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Mietkaution: Ihre Rechte, Ihre Pflichten als Mieter und Vermieter

Letzte Aktualisierung am 18.07.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Gesetzliche Grundlage für die Mietkaution

Die Zahlung bzw. die Hinterlegung einer Mietkaution kann zwischen Vermieter und Mieter vereinbart werden. Kann deshalb, weil eine Mietkaution nicht vereinbart werden muss - es gibt dafür keine Gesetzesgrundlage. Das heißt: Theoretisch müsste keine Kaution vereinbart werden. Vermieter "bestehen" aber gerne auf eine finanzielle Rücklage als Sicherheit, wenn ein Mietnomade Einzug halten sollte. Was im Gegensatz dazu sehr wohl geregelt ist, ist die Höhe der Kaution: Mehr als drei Nettokaltmieten - ohne sonstige Nebenkosten - darf der Vermieter nicht verlangen.

Zahlung und Verwahrung der Mietkaution

Meistens wird die Kaution auf ein Sparbuch überwiesen, manchmal dem Vermieter in bar gegeben. Beides ist rechtlich zulässig. Überreichen Sie das Geld "bar auf die Hand" sollten Sie sich das in jedem Fall quittieren lassen. Es ist übrigens ein Trugschluss, dass die Kaution auf einem Girokonto "verhungern" darf. Das Geld muss zwar sicher, aber sehr wohl auch gewinnbringend = zinsbringend angelegt werden. Auch darf der Vermieter sich das Geld nicht mal eben zur Deckung anderer Verbindlichkeiten "ausleihen". Nein: Weder Mieter noch Vermieter haben vor Ablauf des Mietverhältnisses ein Recht auf das Geld zuzugreifen.

Rückzahlung Mietkaution

Zieht ein Mieter aus - oder kündigt der Vermieter wegen Eigenbedarf - und ist mit dem Mietobjekt soweit alles in Ordnung, erhält er die Kaution in voller Höhe samt Zinsen und Zinseszinsen zurück. Allerdings muss der Vermieter die Kaution nicht sofort zurückzahlen. Grundsätzlich hat er nach dem Ende des Mietverhältnisses bis zu sechs Monate Zeit, das Mietobjekt zu prüfen und gegebenenfalls den Rückzahlungsbetrag zu errechnen. Dazu muss das Mietverhältnis beendet sein und der Mieter bis zum letzten Monat jeden Monat die Miete in voller Höhe bezahlt haben. Weder darf der Mieter die letzten Mietzahlungen um den Betrag der Kaution kürzen, noch darf der Vermieter per se sechs Monate lang prüfen. Er erhält lediglich eine ausreichende Zeit - die er im Zweifelsfall auch begründen muss. In Einzelfällen darf der Vermieter auch noch länger als sechs Monate prüfen, wenn es etwa um die Abrechnung der Betriebskosten geht. Denn dem Vermieter ist es zum Beispiel gestattet, einen Betrag zu errechnen und zurückzubehalten, der in etwa der Nachzahlung für die Betriebskosten entspricht. Die gesamte Kaution unter dem Vorwand der noch ausstehenden Betriebskostenabrechnung zurückzubehalten, ist indes nicht möglich.

Anwalt für Mietrecht hilft, Ihre Rechte durchzusetzen

Leider gehen viele Mietverhältnisse nicht im Guten auseinander und so mündet die Rückzahlung der Kaution oftmals in langwierigen schriftlichen Auseinandersetzungen oder endet gar in einem Gerichtsverfahren. Und grundsätzlich haben Vermieter und Mieter gute Chancen, Recht zu bekommen. Allerdings ist die Rechtsprechung so vielfältig (mitunter sogar widersprüchlich), dass immer eine außerordentliche Einigung vorzuziehen ist. Mit einem Rechtsanwalt für Mietrecht sind Sie dabei bestens beraten.


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