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Factoring Leasing - was ist das? Für wen kommt was in Frage?

Was versteht man unter Factoring?

Bei der Finanzierungsform Factoring kauft eine Factoring-Gesellschaft (Factor) alle Geldforderungen des Factorkunden/Unternehmen und vergütet sie ihm bis zu 90 Prozent sofort. Die Kunden zahlen die ihnen gegenüber vom Factor gemachten Forderungen direkt an ihn und er schreibt sie so dann seinem Factorkunden gut. Für den Factorkunden kostet dies ungefähr 2,5 Prozent der gekauften Geldforderung.

Wann ist Factoring sinnvoll?

Factoring verschafft dem Factorkunden eine schnelle Liquidität und befreit ihn vom Ausfallrisiko. Es eignet sich insbesondere bei B2B-Geschäften, wenn die Zahlungsfristen nicht länger als 90 Tage betragen, keine Gegenforderungen oder Forderungsabtretungen bestehen und wenn die Leistung vom Factorkunden vollständig erbracht wurde.

Welche Vorteile sind mit Factoring verbunden?

An erster Stelle ist hier die Erhöhung der Liquidität für den Factorkunden zu nennen. Er verkauft seine Außenstände und erhält diese sofort bezahlt. Durch den geringen Forderungsbestand steigt zudem seine finanzielle Flexibilität. Daneben ist er mit Factoring vor Forderungsausfällen geschützt, weil der Factor mit der Übernahme der Forderung auch das Ausfallrisiko übernimmt. Der Factor übernimmt damit auch die Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen, was beim Factorkunden zu Einsparungen beim Personal führt.

Welche Nachteile hat Factoring?

Ein Nachteil von Factoring ist die mangelnde Bekanntheit bei den Kunden des Factorkunden. Tritt ein Factor auf, wird damit oftmals die Vorstellung verbunden, dass das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten steckt, was überhaupt nicht der Fall sein muss.

Was bedeutet Leasing?

Die Finanzierungsform Leasing ist sozusagen ein Mieten mit der Option zu kaufen. Zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer wird ein Leasingvertrag auf eine bestimmte Zeit abgeschlossen, etwa über Autos, Gebäude oder Maschinen, für die eine Leasinggebühr bezahlt werden muss. Nach Ablauf des Leasingvertrages hat der Leasingnehmer in der Regel die Option das Leasingobjekt zu kaufen.

Für wen macht Leasing Sinn?

Das Leasing von Immobilien ist ab einem Anschaffungswert von rund 2 Millionen sinnvoll. Beim Mobilienleasing sind insbesondere Güter geeignet, die eine gute Weiterverwertbarkeitseigenschaft haben.

Welche Vorteile hat Leasing?

Ein großer Vorteil von Leasing ist, dass es das Eigenkapital eines Unternehmens schont und für eine Entlastung im Rahmen der Liquidität sorgt. Ohne sofortige Bezahlungen können neue Güter genutzt werden. Die Leasing-Raten können steuerlich geltend gemacht werden.

Sind Nachteile mit Leasing verbunden?

Die Finanzierungsform Leasing ist einer Finanzierung durch eine Bank sehr ähnlich, da auch hier etwa Bonitätsanforderungen gestellt werden. Die Kosten für eine Leasing-Transaktion können sogar höher als eine Kreditfinanzierung sein. Ein Nachteil ist auch das eine Kündigung des Leasingvertrages sich bilanzschädlich auswirken kann.

Unser Tipp: Beratung vom Experten!

Die Abwägung, welche Finanzierungsform für ein Unternehmen geeignet ist, ist oft nicht leicht zu entscheiden. Es ist daher zu empfehlen Experten, wie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder einen Anwalt für Bankrecht Kapitalmarktrecht zu Rate zu ziehen.

Letzte Aktualisierung am 2017-07-19

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