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Entschuldung ist möglich, geht aber nicht immer

Schuldenfrei - ja, aber mit Vorsicht

Wichtig vorab: Unter dem Stichwort "Entschuldung" versprechen zahlreiche windige Berater in Zeitungsanzeigen oder im Internet schnelle Hilfe im Schuldenfall. Dabei machen sie sich Not und Hoffnung von Schuldnern zu Nutze. Am Ende stecken die "Beratenen" nur umso tiefer in der Klemme. Hier ist Vorsicht geboten! Ihr Berater muss Ihr unbedingtes Vertrauen besitzen. Allerdings kann auch der beste Berater Schulden nicht einfach wegzaubern. In jedem Verfahren, ob Regelinsolvenz oder Verbraucherinsolvenz, geht es zunächst darum, die berechtigten Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen. Wenn man es schafft, sich gütlich oder auf dem Verhandlungsweg mit seinen Gläubigern zu einigen, kann die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens unter Umständen vermieden werden. Das ist das Ziel der Entschuldung / des Entschuldungsverfahrens.

Herkömmliches Insolvenzverfahren

Beim herkömmlichen Verbraucherinsolvenzverfahren steht am glücklichen Ende nach 6 Jahren die Restschuldbefreiung und damit ein möglicher Neuanfang für den Schuldner. Die vorgeschriebene Dramaturgie in Kurzform: 1. außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren / außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern, dem die Gläubiger zustimmen müssen 2. Stimmen die Gläubiger nicht zu, gerichtlicher Einigungsversuch / gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan 3. bei Scheitern Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Entschuldung mit Insolvenzplan

Seit Mitte 2014 ist auch im Privatbereich die Entschuldung per Insolvenzplan möglich. Der Insolvenzplan fußt auf Verhandlungen mit den Gläubigern. Bei einer Entschuldung bleibt es bei Schritt 1. des herkömmlichen Verbraucherinsolvenzverfahrens. Durch geschicktes Verhandeln wird ein Vergleich mit den Gläubigern angestrebt. Die müssen dazu in der Regel auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten ("Teilzahlungsvergleich") - möglicherweise dann attraktiv für einen Gläubiger, wenn er im Entschuldungsverfahren mit Insolvenzplan besser gestellt wäre als bei einer Privatinsolvenz. Ein Vergleich kann für den Gläubiger günstiger sein als ein langes Insolvenzverfahren, an dessen Ende nichts mehr übrig ist, was noch verteilt werden könnte. Ist der Vergleich mit den Gläubigern erfolgreich, kann ein Insolvenzverfahren vermieden werden. Der Schuldner ist tatsächlich in kurzer Zeit schuldenfrei. Der Erfolg eines solchen Vorgehens steht und fällt mit einer guten Beratung und einem guten Berater. Schenken Sie einem Anwalt für Insolvenzrecht Ihr Vertrauen. Gelingt es ihm, das Insolvenzverfahren zu vermeiden, kürzen Sie das Verfahren nicht nur ab sondern sparen zudem die Verfahrenskosten. Einen Anwalt,dem Sie vertrauen können, finden Sie hier - mit einem Klick.

Letzte Aktualisierung am 2015-12-02

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