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Ausländerrecht - wie lange man sich in Deutschland aufhalten darf

In der Bundesrepublik Deutschland regelt das Ausländerrecht unter anderem Einreise, Aufenthalt (dauerhaft oder vorübergehend) und die Niederlassung von Menschen aus anderen Ländern. Irgendwo "Ausländer" zu sein ist immer auch eine Wertung. Für den Begriff "Ausländerrecht" setzt sich heute daher zunehmend der Begriff "Aufenthaltsrecht" durch.

Das Ausländerrecht regelt den Aufenthalt in Deutschland

Menschen aus anderen Ländern dürfen sich in Deutschland vorübergehend oder dauerhaft aufhalten.
  • Aufenthalt durch ein Visum: Ein Visum berechtigt zur Einreise und einem kurzen Aufenthalt (von bis zu 3 Monaten im sogenannten Schengen-Raum).
  • Aufenthalt durch eine befristete Aufenthaltserlaubnis: Eine befristete Aufenthaltserlaubnis ist an einen Aufenthaltszweck gebunden, z.B. Arbeit, Studium, familiäre Gründe, usw. Beispielsweise ist die EU Blue Card eine auf (zunächst vier Jahre) befristete Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Arbeit.
  • Aufenthalt durch Niederlassungserlaubnis: Die Niederlassungserlaubnis verleiht ihrem Inhaber die Berechtigung zu einem unbefristeten Aufenthalt in Deutschland. Sie berechtigt gleichzeitig auch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.
Diese Regularien gelten für Menschen aus Nicht-EU Staaten. Innerhalb der Europäischen Union gilt weitgehende Reise-, Aufenthalts- und Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Die Ausländerbehörde überwacht das Ausländerrecht

Der Vollzug des Ausländerrechts fällt in die Zuständigkeit der Länder. Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt besitzt eine Ausländerbehörde. Sie entscheidet über Aufenthalt, Niederlassung oder auch Ausweisung von ausländischen Menschen und stellt die dafür notwendigen Dokumente aus. Das Ausländerrecht ist zwar ein Bundesrecht; es kann aber durch entsprechende landesrechtliche Regelungen ergänzt werden. Alle Ausländerbehörden in Deutschland sind über eine zentrale Datenbank vernetzt.

Wer zusammengehört, soll auch zusammen leben dürfen

Innerhalb des Ausländerrechts regelt das Aufenthaltsgesetz auch die Zusammenführung von Familien. Demnach können Angehörige eines Familienmitglieds, das bereits in Deutschland wohnt, von der Ausländerbehörde die Zustimmung zum Familiennachzug erhalten. Die Zustimmung wird nicht bedingungslos erteilt. So können für die Erteilung zum Beispiel die Nationalität (der Antragsteller), das Vorhandensein ausreichenden Wohnraumes oder auch die Sicherung des Lebensunterhaltes eine Rolle spielen. Das Gesetz unterscheidet auch, ob die Person, die den Antrag stellt, zu einem / einer Deutschen oder Ausländer(in) nachzieht. Beim Nachzug von Ehepartnern / Ehepartnerinnen kann die Behörde überprüfen, ob eine Scheinehe besteht, die Ehe zwischen deutschen und ausländischen Staatsangehörigen eventuell zum Erschwindeln eines Aufenthaltstitels geschlossen wurde.

Ausweisung - die Beendigung des Aufenthaltes in Deutschland

Ebenso wie eine Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel erteilen kann, kann sie ihn auch entziehen. Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis, die in Deutschland straffällig werden, müssen mit ihrer Ausweisung rechnen. Ihre Aufenthaltserlaubnis wird ihnen per Verwaltungsakt entzogen (dafür genügt ein Schreiben). Sie werden "ausreisepflichtig" und dürfen in der Regel nicht wieder einreisen. Suchen um professionelle Hilfe bei einem Anwalt nach, wenn Sie Rechtsfragen oder Beratungsbedarf im Ausländerrecht haben. Er weiß aus Erfahrung, dass solche Probleme sehr schnell existenziell werden können und kann Ihnen sofortige Hilfe bieten. Hier finden Sie umgehend einen versierten Anwalt für Ausländerrecht.

Letzte Aktualisierung am 2015-06-30

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