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Kategorie: Anwalt Steuerrecht , 15.12.2021 (Lesedauer ca. 2 Minuten, 641 mal gelesen)

Spenden zur Weihnachtszeit – Worauf Sie unbedingt achten sollten!

Spenden zur Weihnachtszeit – Worauf Sie unbedingt achten sollten! © Coloures-pic - Fotolia

Spendenaufrufe von Hilfsorganisationen haben gerade in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur. Viele Menschen wollen mit einer Geldspende gerne Gutes tun, fühlen sich aber bei den unzähligen Hilfsorganisationen, die zum Spenden aufrufen, schlicht überfordert eine Entscheidung zu treffen, wo ihre Spende am besten aufgehoben ist. Worauf sollte man beim Spenden unbedingt achten, damit das Geld auch bei der richtigen Stelle ankommt?

Was wollen Sie mit ihrer Spende erreichen?


Bevor Sie spenden, sollten Sie sich in Ruhe eine oder ein paar Hilfsorganisationen aussuchen, deren Ziele Sie unterstützen möchten. Informationen über die verschiedenen Hilfsorganisationen findet man im Internet auf deren Websites sowie in deren Jahresberichten. Eine Hilfe herauszufinden, ob eine Organisation seriös ist, kann das Spendensiegel sein. Das Spendensiegel wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen in Berlin (DZI) an seriöse und spendenwürdige Hilfsorganisationen vergeben. Das DZI prüft, wie die Spendengelder eingesetzt werden, wie die Organisation kontrolliert wird und wie hoch deren Verwaltungskosten sein.
Sie finden alle Hilfsorganisationen mit Spendensiegel auf den Internetseiten des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen www.dzi.de.

Mehrere Spenden im Jahr oder eine Spende zur Weihnachtszeit?


Sie bieten der von Ihnen ausgesuchten Hilfsorganisation eine größere Unterstützung, wenn Sie mehrmals im Jahr und nicht nur zur gefühlsbetonten Weihnachtszeit Geld spenden. Wenn Sie von der Arbeit einer oder mehrerer Hilfsorganisationen überzeugt sind, ist ein längerfristiges Engagement empfehlenswert. So müssen Sie nicht immer wieder neu entscheiden, wenn Sie finanziell unterstützen möchten.

Was muss man bei Spenden an der Haustüre beachten?


Spendensammlungen an der Haustüre ist mit besonderer Vorsicht zu begegnen. Nicht selten sind hier unseriösen Spendensammlern unterwegs. Sie sollten sich immer eine Legitimation des Spendensammlers zeigen lassen. In einigen Bundesländern benötigen Spendensammler einen Sammelausweis oder eine amtliche Erlaubnis. Ein Zeichen einer seriösen Spendensammlung ist etwa eine verplombte Sammelbüchse.

Spenden Sie keinesfalls unter Druck! Seriöse Hilfsorganisationen benötigen kein Mitleid und auch keinen Zeitdruck.

Aufgepasst: Wenn an der Haustüre Produkte aus Behindertenwerkstätten zum Verkauf angeboten werden, um damit einen guten Zweck zu verbinden. Behindertenwerkstätten vermarkten ihre Produkte in der Regel nicht über den Haustürverkauf, sondern über spezielle Werkstattläden, über eigene Internetshops und den einschlägigen Facheinzelhandel.

Vorsicht bei Spendenaufrufen per E-Mail!


Spendenaufrufen per E-Mail sollten Sie kritisch begegnen. Nicht selten sind betrügerische E-Mails mit täuschend echt wirkenden Internetseiten einer Hilfsorganisation verlinkt, und veranlassen den Spender so über Formulare seine Bankverbindungen und persönlichen Daten den Betrügern preiszugeben. Gehen Sie lieber auf die Homepage der Hilfsorganisation und spenden Sie über die dort angegebenen Möglichkeiten.

Nicht vergessen: Spenden-Quittung anfordern!


Lassen Sie sich Ihre Geldspende von der bedachten Hilfsorganisation quittieren. Bei der nächsten Steuererklärung können Sie Ihre Spende bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags Ihrer Jahreseinkünfte als Sonderausgabe steuerlich geltend machen. Bei Spenden bis zu 200 Euro reicht ein Überweisungsbeleg und eine schriftliche Bestätigung über die Gemeinnützigkeit des Spendenbegünstigten. Geht Ihre Spendenbereitschaft über diesen Betrag hinaus, müssen Sie sich eine Zuwendungsbescheinigung ausstellen lassen.

erstmals veröffentlicht am 06.12.2012, letzte Aktualisierung am 15.12.2021

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