper zu zucken einen Anwalt. Wieso sparen wir uns diesen gerne, wenn es um einen Unfall geht? Und das obwohl so viele Argumente dafür sprechen, mit einem Anwalt für Waffengleichheit zu sorgen. (vom 12.05.2016) mehr...
Nach einem Kfz-Unfall stehen alle Beteiligten in der Regel unter Schock – und manchmal tragen sie leider mehr davon. Dazu kommen Streitigkeiten mit der gegnerischen Versicherung und/ mit Behörden. Auch der Arbeitsplatz kann gefährdert sein. (vom 19.12.2016) mehr...
Expertentipps