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Kapitalanlagebetrug erkennen und dagegen wirksam vorgehen

Letzte Aktualisierung am 13.03.2017 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Kapitalanlagebetrug ist häufig Profigeschäft

Vorsicht vor wundersamen Methoden der Geldvermehrung! Es ist zwar verlockend, eine Kapitalanlage mit hohen Renditen zu tätigen und sich auf den versprochenen Geldsegen zu freuen, aber es ist höchst riskant. Geldanlagen unterliegen Marktgesetzen. Renditeversprechen, die um zweistellige Prozentzahlen über den marktüblichen Angeboten liegen, sind kritisch zu bewerten. Oft sind sie reiner Betrug – aber nur schwer als solcher zu entlarven. Kapitalanlagebetrug oder kurz Anlagebetrug ist Profigeschäft. Er wird in der Regel begangen von Menschen, die sich mit Geld und Anlagen (und gerade auch mit legalen Anlageformen) bestens auskennen. Sie kennen Markt und Verkaufsstrategien, wissen um die wichtigsten Argumente. Sowohl private als auch institutionelle Anleger fallen daher immer wieder auf sie herein. Erst scheint alles gut zu gehen, dann löst sich das eben noch gut angelegte Kapital plötzlich in Luft auf. Die Schäden durch Kapitalanlagebetrug in Deutschland werden pro Jahr mit zweistelligen Milliardenbeträgen beziffert.

Auch windige Anlagen können einen guten Eindruck machen

Die Tatmerkmale sind klar: Kapitalanlagebetrug ist eine Sonderform des Betruges. Der Täter stellt seinem Opfer eine besonders renditeträchtige Investitionsform vor, sehr "sicher" zudem, die man sich keinesfalls entgehen lassen dürfe. Seriös aussehende Unterlagen sind vorhanden, alles macht den besten Eindruck, auch die Abwicklung erscheint professionell. Die meisten Anleger schöpfen erst nach Wochen oder gar Monaten Verdacht - erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Viele erfahren erst durch die Medien, dass sie Betrügern aufgesessen sind, und dass sie ihre so hoffnungsvolle Anlage wahrscheinlich als Totalverlust verbuchen müssen. Die Betrüger sind jedenfalls mit dem Geld über alle Berge. Wenn noch etwas vorhanden ist (und wenn die Justiz dessen habhaft wird), so geht es häufig für die Kosten der Rechtsverfolgung drauf. Erhöhte Aufmerksamkeit ist auch dann geboten, wenn argumentiert wird, derart einmalige Investitionsgelegenheiten gäbe nur im Ausland. Daher sei der Firmensitz auch dort angesiedelt (also weit weg also von den Aufsichtsmöglichkeiten deutscher Kontrollbehörden). Geschädigte Anleger brauchen dringend professionelle Unterstützung, und zwar möglichst dann, wenn der erste Verdacht aufkommt, man könne einem Kapitalanlagebetrüger aufgesessen sein.

Anlagebetrug: Eine schnelle Reaktion ist wichtig

Eine schnelle Reaktion kann entscheidend sein – aus folgendem Grund: Im frühen Stadium erster Verdachtsmomente für einen Kapitalanlagebetrug kann es viel eher gelingen, sich mit juristischer Unterstützung Zugriff auf (noch) vorhandene Gelder zu sichern. Ist der Betrug erst entdeckt, sind alle Anleger alarmiert. Dann wird es schwerer, seine Ansprüche geltend zu machen. Meist wird das betrügerische Unternehmen bei der Entdeckung des Betrugs insolvent und man hat bei der Geltendmachung seiner Ansprüche den Insolvenzverwalter als Gesprächspartner.

Kapitalanlagebetrüger sind kreativ

Bei der Erfindung von Betrugsmaschen im Anlagebereich sind die Betrüger durchaus kreativ. Regelmäßig werden neue Formen des Anlagebetrugs entdeckt. Es gibt jedoch einige Dauerbrenner, die immer wieder auftauchen – mit dem entsprechenden Neuanstrich versehen. Sehr beliebt sind so genannte Schneeballsysteme. Wer hier investiert, erhält zunächst hohe Ausschüttungen und fasst daher auch sofort Vertrauen in das scheinbar lohnende Geschäft. Die Ausschüttungen werden allerdings aus den Einzahlungen immer neuer Investoren finanziert (die man selbst wirbt). Dass ein solches System früher oder später zwangsläufig kollabieren muss, ist eigentlich offensichtlich. Trotzdem gibt es Schneeballsysteme immer noch und immer wieder. Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei allen Geschäften, die keiner Finanzaufsicht unterliegen (grauer Kapitalmarkt). Investitionen in diesem Bereich sind nicht oder nur begrenzt nur begrenzt durch gesetzliche Regulierungen geschützt. Hier locken hohe Erträge - bei allerdings entsprechend hohem Risiko. Bei Investitionen in geschlossene Fonds, nicht börsennotierte Aktien, Unternehmensanleihen, Genussscheine und Schuldverschreibungen sind Verluste an der Tagesordnung. Mit unseriösen Anbietern ist hier immer zu rechnen.

Kapitalanlagebetrug: Ansprüche effektiv geltend machen

Bei Investitionen im regulierten Kapitalmarkt ist der Anlegerschutz umfassend. Wer von Anlagebetrügern übers Ohr gehauen wurde, hat einige Möglichkeiten, eine Kompensation zu versuchen. Es ist zu prüfen, ob Schadenersatzansprüche bestehen, die aus einer Fehlberatung oder Falschberatung resultieren („Beraterhaftung“). Verträge können überprüft und angefochten werden, die Frage der Prospekthaftung steht im Raum, eventuell können Ansprüche gegen Dritte geltend gemacht werden (beteiligte Banken, Anlageberater, Wirtschaftsprüfer usw.). Ein erfahrener Anwalt kann Sie hier wirksam unterstützen. Er weiß, welches Vorgehen in einem bestimmten Fall sinnvoll und Erfolg versprechend ist.


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