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Anlegerrecht: Nicht nur für Großinvestoren

Das Anlegerrecht schützt Anleger, die auf dem so genannten "weißen" Kapitalmarkt investieren. Unter diesem Kunstwort sind Anlageformen zu verstehen, die weitestgehend von der Bankenaufsicht (BaFin) überwacht und reguliert werden. Der dunkle Gegenspieler, der "graue" Kapitalmarkt, wurde dagegen in der Vergangenheit kaum, und wird heute nur in bestimmten Bereichen, durch die BaFin und gesetzliche Vorgaben reguliert. Wer dort Anlegerrechte geltend machen möchte, hat unter Umständen Schwierigkeiten. Aktuell in Verruf geraten und dem grauen Kapitalmarkt zugeordnet werden z.B. geschlossene Immobilienfonds, Genussscheine, Schiffsbeteiligungen, Schrottimmobilien, Orderschuldverschreibungen usw. Wer hier unkritisch investiert, muss mit hohen Verlusten rechnen.

Kein einfaches Rechtsgebiet

Das Anlegerrecht (bisweilen auch Anlagerecht), das dem Bank- und Kapitalmarktrecht zugeordnet wird, ist ein junges Rechtsgebiet, das einen hohen Grad an Spezialisierung vom Anwalt erfordert. Es ist stark von europarechtlichen Normen geprägt: Gerade im Anlagebereich gibt es kaum noch Grenzen, denn "Kapital geht immer dorthin, wo es die besten Bedingungen findet", so eine alte Bankerweisheit. Besonders auf dem grauen Kapitalmarkt gibt es zahlreiche Angebote von Gesellschaften, deren Sitz sich im Ausland befindet. Eine etwaige Rechtsverfolgung erfordert Kenntnisse des dortigen Rechtssystems und verkompliziert so die Wahrung der Anlegerrechte zusätzlich. Wer als geschädigter Kapitalanleger sein (Anleger-)Recht gegen Anbieter windiger Investitionsmodelle durchsetzen will, braucht daher professionelle Hilfe.

Wie das Anlegerrecht schützen kann

Das Anlegerrecht soll Investoren - kleine wie große - vor Betrug und vor Fehlentscheidungen schützen. Mit gutem Grund, denn viele Anleger, die auf Anraten ihrer Bank oder ihres Finanzberaters investieren, um beispielsweise ihre Altersvorsorge aufzubessern oder ihre Steuerlast zu reduzieren, sind alles andere als Anlageprofis. Sie sind kaum in der Lage, Fallen und Gefahren zu durchdringen, die ihrem Vermögen im Investitionsfall drohen. Das Anlegerrecht sieht daher vor, dass ein Anleger von einem Berater, der ein Spezialist sein soll, auch kompetent beraten wird. Es geht weiter davon aus, dass von Beratern empfohlene Investments dem Bedarf des Anlegers entsprechen. Verläuft die Beratung nicht entsprechend, und kann dies nachgewiesen werden ("Beratungsfehler"), können Anleger ihr Geld von der Bank oder vom Berater zurückfordern ("Beraterhaftung").

Wann man eine unproduktive Anlage wieder los werden kann

Ja, es gibt eine Exit-Strategie für Anleger, deren Anlagen sich unbefriedigend entwickeln. Unter bestimmten Bedingungen kann man als Anleger eine Rückabwicklung der Kapitalanlage erreichen. Voraussetzungen, unter denen dies möglich ist, sind zum Beispiel die Unwirksamkeit einer Widerrufsbelehrung, ein mit Mängeln versehener Emissionsprospekt ("Prospekthaftung") usw. Eine Rückabwicklung stellt den Anleger in der Regel so, als habe er das Geschäft von vornherein erst gar nicht getätigt. Es ist jedoch alles andere als einfach, auf diesem Weg sein Anlegerrecht geltend zu machen und aus einer Anlage auszusteigen, die sich nicht wie erhofft entwickelt. Hier empfehlen wir dringend den Weg zu einem kompetenten Anwalt.

Am besten vor der Anlage handeln

Wer dagegen sicher sein will, dass eine Investition gelingt, muss präventiv Handeln: Wenden Sie sich an einem Fachmann, bevor Sie den Anlagevertrag unterschreiben, die Fondsbeteiligung zeichnen, das (garantiert!) hochrentable Steuersparmodell im Ausland abschließen. Suchen Sie einen Spezialisten auf, der die Kapitalanlage, die Ihnen empfohlen wurde, unabhängig - das ist in diesem Fall enorm wichtig - beurteilt und bewertet. Er kann Ihnen natürlich auch seine professionelle Einschätzung des Risikos abgeben, das Sie erwartet und zwar noch vor Ihrem Vertragsabschluss. Zahlreiche Anwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht bieten diese Option an. Bevor Sie also später umständlich und mit unsicherem Erfolg ihr Geld nach einer missglückten Anlage zurückfordern müssen, lassen Sie sich lieber gleich fundiert beraten. Kontaktieren Sie jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Bankrecht/Kapitalmarktrecht in Ihrer Nähe!

Letzte Aktualisierung am 2016-01-25

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